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Routenbeschreibung
Monte Cinto (2706m)

Überschreitung (Lozzi – Capella a’ Sa’Lisei – l’Astradella – Refuge de l’Ercu – SO-Grat (P 2425) – Mte. Cinto – SW-Grat (P 2651) – Pointe des Eboulis – GR20 – Lac du Cinto – P 2191 – Refuge de l’Ercu – l’Astradella – Capella a’ Sa’Lisei – Lozzi)

Zufahrt:
Entweder von Nordosten (Corte), oder Südwesten (Golfe de Porto) auf der D 84 Richtung Bergpass Col der Vergio (1477 m). Dieser trennt das Département Haute-Corse (Autokennzeichen: 2B) im Norden vom Dépt. Corse-du-Sud (Autokennzeichen: 2A) im Süden. Vom Pass fährt man auf der nördlichen Seite hinab bis zum Stausee Lac de Calacuccia (794 m). Von Nordosten kommend, fährt man durch das Golo-Tal nur bis dorthin. Zwischen den Orten Albetracce und Calacuccia biegt man nordwärts ab auf der D 218 hinauf zum Bergdorf Lozzi (1040 m). Zuvor hat man sich auf halber Strecke bei der Gabelung San Martino (991 m) halbrechts (geradeaus) gehalten. Vor dem Bergdorf biegt man nicht links ab zu diesem hin, sondern fährt eine Teerstraße nordostwärts geradeaus weiter bergauf zu einer Linkskehre. Rechts an einem Sportplatz vorbei gelangt man zu den beiden kleinen, einfachen Campingplätzen „Monte Cinto“ und „L’Arimone“ an rechter Straßenseite. An linker Straßenseite gibt es eine Wiese, wo man das Auto abstellen kann (1040 m). Andernfalls 100 m vorher auf der Wiese nach dem Sportplatz.
Route: (Schwierigkeit: T 5-):
50 m hinter der Wiese neben beiden Campingplätzen gibt es eine kleine Felskanzel, auf der ein kleines Eisenkreuz steht und eine horizontale kreisrunde Windrose mit Panoramakarte (Schild: Table orient.) darauf über bezeichnete Bergketten um einen herum. Von hier hat man auch einen Tiefblick ins Golo-Tal und zum Stausee. Die Teerstraße geht bei den Campingplätzen in eine Sandpiste über. Eine geschlossene grüne Dreh-Schranke verhindert öffentlichen Fahrverkehr weiter hinauf. Links an der Schranke vorbei läuft man 100 m in westliche Richtung bis am Ende einer Mauer an linker Fahrwegseite ein orange markierter Pfad abzweigt (Holzschild: Refuge). Auf diesem Pfad überquert man einen Bachlauf zweimal und kreuzt die Schotterpiste bei deren nächsten Südkehre. Weiter wird der unbefestigte Fahrweg abgekürzt (Holzschild Refuge) in westliche Richtung bis man wieder auf diesen stößt (15 min.). Nach 5 min. verläßt man die Piste bei einer Linkskurve nach rechts und wandert auf nächstem Abkürzer bis man bei Petra a Casseta wieder auf den Fahrweg stößt (5 min.). Man kreuzt dann noch dreimal den Fahrweg abkürzend bis man nach 20 min. auf einer Ebene die wieder aufgebauten Grundmauern ehemaliger Kapelle Petra Sa‘Lisci (Capella a’ Sa’Lisei) vorfindet (1383 m). Weiter in nordwestliche Richtung gelangt man auf orange signalisiertem Weg nach 2 Abkürzungen wieder auf den Fahrweg (15 min.). Auf diesem wandert man nun nordwestwärts rechts um den Capu di Manganu herum in 20 min. bis zur Wendeschleife l’Astradella (1610 m) oberhalb der Bergerie de Petra Pinzuta (1561 m). Hier beginnt der 3,2 km lange Sentier nature du Refuge de l’Ercuier in nördliche Richtung zur Bergerie de Cesta und biegt dann westwärts ab zur Refuge de l’Ercu (Info-Holztafel). Man kürzt diesen Weg jedoch ab in nordwestliche Richtung ab (Holzschild: Refuge de l‘Ercu). Auf anfangs breiten steinigen Weg läuft zu einem flachen Bergrücken hinauf, anschließend wieder hinunter zu einem schmalen Bachtobel des Ruisseau d‘Erco, der dann nach rechts überquert wird. Kurz aus dem Tobel hinauf erreicht man die unbewartete, aber gut ausgerüstete Refuge de l’Ercu (1667 m) der Commune Lozzi (30 min.), die im Jahr 1975 errichtet wurde. Nun beginnt steiler Aufstieg anfangs in nördliche Richtung über ein Geröllband. Dann dreht die mit Steinmandl signalisierte Route nach Nordwesten und führt durch die Felsen hinauf. Hierbei sind aufmerksam die kleinen Steinmandl zu suchen zwecks Orientierung zur optimalen Routenwahl. Zuerst werden die Wandfelsen links umgangen zu einer schrägen Felsplatte. Auf dieser ist eine weiße Raute gemalt mit Pfeil nach rechts hoch. Durch eine Felsrinne hinauf danach dreht der Steig wieder etwas nach links zu einem Geröllfeld. Danach klettert man durch eine unschwierige Verschneidung hinauf zum Südost-Grat (P 2425). Über diesen trifft man dann auf den mit kleinen, roten Punkten signalisierten Steig über den Südost-Grat. Über diesen zu einem östlich vom Gipfel befindlichen Schotterplateau. Von hier die wenigen Meter noch in westliche Richtung zum nahen Gipfel mit seinen Blocksteinen (2¼ Std.). Auf dem östlichen Gipfel befindet sich ein Betonsockel mit Gipfelbuch-Box, auf dem früher ein Kreuz stand. Daneben westlich steckt nun ein kleines aus Ästen gebasteltes Kreuz. Östlich davor steht ein neues Holzkreuz mit der Aufschrift: „A Croce A Nostra Sperenza“.
Abstieg:
Entweder auf selbem Wege retour wie aufgestiegen (4 Std.). Oder über den Lac du Cinto: In diesem Fall steigt man in 35 min. über den Südostgrat hinab und folgt den roten Punkten stets links unterhalb vom Grat. Oberhalb vom Felssattel Pointe des Eboulis (2607 m) trifft man auf den Fernwanderweg GR20, welcher von Haut Asco (1422 m) über die steile Nordflanke hinaufkommt. Auf diesem rot-weiß signalisierten Steig läuft man südwestwärts bergab Richtung Bocca Crucetta Suttana (2450 m) südlich vom P 2499. Auf der linken Seite sieht man unten bereits den Lac du Cinto.
Bis zum Felssturz mit 7 tödlich verunglückten G20-Tourengängern zur Folge am stürmischen Nachmittag des 10.6.2015 im Hochtal Cirque de la Solitude “E Cascettoni” verlief die 4. Etappe des GR20 (“Königsetappe”) von Haut Asco in südliche Richtung viel weiter westlich über die Bocca Tumasginesca (2183 m) durch das Hochtal westlich unterhalb der Punta Minuta zur Bocca Minuta (2218 m) und von dort hinunter zur südlichen Refuge Tighiettu (1683 m). Nun verläuft der GR20 über höheren Pointe des Eboulis (2607 m). Seit dem wird der Steig entlang des Südwestgrates auch von vielen GR20-Bachpackern benutzt als Abstecher, wobei sie ihr Gepäck dann zuvor deponieren. Den in den Karten eingezeichneten Pfad direkt von der Punte des Eboulis zum See, gibt es defacto nicht (mehr). Man könnte jedoch weglos über Steine und Gras hinunter steigen und dabei links ausholen, um einen Felsabbruch nördlich oberhalb vom See zu umgehen. Besser und übersichtlicher ist es jedoch, den signalisierten GR20 bis zu seiner tiefsten Stelle unterhalb des P 2499 zu laufen und dann südwärts zum Ostufer des Sees hinab zu steigen. Beim Abzweig (2440 m) gibt es zwar keinen Wegweiser, ab einen kleinen Steinmann und man sieht anfangs Wegspuren. Auf halber Höhe gelangt man auf einen kleinschotterigen Abfahrtshang, wo man ebenfalls Trittspuren vorfindet. Der See wird dann an seiner östlichen Seite umrundet zu dessem südlichen Ende oberhalb einer Felsstufe (55 min.). Ab hier findet man während des weiteren Abstiegs in östliche Richtung immer mal wieder Steinmandl vor. Erst etwas rechtshaltend, dann mehr nach links läuft man unsteilen Felshang hinab bis man auf Schmelzbächlein trifft. Dann orientiert man sich zu einer rotbraunen Felsrampe. Beim anschließenden Bach bleibt man anfangs an dessen linken Seite. Dann dreht die Route nach rechts über den Bach zu einer grasbeachsenen Felsrinne. Durch diese kommt man unproblematisch hinab zu ausgewasschenen Felsstufen und schrägen Platten. Unterhalb von diesen wechselt man wieder bei flachen Gumpen die Bachseite. Hier gibt es Möglichkeiten, sich ein kurzes Erfrischungsbad zu gönnen. Ab hier wander man südostwärts unsteilen Hang durch flachen Bewuchs auf deutlichen Pfadspuren (unmarkiert) zur schon von weitem sichtbaren Refuge de l’Ercu. Diese erreicht man nach 1,5 Std. Ab hier weiter zurück wie aufgestiegen (1¾ Std.).
ggfs. Steigeisen
Letzte Änderung: 13.07.2019, 14:22Alle Versionen vergleichenAufrufe: 3522 mal angezeigt

