Verhältnisse - Detail

Gipfel: Gross Lobhorn/Lobhorn, 2566 m.ü.M.

Route: Überschreitung der Lobhörner von Ost nach West

karstencz

Verhältnisse

05.08.2017
2 Person(en)
ja
Ausgezeichnet
Beste Bedingungen, ein Sommertag ohne Gewitterschauer, kam erst gegen 18.00
Gut bis der Schnee kommt. Und selbst dann soll es ja oft gut gehen.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Wir haben von Isenfluh die erste Bahn genommen, 7.00, und sind auf dem bequemen Wanderweg an der Alp Suls (grosses Käselager) vorbei via Schwarz Chopf zum Einstieg gewandert, 2.5h. Dort stieg gerade eine 5-Personen-Seilschaft ein, sonst war ausser uns niemand am Fels unterwegs. Wasser gibt es aus dem Bach am Weg gut bis ca. 2000m.
Wir hatten ein 60m Halbseil, das ist bequem ausreichend, für die kleine Seilschaft. Klemmkeile oder Friends braucht man eigentlich nicht, ein paar Zackenschlingen sind aber nützlich.
Bis auf die Zipfelmütze alles wie beschrieben, die Schlüsselstelle (4C) ist wegen des abgesägten Bohrhakens nicht A0 machbar, aber es sind auch nur 1.5 schwere Züge, dann wird es sofort wieder leichter. Im Gehgelände oft grasig oder kiesig, deshalb haben wir auch hier fast alles gesichert. Vom Dach der Zipfelmütze gibt es 2 Varianten. Die oben beschriebene ist die einfachere, Abseilen ca. 30m in die Scharte zum kleinen Lobhorn, auch 2x15m sind möglich. Der obere Abseilring ist nicht gleich zu sehen, ein Bühlerhaken weist den Weg. Nach Känel steigt man ein paar Meter in leichtem Gelände südwestlich zu einem Stand ab, und klettert hier eine Verschneidung ca. 8-10m hinab, um dann bei Grasflecken links schräg abwärts auf einem abschüssigen Band zur Scharte zu gelangen.
Am grossen Lobhorn gibt es dann nochmals eine schöne Kletterlänge, und etwas Verwirrung in den Beschreibungen. Die obige Beschreibung ist m.E. die korrekteste, man kann frei auf grasigen Bändern bis zu der kleinen Verschneidung im ersten Felsriegel gehen und immer noch ohne Sicherung durch diese aufsteigen. Dann leicht rechtshaltend noch ca. 5m bis zum Stand, und dann hier direkt ziemlich senkrecht bis zum Grat, Stand an soliden Zacken. Von da fast horizontal auf teils schmalem Felsgrat, aber einfach zum Gipfel. Abgeseilt wird in westlicher Richtung, mit unserem 60m-Seil wird die 2. Abseilöse nach knapp 15m benötigt(!), mit 2x50 könnte man sich das sparen. Dann muss aber noch etwas auf bröckeligem schmalen Rücken abgestiegen werden, bei Nässe wahrscheinlich heikel, und bei der letzten Abseillänge sind 25m etwas knapp.
Die letzte Bahn 18.15 ist auch für eine langsame Seilschaft mit kurzem Seil und bei gründlicher Sicherung bequem zu erreichen.
Insgesamt schöne Tour in grosser Umgebung, aber doch nicht so lohnend, wie erwartet.
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08.08.2017 um 02:20
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