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Routenbeschreibung
Große Arnspitze (2196m)

Parkpl. Brunnensteinköpfl – Fußgängerbrücke - Remelin – Grenzstein Nr. 254 – Arnspitzhütte – namenloser Sattel – Südostrinne – Südgrat – Gr. Arnspitze – Arnspitzhütte – Hasellahne – Riedboden – Im Loch – Fußgängerbrücke – Parkpl.

Zufahrt:
Von Norden entweder über die Autobahn bis deren Ende bei Eschenlohe und über Garmisch-Partenkirchen auf der B2 ostwärts nach Krün, oder auf der B11 von Benediktbeuern dorthin. Von Krün dann weiter südwärts bis südliches Ortsende von Mittenwald. Von dort noch ca. 4 km weiter zur Landesgrenze. Ca. 400 m vor dieser gibt es an rechter Straßenseite einen kleinen geteerten Parkplatz (950 m) unterhalb vom Brunnensteinköpfl. Von Süden (Zirl / Tirol) gelangen Anreisende auf der B 177 über Grenzort Scharnitz dahin.
Route: (11 km, Schwierigkeit: WT 5+):
Vom Parkplatz läuft man wenige Schritte in Richtung breitem Isar-Ufer. Man trifft auf einen Weg, wo man links einschlägt. Kurz vor den 4 Häusern vor der Landesgrenze zu Tirol trifft man auf eine Fußgänger-Brücke über die Isar. Über diese biegt man rechts ab (Wegweiser: Mittenwald über Riedboden). Der breite Feldweg führt in 1 min. durch das Naturschutzgebiet Riedboden zum nächsten Wegweiser, wo man sich links hält (Richtung Scharnitz). Nach 3 min. biegt nach rechts der Forstweg nach Mittenwald ab (Wanderweg-Nr. 800). Auf dem Rückweg kommt man über diesen hierher zurück. Weiter in südliche Richtung gibt es direkt an der Grenze nach rechts einen weiteren Waldweg, der zu einer Wiese mit einem Stadl führt. Im Winter endet dort die LL-Loipe von Mittenwald in einer Schleife. Nach der Grenze trifft der Forstweg auf den Parkplatz auf Tiroler Seite. Kurz vor der Isar biegt nach links der Wanderweg Nr. 851 ab. Nördlich an der Restruine ehemaliger Befestigungsanlage Tirols Porta Claudia aus dem 18. Jhd. vorbei wandert man auf einem Forstweg westwärts den Mischwald hinauf. Nach 20 min. biegt links ein kaum sichtbarer Wanderweg nach Porta Cludia ab (Wegweiser). 12 min. später endet der Forstweg bei Remelin. Halblinks beginnt beim Wegweiser Gr. Arnspitze ein mit roten Punkten gekennzeichneter Waldweg. Die roten, hin und wieder alte, rot-weiße Markierungen findet man jedoch nur sporadisch vor, so dass sich bei Schneebedeckung die Suche nach dem Pfad zeitaufwendig gestalten kann. Nach 40 min. überquert man einen Waldgraben und befindet sich wieder auf bayerischer Waldseite. Westwärts in einigen Kehren hinauf stößt man wieder auf die Landesgrenze beim Grenzstein Nr. 254 von 1844 (ca. 1280 m). Eine zuwachsende Waldschneise nach oben hin kennzeichnet den weiteren Grenzverlauf. Im Zweifelsfall steigt man diese ca. 40 m steil hinauf um dann rechts im Wald zu queren bis man auf einen Felsriegel stößt. Diesen umgeht man links hinauf, um dann über diesen wieder nach rechts zu queren. Nach 30 min. trifft man auf ca. 1500 m Höhe auf ein verwittertes grünes Holzschild, wo früher „Arnspitze“ rechtsweisend drauf stand. Während der Sommerweg weiter nordwärts bis zum P 1520 im Couloir Hasellahne führt, spurt man im Winter besser dem Verlauf der Landesgrenze folgend, wenn keine Spuren vorhanden sind und genauen Sommerroutenverlauf nicht kennt. Auf einem Buckel endet der Wald, bzw. obere Latschen. Ab hier überschaut man das Gelände mit einigen Latschen und sieht rechterhand den Riedberg mit der Arnspitze links von diesem. Man orientiert sich nun nach rechts zur oberen Mulde des Couloirs. Vor dem Wegweiser zum Riedkopf biegt man links ab und folgt in großem Linksbogen die flacher werdende Mulde hinauf zur inzwischen sichtbaren Arnspitzhütte. Dieses auf einem Bergvorsprung im Jahr 1910 gebaute Hüttchen gehört der DAV-Sektion Hochland bietet gerade mal für 2 Personen Schlafgelegenheit. Früher war die unbewirtete, schmuck anzuschauende Schutzhütte offen. Inzwischen ist auch diese verschlossen (AV-Schlüssel), um dem Trend des Vandalismus vorzubeugen. Nach 1,5 Std. hat man diese erreicht (1930 m). Eine Quelle gibt es dort nicht, so dass man seinen Getränkevorrat entsprechend bereits zu Tourenbeginn bemessen muss. Hier kann man die Schneeschuhe und ggfs. Getränkevorrat deponieren, so dass man mit weniger Rucksackgewicht den Gipfelanstieg angeht. Hier kann man bereits auch seine Steigeisen schon