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Gipfel: Damāvand (Damavand), 5671 m

Sputnik

Route: Südroute (Normalweg)

Südroute (Normalweg)
Berg-/Hochtour (Sommer)
2680 m
48.0 Stunden
Die besten und wettersichersten Monate sind Juli bis September. Die technischen Schwierigkeiten stellen eigentlich kein Problem auf allen Routen dar, meist muss man nur kurze Stellen im Grad I überwinden. Dennoch ist der Berg wegen seiner Höhe und freistehenden Lage nicht zu unterschätzen. Im Gipfelbereich ist die Temperatur tagsüber auch im Sommer meist unter -5°C und es ist oft stark windig. Zudem kann man auch im Sommer (auch wenn es selten zutrifft) durch einen Wetterumsturz mit Schneefall oberhalb 5000m schnell in eine missliche Lage geraten wenn man zu wenig gut ausgerüstet ist. Im Winter und Frühling bietet sich der Berg für Skitouren an, dann kann es aber auf dem Gipfel trotz Windstille bis -40°C kalt werden! 1970 war wegen widrigen Wetterverhältnissen sogar der berühmte Reinhold Messner gescheitert. Ein anderes Problem des Berges ist seine Höhe, man sollte sich zuvor bei weniger hohen Bergen akklimatisieren oder dementsprchend langsam Aufsteigen und sich dann drei oder vier Tage Zeit für die Besteigung nehmen. Die Normalroute ab Guwsfandsara verläuft auf der Südseite des Berges; auch die anderen Routen sind nicht schwieriger, man muss nur von weiter unten starten und braucht dann eher drei Tage bis zum Gipfel.
TAG 1: Ab Rineh (wo die Basisbergeteigeunterkunft liegt) fährt man mit dem Auto über Pisten bis Guwsfandsara auf 3000m, hier liegt auch das Lager 1 bei einer Moschee wo man nochmals übernachten kann zur besseren Aklimatisation. Leider kommt man bei der Besteigung über Normalroute nicht herum das Permit (50 US-Dollar) hier zu lösen, dieses wird bei der Ankunft im Lager 2 später kontrolliert! Wer sein Gepäck nicht selbst tragen möchte kann es hier von eimem Esel und Hirten ins Lager 2 hochschleppen lassen. Gleich hinter der Moschee beginnt der nicht allzu steile Bergpfad über alpine Weiden zum Lager 2. Man überquert einige mit Pflanzen überwachsene, uralte Lavaströme und kürzere Steilstufen bis man nach etwa 3-4 Stunden im Lager 2 auf einer Felsterrasse ankommt. Das Lager 2 auf 4150m ist das eingentliche Hochlager, hier leigt auch die Schutzhütte Bargah-e Sevvom. Die Hütte hat 30 Plätze und ist meist vollends überfüllt, man kann sich hier jedoch für zusätzliche 10 US-Dollar ein gemütliches Zelt mieten (Schlafsack und Gaskocher müssen aber selbst mitgenommen werden). Zur Zeit wird eine neue Hütte gebaut, nächstes Jahr (2007) sollte sie fertig sein und man sollte dann mit Halbpension übernachten können. Zur besseren Akklimatisation lohnt sich ein Aufstieg am Nachmittag noch bis auf 4500m, um anschliessend zum Zelt zurückzukehren.
TAG 2: Da die die Gefahr der Wolkenbildung am späteren Vormittag besteht sollte man sehr früh starten; es geht oft über Pfadspuren hoch, manchmal muss man jedoch einfach über kleinere Lavafelsen klettern. Ab 5200m machen sich die ersten Schwefelgerüche bemerkbar. Die Umgebung ändert sich ebenfalls, gelbe Schwefelablagerungen und fast weisse Felsen beherrschen nun die Landschaft. Etwas weiter oben beginnen dann die Löcher aus denen Schwefeldämpfe austreten. Trotz der Höhe sollte man die Stellen schnell passieren, dies gilt besonders für die grossen Ausbrüchre kurz unter dem Kraterrand. Man kann eigentlich über die Schwefelfelder die Route zum Gipfel wählen wie man will, nur muss man schauen von wo dass der Wind kommt um nicht gerade in die dicksten Schwefelgaswolken zu geraten. Vom Kraterrand erreicht man in wenigen Minuten den höchsten Punkt mit 5671m, der Gipfelfelsen kann problemlos über wenige Meter erklettert werden. Lohnenswet ist auch die Umrundung des Kraters von 300m Durchmesser.
Biwakausrüstung und sehr warme Kleidung. Wenn Schnee liegt sind Steigeisen ratsam. Ein Seil ist nicht nötig.
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Nr. 1 vom 10.10.2006
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