Verhältnisse - Detail

Gipfel: Vrenelisgärtli, 2904 m.ü.M.

Route: Durch das Chalttäli

Tino Scacchi

Verhältnisse

14.05.2012
1 Person(en)
ja
Dank der warmen vergangenen Wochen (Durchnässung Schneedecke) und der aktuellen kalten Nächte (hart gefrorene Kruste), perfekte Verhältnisse für diese Tour!
Vom Chalttälifirn (Auslauf der Rutsche aus dem grossen Kessel) erst mögliches Band links auf den steilen Grasrücken nehmen. Bis zum Chnoren gefrorener Boden (Gras, Schotter, Fels) mit einigen Restschneefeldern (es gibt verschiedene Wege auf den Chnoren - mein Weg ist im Hauptbild eingezeichnet). Von Chnoren bis erstes Couloir beinahe duchgehende Schneedecke (eine kleine Felsstelle zu überwinden)
Im ersten Couloir kann gut in einer Rinne von einem Rutsch aufgestiegen werden. Es liegt noch viel Schnee.
Auch auf den Bändern liegt noch genügend Schnee.
Der Schnee ist in allen Passagen gut verfestigt und war heute hart gefroren (harter Trittfirn) - besser kann es nicht sein!
keine
Es liegt allgemein noch sehr viel Schnee. Daher sind kalte Nächte zwingend nötig, sonst steigt die Gefahr von Rutschen und Steinschlag (auf dem grossen Band und im Ausstiegscouloir) rasant an.
Diese Woche mit den aktuellen Bedingungen sicher noch gut machbar (z.B. Donnerstag). Der angesagte Schnee bis in tiefe Lagen vom kommenden Mittwoch ist zu beurteilen.
Die Tour insgesamt ist noch lange machbar, wird aber je später (Frühsommer) je heikler und sicherlich nicht mehr so genussvoll.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Vrenelisgärtli (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Früh starten (03:00 ab Hinter Saggberg) lohnt sich für einen angenehmem Aufstieg auf guter Unterlage und wegen des Steinschlages. Am Ruchen donnerten, sobald die ersten Sonnenstrahlen den Fels erreichten, laufend Steine in die Tiefe.
Habe auf Grund des vielen Wassereises auf die Abkürzung nach dem Chnoren hinauf auf das grosse Band verzichtet.
Abstieg auf der Normalroute via Glärnischhütte. Die Schneedecke ist durchgehend gefroren und es kann derzeit noch bis unter die Glärnischhütte mit Steigeisen abgestiegen werden. Der Hüttenweg ist auf Grund des schneereichen Winters (Rutsche) teils beinahe nicht mehr erkennbar und mühsam zu begehen. Da wartet noch viel Arbeit auf die Sommersaison hin. Reger Steinschlag im untersten Bereich des Hüttenweges vor der Wäbern.
Das Velo zuvor in der Wäbern (Chäsern) zu platzieren lohnt sich für einen angenehmeres talauswärts Fahren, resp. entlang dem Klöntalersee zurück zum Hinter Saggberg. Ausser man hat einen privaten Piloten, der einem auf dem Glärnischfirn abholen kommt... es wird mächtig gelandet und gestartet auf diesem Gletscher.
Mit den aktuellen Verhältnissen eine wirklich interessante, abwechselungsreiche und schöne Tour mit herrlichen Wänden, Bändern und Tiefblicken.
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15.05.2012 um 20:23
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