Verhältnisse - Detail

Gipfel: Cala Gonone

Route: diverse Gebiete

j_sp

Verhältnisse

29.10.2011
2 Person(en)
ja
Grundsätzlich gilt, dass die populären Klettergärten am Meer schon bei meinem ersten Besuch vor acht Jahren abgespeckt waren, und gebessert hat es sich nicht... Zum Glück ist in der Zwischenzeit einiges an neuen Routen hinzugekommen. Leider - und das ist das grosse Aber - ist der Cala Gonone-Detailführer einfach wirklich schlecht, die Fotos sind teilweise völlig unbrauchbar, die Routen schlecht eingezeichnet oder falsch angeschrieben, und obwohl etwa alle zwei Jahre eine neue Auflage des Führers auf den Markt kommt, fehlen immer noch viele (auch ältere) Routen. Schade, denn so ist es extrem schwierig, sich in den Klettergärten zu orientieren.

Cala Fuili: Hier sind im orografisch linken Sektor über dem Wasser mehrere sehr schöne, noch nicht abgespeckte Routen eingebohrt worden, die in der neuesten Auflage des Führers drin sind.
Biddiriscottai: War schon vor acht Jahren speckig bis zum Abwinken. Mittlerweile kaum mehr empfehlenswert. Auf der linken Seite gibt es einige neue Routen, die im Führer nicht erwähnt sind. In mindestens einer Route scheinen kürzlich (korridierte?) Bohrhaken ausgebrochen zu sein, diese Route ist nicht mehr kletterbar. Zudem sind manche Umlenker bereits bis zur Hälfte durchgefeilt.
Cala Luna: Mehrere neue, vermutlich schwere Routen im orografisch rechten Sektor. Auch links am Strand mehrere neue, nicht im Führer beschriebene Routen.
Dorgali: Sehr empfehlenswerter Klettergarten, den Umständen entsprechend griffig, sehr gutmütig bewertet.
Margheddie: Schönes, eher einsames Gebiet mit leichteren Routen. Mir ein Rätsel, warum hier nicht mehr geklettert wird. Super ist auch der Sektor El Chorro mit steilen Sinterklettereien. Auch hier sind einige neue, nicht im Führer erwähnte Routen hinzugekommen.
Goloritze: Wir haben die Komplexität des Land-Zugangs unterschätzt. Tatsächlich muss man mit mindestens 1.5h Fahrzeit von Cala Gonone rechnen, dazu kommen mindestens eine Stunde Fussmarsch bis zur Nadel. Im Nachhinein würden wir wohl eher ein Motorboot mieten, damit spart man einiges an Zeit. Zur Kletterei: Eigentlich wollten wir die Gymnopedia klettern, die Route ist allerdings entweder nicht existent respektive nicht abgesichert, oder im Führer falsch eingezeichnet, jedenfalls haben wir den Einstieg nicht gefunden. Wir sind dann auf die klassische 'Mulino' ausgewichen, diese wartet mit ätzender Kletterei an abgespeckten Rissen auf, abgesichert ausschliesslich an wirklich rostigen Normalhaken. Auch die Stände scheinen nicht wirklich saniert, deshalb Abbruch. Am empfehlenswertesten ist wohl die 'Sole Incantatore', welche zumindest sehr gut abgesichert ausgesehen hat.
Bleibt in den nächsten 10'000 Jahren wohl speckig...
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29.10.2011 um 21:52
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