OutdoorNews | Eintrag

Michael Wicky

Und heute geht es um:

den zweiten Schneefall.

Folgt nach dem ersten Schneefall, wie jenem vom vorletzten Wochenende, eine längere Schönwetterphase, so wird die Schneedecke in schattigen Hängen aufbauend umgewandelt. Das heisst, dass sich Schneekristalle in zusammenhangslosen zuckerartigen Schnee verwandeln, der sich bei Neuschneefall schlecht mit neuem Schnee verbindet. Gefahrenstellen befinden sich typischerweise in Schattenhängen über rund 2000 Metern. In den übrigen Expositionen besteht dieses Problem weniger: Dort führen warme Temperaturen oder Sonneneinstrahlung dazu, dass keine genügend grosse, zusammenhängende Schneeflecken mehr bestehen, oder der Schnee vom ersten Schneefall sich so verfestigt, dass Neuschnee gut darauf haften bleibt. Das Gefahrenmuster des zweiten Schneefalls verschwindet, sobald die bodennahe Schwachschicht mit genügend Schnee überlagert wird. Entscheidend für die Beurteilung werden dann höher in der Schneedecke liegende Schwachschichten, da das Gewicht eines Skifahrers die Schneedecke nur bis in eine Tiefe von 40, bei einem Sturz maximal bis 100 cm, beeinflussen kann.

Wer die Beurteilung der Lawinengefahr vertiefen möchte, dem seinen unsere Lawinenkurse empfohlen. Es gibt sie für Einsteiger oder etwas Erfahrene.

Mehr Informationen unter:
www.bergpunkt.ch/
15.11.2016 um 13:27
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