TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Zitterklapfen/Glattecker, Glattegger, 2403 m.ü.M.

Zitterklapfen/Glattecker, Glattegger
2403 m.ü.M.
A - Vorarlberg
791643 | 238331 (Schweiz)
47:16:4:N | 9:58:17:E
ÖK50 1224 NL 32-02-24 Hohenems, M: 1:50000; Kompass 32: Bludenz, Schruns – Klostertal; M: 1.50000
Der Zitterklapfen bildet die höchste Erhebung in der gegen 12 km langen Gebirgskette zwischen dem Faschinajoch (1486 m) und dem Schadonapass (um 1820 m).
Diese Kette bildet den imposanten nördlichen Abschluss des Lechquellengebirges.
Am höchsten Punkt befindet sich ein Gipfelkreuz.

Aufbau:
Der Zitterklapfen baut sich als 2 km langer, von West nach Ost verlaufender, trapezförmiger Grat. Er weist mit dem Hochscherekopf (Westgipfel, 2303 m), dem Glattecker (Hauptgipfel, 2403 m) und dem Nägelefluhkopf (Ostgipfel, 2314 m) drei Erhebungen auf.
Auf Höhe des Hauptgipfels verläuft ein Grat aus der Grauen Furka (um 2150 m) über das Wilde (2258 m) und das Grüne Gräshorn (2201 m) als Annalper Grat nordwärts.
Die Nordflanke wird durch Felswände gebildet, nordöstlich ist ein gestuftes Hochkar eingelagert.
Die steile Südflanke besteht aus grasigen Schrofen.

Gestein:
Hauptdolomit.

Normalwege:
Von Norden aus dem Dürrenbachtal über das nordöstlich eingelagerte Hochkar und den Ostgrat.
Von Süden ab Kasperslochalpe über die Südrippe des Nägelefluhkopfes und den Ostgrat.

Erste dokumentierte Besteigung:
Um 1878/1879 - C.Buder und Fr. Arnold.

Panorama:
Von Nord bis Ost reihen sich die Allgäuer Alpen. Es folgen bis Südost die Lechtaler Alpen und das Verwall. Bis Süd dominieren dann die höheren Gipfel des Lechquellengebirges, dahinter das Verwall und die Silvretta. Zwischen Süd und Südwest zeigen sich erst die Bernina- und Adulaalpen, dann das Rätikon. Bis West türmen sich anschliessend die Glarner Alpen, mit Durchblick bis in die Berner und Urner Alpen. Im Westen dominieren die Appenzeller Alpen. Mit dem Bregenzerwaldgebirge endet gegen Norden hin die Rundsicht.

Namensgebung:
Der Gipfel ist um 1640 auf der Bucelin-Karte naturgetreu gezeichnet, aber nur die Blasenka aufgeführt.
1783 ist der Gipfel urkundlich erwähnt als Zitterklapfen Spitz.
Der Name soll von den 'Zittern', den dürren Stangen der Wetterbäume abgeleitet sein. Klapf ist die lokale Bezeichnung für einen Felskopf. Glattecker soll sich auf die südseitig steil abfallenden Hauptdolomitplatten beziehen.

Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 583 m
Bezugsscharte: Schadonapass (um 1820 m)
Prominence master: Braunarlspitze (2649 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.

Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 6.75 km
Dominance master: Bratschenkopf (2520 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.
Ergänze diesen Gipfel (Zitterklapfen) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Zitterklapfen (Quelle: meteomedia.de)
 
Nr. 7 vom 30.08.2018
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