Verhältnisse zu dieser Route

Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung

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Capu a U Tozzu (2007m)Poppaghja – P 1362 - Bergeries de Colga –Bocca â Stazzona – Lac de Nino - Bocca â Reta – Capu a U Tozzu – Serra San Tomaghiu (P1825, P1816) / GR 20 – Bocca San Pedru (Col de St. Pierre) – Mezzanotte – P 1107 – D 84 - Poppaghja
Poppaghja – P 1362 - Bergeries de Colga –Bocca â Stazzona – Lac de Nino - Bocca â Reta – Capu a U Tozzu – Serra San Tomaghiu (P1825, P1816) / GR 20 – Bocca San Pedru (Col de St. Pierre) – Mezzanotte – P 1107 – D 84 - PoppaghjaCapu a U Tozzu (2007m)09.07.2019

Metadaten

Kartenmaterial

Kartenmaterial
["Corse Nord 1:25000; IGN 4250 OT: Corte - Monte Cinto, PNR de Corse, M: 1:25000; Kompass 2250: Korsika Nord, Karte 3, M: 1:50000 "]

Wettervorhersage

Webcams (im Umkreis von 5km)

Monte Cinto (2706m)

Überschreitung (Lozzi – Capella a’ Sa’Lisei – l’Astradella – Refuge de l’Ercu – SO-Grat (P 2425) – Mte. Cinto – SW-Grat (P 2651) – Pointe des Eboulis – GR20 – Lac du Cinto – P 2191 – Refuge de l’Ercu – l’Astradella – Capella a’ Sa’Lisei – Lozzi)


Wanderung

T 5

1630 hm

10.5 h

Karte