TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Hüenerspitz, 2367 m.ü.M.

Hüenerspitz
2367 m.ü.M.
CH - Glarus - St. Gallen
744550 | 203275 (Schweiz)
46:57:53:N | 9:20:17:E
Der Hüenerspitz ist der höchste Punkt der östlichen Begrenzung des Gams genannten Kessels der Alp Valtnov.
Am höchsten Punkt findet sich ein Steinmann.

Aufbau:
Der Gipfel wird aus zwei etwa 100 Meter auseinanderstehenden Kuppen gebildet, die durch eine Scharte getrennt sind. Die nordöstliche Kuppe misst 2367 m, die südwestliche 2364 m.
Der mehrheitlich aus Gras bestehende Nordgrat zieht über den Marchstein (2079 m) zum Horn (1841 m). Der grasige Südostgrat endet auf 1900 m in der Grasflanke der Stöss. Der aus Gras und Schrofen gebaute Südwestgrat stellt mit dem Übergang 'Bi den Lättli' die Verbindung zum Laritschchopf her.
Die Ostflanke besteht vor allem im unteren Teil aus ungangbaren, steilen Felswänden. Die begraste Südflanke bildet die Nordhälfte des Guetentals. Die Nordwestflanke, der sogenannte Gamsberg, ist aus sehr steil abfallenden Schrofen gebaut.

Gestein:
Sardona-Flysch.

Normalweg:
Von der Alp Valtnov her über das Horn und den Nordgrat.

Erste dokumentierte Besteigung:
Hierzu liegen keine Fakten vor.
Auf Grund seiner von Norden relativ leichten Erreichbarkeit und seiner Beliebtheit beim Steinwild wurde der Gipfel aber wohl bereits seit alters her von Hirten und Jägern bestiegen.

Panorama:
Im Sektor Nord bis Nordost reihen sich die Erhebungen der Appenzeller Alpen, gefolgt vom Bregenzerwald- und Lechquellengebirge und vom Rätikon.
Dann sperren die umliegenden, höheren Gipfel die Fernsicht. Lediglich im Westen ist noch das Glärnischmassiv zu erkennen.

Namensgebung:
Der Gipfelname bezieht sich auf das Vorkommen von Schneehühnern.

Die Siegfriedkarte führt den Gipfel erstmals 1889 als Hühnerspitz mit einer Höhe von 2374 m. In der LKS wird 1961 die Schreibweise auf Hüenerspitz und die Höhe auf 2367 m angepasst.

Die erste Auflage des betreffenden SAC-Führers von 1916 führt den Gipfel als Hühnerspitz mit einer Höhe von 2374 m, ebenso die zweite Auflage von 1925. Es wird darauf hingewiesen, dass der Gipfel bei der lokalen Bevölkerung als 'Hühneri' bekannt ist.
Die dritte Auflage des SAC-Führers von 1958 erwähnt den Gipfel als Gamsberg. Der Zutritt zum Berg ist wegen eines dazumal bestehenden Reservats verboten, erlaubt ist lediglich der Übergang vom Valtnov nach Valtüsch über Punkt 2259.
Die vierte Auflage von 1988 führt den Gipfel wieder als Hüenerspitz mit einer Höhe von 2367 m, die Zutrittsbeschränkungen existieren nicht mehr.

Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 109 m
Bezugsscharte: tiefste Senke (2258 m) im Gratverlauf zum Laritschchopf
Prominence master: Laritschchopf (2498 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.

Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 1.08 km
Dominance master: Laritschchopf (2498 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.

Jagdbanngebiet Graue Hörner:
Dieser Gipfel liegt im wildreichen Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner.
Mit dem Beginn des Einwinterns muss aus Rücksicht auf die hier überwinternden Tierbestände bis zum Zeitpunkt der Schneeschmelze im Frühsommer jegliche Tourenaktivität aus Richtung des Weisstannentals unterbleiben.
Detaillierte Informationen zu bestehenden Einschränkungen sind unter folgender Webseite abrufbar: http://www.wildruhezonen.ch
Auch in der restlichen Jahreszeit sollte es eigentlich selbstverständlich sein, sich am Berg derart zu verhalten, dass die Tierwelt möglichst wenig gestört wird.

Besonderes:
Der Berg hat Bekanntheit erlangt, weil am 8.5.1911 in seiner Ostflanke im Rappenloch mittels aus dem Gran Paradiso-Gebiet geschmuggelten Jungtieren die erste Wiederansiedelung des seit Beginn des 19. Jahrhunderts in der Schweiz ausgerotteten Steinbocks erfolgte.
ÖV-Zeiten von www.arrlee.ch
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Hüenerspitz (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-AUSBLICK
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Nr. 3 vom 21.01.2018
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Hanspeter Willi

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