TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Großer Möseler/Grosser Möseler, Mösele, Grande Mèsule, 3480 m.ü.M.

Großer Möseler/Grosser Möseler, Mösele, Grande Mèsule
3480 m.ü.M.
A - Tirol
46:59:33:N | 11:46:54:E
ÖK50, Blatt 2106 - Sand in Taufers, 1:50'000 / ÖK25V, Blatt 2106 West - Hochfeiler 1:25'000 / Topografische Wanderkarte, Sand in Taufers / Campo Tures, Blatt 036, 1:25.000, Casa Editrice Tabacco
Der Gipfel bildet die zweithöchste Erhebung der Zillertaler Alpen.
Am höchsten Punkt befindet sich ein Gipfelkreuz.

Aufbau:
Der Gipfel weist drei markante Grate auf.
Der Südwestgrat verläuft über den Westlichen Möselerkopf zum Neveser Sattel (3025 m).
Der Ostgrat stellt über die Östliche Möselerscharte (3240 m) die Verbindung zum Turnerkamp (3420 m) her.
Der Nordgrat senkt sich zum Schönbichler Horn (3133 m).
Im Westen sind das Schlegeiskees und das Furtschaglkees, im Nordosten das Waxeggkees eingelagert.
Die Südseite ist gletscherfrei. Der Östliche Neveser Ferner hat sich zum Turnerkamp hin zurückgezogen, der Westliche Neveser Ferner ist nahezu verschwunden.

Gestein:
Orthogneis.

Normalwege:
Von Norden ab Furtschaglhaus DAV über das Furtschaglkees und den Westgrat.
Von Süden ab Neveser See über die Südflanke.

Erste dokumentierte Besteigung:
16.6.1865 - G.H.Fox, Douglas William Freshfield, Francis Fox Tuckett mit den Führern François Devouassoud (Chamonix) und Peter Michel (Grindelwald) sowie zwei namentlich nicht bekannten Trägern, von Lappach über den Östlichen Nevesferner und den Südgrat, mit Abstieg ins Schlegeistal zu den Almhütten bei Breitlahner.
Die 5. Auflage des Hochtourists aus dem Jahre 1928 führt als Erstbesteiger Tuckett, Freshfield, Backhouse und Fox mit den Führern Michel und Devouassoud.

Panorama:
Im Westen dominieren der Hochfeiler und die Hochfernerspitze, dahinter die Ortler- und Berninaalpen, gefolgt von den Ötztaler Alpen.
Gegen Nordwesten hin folgen die Stubaier Alpen, davor der Schrammacher und der Olperer.
Nach Norden hin reicht die Sicht bis zum Wetterstein- und Karwendelgebirge. Im Nordosten zeigen sich dann das Kaisergebirge und die Berchtesgadener Alpen.
Es folgen gegen Osten hin die Hohen Tauern und die Rieserfernergruppe.
Gegen Südosten reihen sich die Gipfel der Karnischen Alpen, dann dominieren bis Süd die Dolomiten.
Mit den Gardaseebergen, der Brentagruppe und der Adamello-Presanella-Gruppe im Südwesten schliesst sich der Kreis.

Namensgebung:
Die Erstausgabe des Hochtourists aus dem Jahre 1894 führt den Gipfel als Mösele oder Möselenock mit einer Höhe von 3486 m. Ab der 4. Auflage aus dem Jahre 1911 wird Möselenock dann der unbedeutenden Firnkuppe (3423 m) südwestlich des Mösele zugeteilt.
Der Name 'Mösele' bezieht sich auf einen Sumpf auf der Südseite des Gipfels.

Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 455 m
Bezugsscharte: Neveser Sattel (3025 m)
Prominence master: Hochfeiler (3509 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.

Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 4.7 km
Dominance master: Hochfeiler (3509 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.
Ergänze diesen Gipfel (Großer Möseler) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESEM GIPFEL (AUSWAHL)
Rother Ostalpen Hochtourenführer (6. Auflage 2015)
 
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Großer Möseler (Quelle: meteomedia.de)
 
Nr. 4 vom 07.08.2018
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Peter Worbs, Hanspeter Willi