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New Rock / Houdini

Houdini: weniger ist mehr

Sind natürliche Fasern besser als synthetische? Welche Materialien halten unseren Körper warm? Was ist das Beste für unseren Planeten? Houdini befasst sich seit Jahrzehnten mit diesen Fragen. Lassen Sie uns tiefer in die Welt der natürlichen Materialien eintauchen.

Kaum eine Outdoorfirma lebt Nachhaltigkeit so konsequent wie Houdini: 1993 gründete Lotta Giornofelice das schwedische Unternehmen für Skifahrer, Kletterer und alle, die unseren Planeten lieben, ihn schützen möchten und Wert auf sinnvolle Produkte legen. Bei Houdini ist das Geschäft nicht einfach auf Gewinn ausgerichtet, sondern folgt mit gesundem Menschenverstand dem ökologischen Konzept der «Planetary Boundaries»: Rahmenbedingungen wie der Klimawandel, innerhalb deren Herstellungsprozesse ablaufen sollten. So sind die meisten verwendeten Fasern und Gewebe nachhaltig produziert oder recycelbar. Die naturverbundenen Köpfe von Houdini gehen aber noch weiter und definieren Konsum neu: Er ist als Kreislauf gedacht von der Herstellung über das Tragen zum Recyceln und Neueinsatz. Dies erreicht die Firma mit extrem vielseitigen Ausrüstungsteilen für verschiedenste Situationen in Sport und Alltag.

Houdini setzt zudem auf Minimalismus: Alles Unnötige wird weggelassen, jedes Stück ist auf maximale Qualität, Langlebigkeit und Reparierbarkeit ausgelegt. Natürliche Materialien spielen dabei eine wichtige Rolle: Houdini bietet eine Linie ausschliesslich aus Naturfasern an. Der Ausgangspunkt war die Erkenntnis, wie weit natürliche Fasern wie Wolle in der konventionellen Bekleidungsindustrie am Schluss von ihrem Urzustand abweichen – sie werden oft mit Polyester gemischt und synthetisch behandelt. Anders bei Houdini: Das Ziel war ein kreisförmiger Lebenslauf, in dem kein Produkt endgültig weggeworfen, sondern immer wieder zur neuen Ressource wird – so kompostierten die Schweden alte Kleider und kochten «The Houdini Menu» mit dem Gemüse, das auf der so gewonnenen Erde gewachsen war!

Die Natur ist zirkulär, und dem folgt man bei Houdini: Entweder werden wieder verwertbare synthetische Fasern verwendet, oder aber natürliche, biologisch abbaubare Fasern. Natur- und Synthetikfasern werden niemals gemischt, da sie dann nicht mehr abbaubar sind. Die zwei Naturfasern sind Merinowolle und Tencel™ Lyocell. Merino hat magische Qualitäten, die viele Outdoorsportler lieben: antibakteriell, kühlend und frisch auf der Haut bei Hitze, wärmend und isolierend bei Kälte und Nässe. Tencel™ Lyocell, eine geschmeidige, starke Faser aus Baumzellulose, ist hoch atmungsaktiv. Houdini mischt die Fasern mit Erfolg: Sie gewinnen so an Stärke und Textur. Doch auch die besten Naturfasern sind nur nachhaltig, wenn die Ressourcen schonend genutzt und die Produkte «repaired, reused und recycelt» werden. Genau das lebt die schwedische Firma vor – von der Herstellung zum Kleiderverleih und Second-Hand-Verkauf bis zum Reparaturservice. Und ist ein Naturfaser-Teil von Houdini ausgetragen, schneidet man einfach Zipps und Kordeln ab und wirft es auf den Kompost … Guten Appetit beim Merino-Salat und Tencel-Broccoli!

Mehr Informationen unter:
newrocksport.ch/m-houdini_on.asp
07.06.2021 um 14:47
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