anziehen. Zurück im linken Bogen um den Bläsigkopf (2003 m) herum visiert man nun den namenlosen flachen Wiesensattel an, wo eine brettförmiges Marterl steht, welches an einen am 20.8.1990 Verunglückten erinnert (10 min.). Ab hier beginnt der steile Aufstieg zum Gipfel. Beim weißen Schild „Arnspitze“ mit Rechtspfeil hält man sich im Winter jedoch besser etwas links und steigt eine ca. 37° steile Grasrinne auf. Steigeisen und Eishandgerät sind dabei notwendig, wenn diese verharscht sein sollte. Idealerweise macht man diese Tour, nur wenn tagsüber der Schnee schon aufzusulzen begonnen hat. Die Rinne endet in einem kurzen Hang zum Südgrat hin. Auf diesem folgt man seinem Verlauf. Dabei findet man rote Punkt vom Sommerweg vor. Nun sieht man das rote Gipfelzeichen. Nach einfachster Kraxelei dorthin hat man höchsten Punkt erreicht (60 min.). Über diesen Gipfel verläuft auch die Landesgrenze. Ein Holzkreuz mit Gipfelbuch-Box steht auf dem nahen nördlichen (bayerischen) Vorgipfel. Zu diesem gelangt man östlich unterhalb des Hauptgipfels über kurzen, aber sehr exponierten Grat hinüber.
Abstieg: zurück auf selbem Weg wie aufgestiegen in 45 min. zurück zum Hüttchen (schöner windgeschützter Rastplatz). Von hier nun obere Hangmulde hinunter bis zum Wegweiser, wo nach Norden der die Ostflanken traversierende Sommerweg Nr. 850 zu den Achterköpfen abzweigt. Nun immer weiter ostwärts das stein- und splittreiche Couloir der Hasellähne hinab, welches nach unten hin schmaler und bis zu 33° steil wird. Ein Nadelöhr um einen kleinen Felsvorsprung (P 1520) an rechter Seite (in Abstiegsrichtung) wird passiert, danach setzt sich der Felsgraben fort. Vom Felsvorsprung kann man nach rechts in den Wald hineinqueren, wo man mit Glück auf den Sommerweg Nr. 851 trifft und auf diesem absteigt, wie aufgestiegen. Nur bei sehr sicheren Lawinenverhältnissen (z.B. wenn die begrenzenden Felswände schon „entladen“ sind) ist der weitere Abstieg durch das Couloir ratsam. Dies geht bis zu dessen Verjüngung an einer kurzen, aber steilen Felsschwelle auf ca. 1180 m Höhe (1,5 Std.). Diese umgeht man ca. 8 m oberhalb nach rechts in den Erlenwald hinein, wo man auf einen unmarkierten Pfad trifft (Holzschnittspuren). Auf diesem im Zickzack nun hinab bis man auf einen kleinen Graben im Buchenwald trifft. Vor einem Jägerhochstand (ca. 1075 m) biegt man links ab und folgt dem kurzen Graben hinab. Nach 25 min. kommt man an einem Jägersitz links vorbei. Danach erreicht man den untersten Teil des Couloirs (1025 m). Über dieses nun flacher werdend hinab passiert man das Ende eines verwachsenen Forstweges. Von hier sieht man bereits hinab zum nahen, ebenen Riedboden. Weglos durch lichtes Erlengestrüpp bahnt man sich seinen Weg zu einer kleinen Hanglichtung. An deren unteren Ende steht ein Jägerhochstand. Links von diesem läuft man nun zum Wegekreuz mit einer grünen Bank am Rand des Forstweges und Wanderweges Nr. 800 (15 min.). Auf diesem nun rechts einschlagend südwärts links von der LL-Loipe. Diese wird anschließend dreimal gekreuzt. Nach 15 min. erreicht man den Wasserbrunnen „Im Loch“ mit einem Picknicktisch bei einem Baumbild. In linkem Bogen trifft man auf den Forstweg durch den Riedboden (Wanderweg Nr. 802 nach Mittenwald) mit dem Wegweiser, wo man am Morgen links abbog. Von hier zurück über die Fußgängerbrücke, wie hergekommen (15 min.).
Steigeisen, Eishandgerät. Nur bei sehr stabilen Lawinenverhältnissen wagen.
Letzte Änderung: 03.03.2021, 00:11Alle Versionen vergleichenAufrufe: 1516 mal angezeigt

Verhältnisse zu dieser Route

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Metadaten

Kartenmaterial

Kartenmaterial
["AV-Karte BY10: Karwendelgebirge Nordwest, M: 1:25000; AV-Karte 5\/1: Karwendelgebirge West, M: 1:25000; Kompass 26: Karwendelgebirge, M: 1:50000; https:\/\/geoportal.bayern.de\/bayernatlas\/?lang=de&topic=ba&bgLayer=atkis&catalogNodes=11,122&layers=e528a2a8-4"]

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Große Arnspitze (2196m)

Parkpl. Brunnensteinköpfl – Fußgängerbrücke - Remelin – Grenzstein Nr. 254 – Arnspitzhütte – namenloser Sattel – Südostrinne – Südgrat – Gr. Arnspitze – Arnspitzhütte – Hasellahne – Riedboden – Im Loch – Fußgängerbrücke – Parkpl.


Schneeschuhtour

WT 5

1250 hm

10.0 h

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