Verhältnisse - Detail

Gipfel: Schrecksee, 1813 m.ü.M.

Route: Zelten am Schrecksee

Piefke mit ungesunder Lidlbrotzeit

Verhältnisse

03.07.2017
6-10 Person(en)
ja
Machbar
Polizei, Landratsamt und die Gemeinde Hindelang haben angekündigt im kommenden Sommer beim illegalen Zelten am Schrecksee hart durchzugreifen.
Allerdings darf nur die Polizei Personen bei einer Ordnungswidrigkeit Personen festhalten und die Personalien feststellen. Da bis zum Ende des G 20 Gipfels kein Polizeihubschrauber zur Verfügung steht, gibt es in der kommenden Woche die letzte Chance, dort nochmal ungestört zu übernachten. Für einen Aufstieg zu Fuß sind unsere Ordnungshüter eh zu faul, bzw. ihre körperlich fitten Kräfte wurden für die Dauer des Gipfels nach Hamburg versetzt.

Wer künftig dort übernachten will, der soll dezent im felsnahen Bereich biwakieren (legal). Etwas felsnahes kann man aber in den Wiesen am See kaum finden. Deshalb am besten weiter zum Grat hinauf und dort auf Tiroler Boden übernachten. Da geht es dann unsere Polizei nichts an.

Irgendwie ist die Aufregung über die bösen Zeltler nicht ganz logisch. Wohl war, wenn dort , wie im letzten Sommer bis zu 80!!! Personen übernachten, dann muss jeder mal aufs´s Klo und das Ganze läuft dann irgendwann in den See. Dort wo das Zelt stand, sind dann Blumen und das Gras zusammengedrückt. Trittschäden gibt es in diesen Biotopen am Seerand schnell.

Aber: Seit einigen Jahren wird dort wieder Vieh aufgetrieben. Eine über Nacht lagernde Kuh drückt Blumen und Gras genau so zusammen, wie ein Zelt, und die Trittschäden in dem weichen, sumpfigen Boden sind durch das Vieh eher noch schlimmer. Auch die Kühe Scheißen am Ufer alles voll. Aber davon redet kein Mensch.

Ehrlicher Schutz für den Schrecksee würde bedeuten, die Wiesen am Ufer von der Beweidung auszunehmen und die Wollgraswiesen kleinräumig komplett abzusperren für alle. Zeltler, Tagesgäste, Einheimische, Kühe. Alle tragen dazu bei, dass der See zu einer Kloake wird und die Blumenwiesen zertrampelt werden.
Ökologisch ist die Wiederbewirtschaftung der gegenüberliegenden Gerenalp viel sinnvoller und verträglicher, als die Beweidung im Einzungsbereich des Sees. Auch sollte sich die Gemeinde Fragen, was das soll immer mehr Gäste zu werben, und groß über die neue Bestmarke der Gästeübernachtungen von 1,1 Millionen zu triumphieren. Zudem lockt die Gemeinde selbt mit solchen Projekten, wie den Grenzgängerweg immer mehr Touris dort hin hinauf.
Wenn später im Sommer doch mal die Polizei hinauf fliegt und dort illegaler Zeltler stellt und keiner von denen Papiere und /oder Handy dabei hat, dann haben sie schnell ein logistisches Problem. Wenn sie zur Feststellung der Personalien mehr Personen mitnehmen müssen , als im Heli Platz haben.

Wäre spannend zu sehen, was sie dann machen.

Also, wer unbedingt dort noch übernachten will, Papiere, Handy, EC Karte usw unten lassen.
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03.07.2017 um 07:08
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