Verhältnisse - Detail

Gipfel: Piz Kesch, 3418 m.ü.M.

Route: Von der Keschhütte

Bombo

Verhältnisse

31.12.2012
3 Person(en)
ja
Schnee:
Alles noch unverspurt, wir haben zusammen mit einer weiteren 2er-Seilschaft den Piz "rausgewühlt". In den beiden sehr steilen Schneeaufstiegen knietiefes, untergrundloses Einsinken, dort auch keine Sicherungsmöglichkeiten. Die zähe Wühlerei hat sich gelohnt - wir standen alle bei schönstem Wetter auf dem Gipfel - ein Traum.

Fels:
Die Felsstufen beim Gipfelaufbau sind gut kletterbar und weisen Sicherungshaken und Abseilstellen aus. Danke an Hüttenwart Reto und seinen Kollegen, welche letztes Jahr neu eingebohrt haben. Selber haben wir ca. 2/3 aller Bohrhaken gesichtet, evtl. liegen aber noch weitere frei. Wir benutzten als 3er-Seilschaft ein 40m-Seil, was eine gute Wahl war. Abgeseilt haben wir nirgends, es wurde alles wieder abgeklettert.

Gletscher:
Ab ca. 2900m (unterhalb Porta d'Es-cha) seilten wir an, obwohl wir keine Spalten gesichtet oder vernommen haben. Vernünftig ist es aber auf alle Fälle sich dort anzuseilen. Die Abfahrt wählten wir dann jedoch direkt über den Gletscher, was uns einen ultimativen Pulvertraum bescherte. Perfekte Verhältnisse bis unterhalb Keschhütte.
Der Wind hat vom 31. auf den 1. ziemlich gewütet. Solche perfekten Abfahrtsverhältnisse, wie wir sie noch vorfanden, dürften in den kommenden Tagen keine mehr herrschen. Dafür aber kann nun unsere Aufstiegsspur zum Gipfel benutzt werden, was ein gehöriger Zeitvorteil verspricht.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Piz Kesch (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Anreise zur Keschhütte via Bergün - Piz Darlux (Tourenbillet CHF 25.00) - Tschimas da Tisch - Val Plazbi - Alp digl Chants. Eine fantastische Wahl, zumal die Abfahrt vom Tschimas da Tisch ein perfekter Pulvertraum war.

Heimreise von der Keschhütte via Val das Tschüvel - Val Sartiv - Bergüner Furgga - Chüealptal - Sertig Sand (Kurhaus, Postauto-Haltestelle). Auch diese Variante sehr empfehlenswert, da wenige Höhemeter und eine Abfahrt bis zur Haltestelle.

Ein grosses Kompliment an Ursina und Reto von der Keschhütte, welche den Aufenthalt über Neujahr zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Das Silvester-Dessertbuffet bleibt unvergesslich (und den Röteli, na ja... der ist bereits wieder verdunstet ;-) --> Danke Euch!

Ein persönliches Dankeschön meinen Tourkameraden Maeni (www.maeni.hikr.org) - das war schlichtwegs ein perfekter Silvesterzauber mit Euch!

Bilder und Tourenberichte unter http://www.hikr.org/tour/post59741.html sowie http://www.hikr.org/tour/post59758.html
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02.01.2013 um 13:36
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