TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Foostock/Ruchen, 2610 m.ü.M.

Foostock/Ruchen
2610 m.ü.M.
CH - Glarus - St. Gallen
737465 | 202185 (Schweiz)
46:57:23:N | 9:14:41:E
Der Foostock ist die höchste und zugleich eine der bedeutendsten Erhebungen zwischen Walensee und Foopass. Der Gipfel wird durch ein Schuttdach mit ost- und südseitig markanten Felswänden gebildet.
Am höchsten Punkt findet sich ein grosser Steinmann, an der nördlichen Begrenzung des Gipfeldaches ein ansehnliches Holzkreuz.

Aufbau:
Der Foostock ist ein Bergstock mit vier markanten Graten.
Vom Nordende des schuttigen Gipfelrückens zieht der mit den Schmidstöck gespickte, mehrheitlich aber aus Schutt bestehende Nordgrat zur Walabützer Furggle (2167 m). Von hier senkt sich auch der felsige Nordostgrat hinunter ins Walabütz.
Vom Südende des Gipfeldaches zieht der im Foostöckli nochmals eine deutliche Erhebung bildende Westgrat über den Grüenenspitz und den Fanenstock hinunter nach Elm. Der kurze, aber steile Ostsüdostgrat läuft in den Weiden der Alp Foo aus.
Die Ost- und die Südseiten werden von markanten Felswänden gebildet, in denen die Glarner Überschiebung gut sichtbar ist. Westseitig ziehen durch ein Felsband unterbrochene Schutthalden bis zum höchsten Punkt.

Gestein:
Der Unterbau besteht aus Wildflysch, darüber liegt der bedeutend ältere Verrucano mit Plagioklasgneis und Phylliten.

Normalwege:
Entlang des Westgrates mit Ausgangspunkt Foopass, der sich von Elm wie aus dem Weisstannental leicht erreichen lässt. Der Zugang ist auch aus dem Chrauchtal über die Alp Riseten möglich.
Über den Nordgrat, den man aus dem Chrauchtal über die Alp Riseten sowie aus dem Weisstannental über die Matthütten erreicht.

Erste dokumentierte Besteigung:
Hierzu liegen keine Fakten vor. Auf Grund seiner relativ leichten Erreichbarkeit wurde der Gipfel wohl bereits seit alters her von Hirten und Jägern bestiegen.

Panorama:
Zwischen Nord und Nordost finden sich über den östlichsten Ausläufern der Glarner Alpen die Appenzeller Alpen. Bis Nordost folgt das Rätikon, dahinter das Bregenzerwald- und das Lechquellengebirge sowie die Allgäuer Alpen.
Im Osten sperrt der Pizol mit seinen umliegenden Gipfeln die Sicht. Dann reicht die Fernsicht in die Silvretta und die Albulaberge, dahinter der Ortler.
Von Südost bis Südwest sperren das Ringelgebirge und die Kette vom Piz Sardona bis zum Vorab die Weitsicht. Lediglich rechts des Piz Sax zeigen sich der Piz Platta und versteckt auch der Monte Disgrazia, zudem zwischen Laaxer Stöckli und Vorab einige Gipfel um die Greinaebene.
Von Südwest bis Nord reihen sich abschliessend die Erhebungen der Glarner und Urner Alpen.

Namensgebung:
Foo wird vom lateinischen 'fundus' für 'Grund' her kommend gedeutet.
Der alternative Gipfelname Ruchen ist im Sarganserland unbekannt und mag wohl lediglich im Glarnerland zur Anwendung kommen.

Die Erstauflage des betreffenden SAC-Führers aus dem Jahr 1902 führt den Gipfel als Foostock mit einer Höhe von 2610 m.
Auf der Dufourkarte ist der Gipfel ab 1859 als Ruche mit einer Höhe von 2613 m aufgeführt. Die Siegfriedkarte von 1874 führt den Gipfel dann als Foostock mit einer Höhe von 2610 m, der Name Ruche wird fallengelassen. 1918 wird die Höhe auf 2614 m angepasst. Die LKS führt den Gipfel ab 1951 als Foostock oder Ruchen mit einer Höhe von 2610,7 m.

Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 388 m
Bezugsscharte: Foopass (2223 m)
Prominence master: Gross Schibe (2937 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.

Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 2.75 km
Dominance master: Gross Schibe (2937 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Foostock (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-AUSBLICK
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Nr. 3 vom 24.12.2017
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Hanspeter Willi