Verhältnisse - Detail

Gipfel: Gross Ruchen, 3138 m.ü.M.

Route: Normalroute über Ruch Chälen

Eisfuchs

Verhältnisse

14.04.2013
6-10 Person(en)
ja
Die Schneeverhältnisse im Aufstieg waren noch gut und man sank selbst in der Rinne nicht all zu stark ein. Pickel und Steigeisen sind für den Gipfelaufschwung sehr hilfreich. Die Verhältnisse werden dort sicherlich ungünstiger, es schauen schon viele Felsen aus der Schneedecke. Auch im Abstieg im obersten, sehr steilen Teil der Rinne haben wir die Steigeisen genutzt, da die Schneeschuhe extrem schnell auf der obersten Schneeschicht wegglitten.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Gross Ruchen (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
VERHÄLTNISMELDUNGEN VON BERGHÜTTEN IN DER UMGEBUNG (im Umkreis von ca. 10km)
Lidernenhütte SAC (Weitere Infos zur Hütte)
Vor 2 Tagen
Heute schlechte Sicht und Schneefall.
Auf Hüttenhöhe liegt rund 1,5 m Schnee.
Für Schneetouren sehr gute Verhältnisse, gute Schneelage oberhalb von 1200m.
Die Hütte ist kommendes Wochenende und an den Wochenenden bis Anfang April bewartet, vom 26. Dezember bis 2. Januar und vom 7. bis 18. Februar durchgehend.
An Silvester ist die Hütte ausgebucht.
Überblick über die Reservationen allgemein haben Sie auf Alpenonline:
http://www.alpenonline.ch/reservation/calendar?hut_id=5
Sonntag und Montag gibt es noch mehr Schnee.
Mit Schneeschuhen auf den Gross Ruchen?
Als schlechter Skifahrer aber auch schotterverachtenden Sommerbergsteiger stand der Gross Ruchen als Schneeschuhprojekt auf meiner Liste, vor allem seit ich ihn vor 2 Jahren vom Gipfel des Gross Spitzen erblickte.
Ausgeschrieben hatte ich die Tour als Sektionstour des SAC Pilatus und konnte relativ schnell Gleichgesinnte willkommen heissen. Am Samstag wollten wir den Gross Spitzen als Eingehtour angehen, aufgrund der extrem warmen Witterung erschien uns der Südhang jedoch zu heikel, zumal immer noch jede Menge Schnee im Hang auf die Schwerkraft wartete.

Also stiegen wir von der Sittlisalp wieder runter zur Brunnialp, genossen dort Ausblick und Bier und nahmen die 30 Minuten zur wunderschön gelegenen, unbewirteten Ruchenhütte unter die Schneeschuhe. Mit Apero am Grill und 3 weiteren Gängen liessen wir es uns sehr gut gehen.

Anderntags starteten wir gegen 4.40 Uhr, angesichts der Tageswärme eine gut gewählte Zeit.

Die Wegfindung bis zum Gipfel, den wir gegen 11 Uhr erreichten (viele Pausen und Fotostops) ist unproblematisch. Im Gegensatz zu den Tourengängern haben wir die Rinne eher direkt genommen. Somit mussten wir uns auch keinen Schimpfereien über die Spurzerstörung aussetzen.
Selten bisher habe ich so sympathische und tolerante Skitourengänger getroffen, die uns zum Teil mit Respekt, Bedauern und aber auch Bewunderung begegneten. Wir hatten untereinander viel Humor und Bergwissen ausgetauscht.
Sehr gemütlich liesen wir den Talabstieg angehen und gelangten nach einem langem Tankstop an der Brunnihütte gegen 18 Uhr zu den Fahrzeugen oberhalb Unterschächen.
Sicherlich eine sehr lange und konditionell fordernde, aber landschaftlich spektakuläre Tour, die man gerade als Schneeschuhgänger gemächlich geniessen kann. Der Kontrast von der Nordwand des Ruchen zur gleissenden Schneefläche des Ruchenfirns könnte nicht extremer sein.
Eine meiner schönsten Wintertouren mit einem extrem motiviertem Team "Vier Engel für Norbert"
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17.04.2013 um 23:15
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