Verhältnisse - Detail

Gipfel: Innereriz - Güenenbergpass - Seefeld - Oberberg - Chüematte - Waldegg, 1771 m.ü.M.

Route: Innereriz Säge, Grüenenbergpass, Seefeld, Pkt. 1771 m, Oberberg 1818 m, Chüematte, Beatenberg Waldegg.

mazeno

Verhältnisse

10.06.2018
1 Person(en)
ja
Gut
Wege gut und leicht feucht.
Als ich am Gemmenalpstock ankam, wurde mein ursprünglicher Plan: Innereriz-Gemmenalphorn-Burgfeldstand-Niederhorn annulliert. Ringsum schwarze Wolken die vom Wind hin und her geschoben wurden, versprachen nichts Gutes. Und als ich zum ersten Schneefeld wollte, begann es leicht zu tröpfeln. Nach kurzer Überlegung: Wetter bedrohlich, evtl Gewitter auf dem exponierten Grat usw. da beschloss ich die Abkürzungsvariante hinunter zum Oberbergweg zu nehmen und auf das Gemmenalphorn zu verzichten. Drei Aspekte erleichterten mir den Entscheid: Laufe nicht gerne als Blitzableiter auf einem ausgesetzten Grat und die beginnende Müdigkeit aufgrund des schnelleren Tempo wetterbedingt.
Von Weitem beobachtet: die Turnschuhwanderer am Gemmenalphorn bekundeten einige Mühe im Abstieg beim unteren Schneefeld. (Bild)
Für Blumenliebhaber: Die Alpenrosen blühen noch sehr, sehr spärlich.
Bei dieser Wärme schmilzt der Schnee ziemlich rapid.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Die Gründe meiner Umkehr habe ich oben bei Verhältnis bereits geschildert. Einige Bemerkungen dazu:
Zwingt man sich, wetterbedingt, schneller zu laufen als man gewöhnt ist, rächt es sich. Da ist man sozusagen froh, wenn man von einem kurzen Regenschauer zur Vernunft gebracht wird. Ich war vor einem Monat bereits auf dem Gemmenalphorn, so wurde mir der Entscheid auch leicht gemacht.
Dass ich in der Waldegg mein Bier auf der Terrasse mit Sonnenhut und Sonnebrille geniessen konnte, hing mit dem "Sunnigsloch" über dem Thunersee zusammen. Ich genoss es sehr.
Ganz persönlich:
Sei es im Zug, Postauto, Gipfel, Restaurant usw. kommt man mit Gleichgesinnte Wanderer ins Gespräch. Man gibt und erhält Tipps über Ziele und Routen oder man geniesst gemeinsam die schöne Natur.
Eines ist mir aufgefallen: Wie viele Einzelgänger stumm durch die Natur wandern ohne ein Wort zu wechseln. Macht jemand den Anfang, es genügt manchmal ein freundliches "guten Tag" im Zug, da entwickeln sich plötzlich interessante Gespräche über Gott, Natur und die Welt. Dann geht jeder seinen Weg, aber mit einer netten Erfahrung reicher. Wer seine Ruhe haben möchte hat selbstverständlich auch in den Bergen die Möglichkeit dazu. Es hat Platz für Alle.


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13.06.2018 um 17:52
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