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Mountain Wilderness

Was steckt im Ski – und wer dahinter?

Ski sind der Schweizer Bevölkerung liebstes Wintersportgerät. Mountain Wilderness hat die Umweltauswirkungen von Skis verglichen und die beliebtesten Ski-Marken dazu befragt. Das Ergebnis: Wenig Transparenz und viel Nachholbedarf in Produktion und Recycling.

Mehr als zwei Bretter: Skiproduktion ist aufwendig und mit Umweltrisiken verbunden (© Earlybird Skis)

Wer beim Konsum auf Nachhaltigkeit achtet, wird sich beim Ski-Kauf die Haare raufen. Im Gegensatz zur Bekleidung gibt es bislang keine Labels für nachhaltige Produkte und das, obwohl die Herstellung von Ski mit Risiken für Mensch und Umwelt behaftet ist. Mountain Wilderness hat die Hauptprobleme der Ski-Herstellung identifiziert und in einer Studie die Umweltauswirkungen eines konventionell hergestellten Skis mit einem «ökologischen» verglichen. Das Ergebnis: Es besteht viel Nachholbedarf in der Produktion und im Bereich Recycling.

Es braucht mehr Transparenz

Eine Umfrage bei den wichtigsten Ski-Marken hat gezeigt: Die Skiproduktion muss transparenter werden. Nur 6 von 21 Marken haben den Fragebogen beantwortet. Kaum eine Marke kann als «nachhaltig» bezeichnet werden. Dafür gibt es ein paar Überraschungen: Das Netz der Ski-Industrie reicht bis in die Steueroase Cayman Islands und es gibt Verbindungen zur Waffenindustrie.

Veränderungen liegen in der Macht von uns allen

Wir alle können dazu beitragen, die Industrie zu beeinflussen und den eigenen Fussabdruck zu minimieren. Indem wir vor dem Kauf kritische Fragen stellen und uns informieren. Es zählt nicht nur das Kaufverhalten, sondern die Ausübung des Bergsports ab Verlassen der eigenen Haustür: 100 Kilometer Autofahren für eine Skitour verursacht ungefähr eine gleich hohe Umweltbelastung wie die Herstellung eines ökologischen Skis!

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09.12.2020 um 19:57
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