TourenFührer - Route

Gipfel: Aconcagua , 6962 m

Sebastian Geiger

Route: Normalroute ueber Confluencia - Plaza de Mulas (Basecamp). Von dort ueber Camp Alaska nach Nido de Condores. Von dort aus direkt zum Gipfel.

Normalroute ueber Confluencia - Plaza de Mulas (Basecamp). Von dort ueber Camp Alaska nach Nido de Condores. Von dort aus direkt zum Gipfel.
Berg-/Hochtour (Sommer)
1412 m
10.0 Stunden
Der Weg zum Basiszeltlager Plaza de Mulas beginnt bei dem Försterhaus in Horcones.
Der erste Tag ist dafür gedacht, das Zeltlager in Confluencia zu erreichen. Nachdem die Formalitäten zum Eintritt bei den Förstern erledigt sind, wo die Unterlagen vorgelegt werden müssen (für Trekking und Aufstieg) und der zuständige Förster die nummerierten Beutel für den Abfall übergibt, beginnt der Aufstieg über die Quebrada de Horcones, vorbei als erstes an der Laguna de Horcones.
Immer dem gut markierten Weg folgend, geht es weiter nach oben zum nächsten wichtigen Punkt, der Brücke, die den Fluss Horcones überquert (diese Brücke wurde während der Dreharbeiten zu dem Film “Sieben Jahre im Tibet” gebaut). Man überquert diese Brücke und geht weiter nach oben zu einem ziemlich grünen Gebiet, genau dort, wo die sich die Mündung des “El Durazno” befindet.
Von hier aus kann man den Weg gut überblicken, der immer neben dem Fluss verläuft. Es geht langsam, aber ständig aufwärts. Dann kommt man im Zeltlager von Confluencia an.
Confluencia > Plaza de Mulas
Dieser Teil der Strecke ist ziemlich lang mit einem grossen Höhenunterschied. Deshalb ist es empfehlenswert, innerhalb des Akklimatisierungsplanes einen Trekkingausflug zur Südwand (Plaza Francia, 4200m) zu unternehmen, um somit eine langsame Akklimatisierung zu erreichen und mit besseren Konditionen in Plaza de Mulas anzukommen.
Ab Confluencia geht der Weg weiter bis zur Brücke über den unteren Fluss Horcones. Es ist ein schwieriges Gebiet und es gibt viele Hinweise, die zu dieser Brücke führen. Nachdem man den Fluss überquert hat, geht der Weg weiter neben dem linken Flussufer des unteren Río Horcones und man erreicht eine Gegend mit älteren Moränen, die letztendlich in die “Playa Ancha” zusammenführen, eine Fläche von 10 km Länge auf einer Höhe von 3600 bis 3800 m.
Playa Ancha, eine einzigartige Formation aus Geröll, wo sich hauptsächlich abgerundete Felsen befinden, endet an einem anderen wichtigen Ort dieses Tages, dem “Ibánez”. Genau am Fusse der Felsentürme, die den Anfang der Westseite des Aconcaguas bilden. Hier verändert sich das Gebiet noch einmal, es wird schwieriger und steiler, man überquert ständig das Geröll der Westwand, das sich mit älteren Moränenablagerungen abwechselt, immer rechts am oberen Fluss Horcones.
Jetzt gelangt man an die Reste einer von den Militärs errichteten Hütte, die von einer starken Lawine überrollt wurde und unter dem Namen “Colombia” (4070m) bekannt ist, genau links des Weges. Hier beginnt die “Cuesta Brava”, die, obwohl sie nicht lang ist, sehr steil ist, ein guter Anfang in der Welt der 4Tausender.
Nach der Cuesta Brava geht der Weg weiter zwischen Moränen bis man letztendlich oben im Zeltlager Plaza de Mulas ankommt, wo sich die Unterkunft der Förster befindet, und man seine Erlaubnis für den Zutritt (check-in) vorlegen muss.
Plaza de Mulas ist eine kleine Stadt von Zelten. Zahlreiche Firmen bieten hier ihren Service für Expeditionen an, Küchen, Esszelte, Internetanschluss in der Hauptsaison. Ausserdem befindet sich hier eine ärztlicher Notdienst.
15 Minuten zu Fuss westlich des Zeltlagers befindet sich die Berghütte-Hotel Plaza de Mulas, wo man früher auch übernachten konnte und den Service (Essen und Trinken) für Bergsteiger in Anspruch nehmen konnte. Inzwischen ist dieses Hotel glücklicherweise geschlossen!
Mulas > Camp Canada
En gut markierter Weg beginnt in Plaza de Mulas im Zickzack ziemlich steil nach oben zu einem engen Pass zwischen Felshängen gelegen, bekannt als „El Semáforo“ (4550m).
Von hier aus geht der Weg weiter über recht gut gekennzeichnete Varianten bis man zu einem Felsformierung gelangt, inmitten einer eintönigen Gesteinsgegend, bekannt als „Las piedras Conway“ (4750m), benannt in Erinnerung an Sir Conway. (William Martin Conway, Wissenschaftler, Kunstprofessor und grosser englischer Bergsteiger, der 1898 den „Filo de Guanaco“, der die beiden Gipfel des Aconcaguas vereint, erreicht hatte).
Der Aufstieg geht weiter hinauf bis man zu einer Diagonalen links gelegen kommt, um danach im Zickzack links bis zu einer felsigen Zinne zu gelangen, die Teil des Eingangs zur „Plaza Canadá“ (5050m) bildet.
Camp Canada > Nido de Condores
Auf einer längeren Diagonalen verlässt man Plaza Canadá bis man zu einem bedeutenden Felsen inmitten eines eintönigen Gebiets gelangt, bekannt als der Stein der 5000m. Im ständigen Zickzack geht es weiter bis zu einem weiteren wichtigen Ort, dem „Cambio de Pendiente“ (5300m). Hier kann man rasten und zelten, da es ansonsten nur zwei andere Möglichkeiten gibt: „Cambio de Pendiente“ und „Berlín“.
Ab Cambio de Pendiente bestehen zum weiteren Aufstieg zwei Möglichkeiten, die von dem Zustand des Gebietes abhängen; im Zickzack nach oben bis zu den nördlichen Hängen in Richtung „Gran Acarreo“, um von dort einfach zum Nido de Cóndores zu gelangen, oder direkt nach oben über das Gebiet, das aus dem Gran Acarreo und dem Cerro Manso besteht, aber immer nur dann, wenn es eisfrei ist.
Zum Schluss gelangt man zum “Nido de Cóndores“, das sich aus auffallend spitzförmigen Felsen zusammensetzt. Dort empfiehlt es sich eine windgeschützten Zeltplatz aufzusuchen!
Nido > Camp Berlin
Dieser Teil ist wesentlich kürzer als der vorherige, aber man muss daran denken, dass er durch die Höhe schwieriger ist, es kann dort evtl. zu Atemnot führen. Ganz bestimmt wird man langsamer gehen müssen.
Der Weg geht weiter nach oben in Richtung Osten, bis man nach einem längeren Zickzackweg, der die verschiedenen felsigen Vorberge verbindet, ankommt. Von dort hat man einen herrlichen Blick, je höher man klettert, unter uns die meisten der niedrigen Berggipfel.
Hier gelangt man an den nächsten bekannten Punkt auf diesem Weg, dem „Balcón Amarillo“ (5800m), eine schöne felsige Form, die zu einem wohlverdienten Ausruhen vor dem letzten Teil einlädt.
Hier verläuft der Weg in Richtung Osten und nach ein paar Kurven gelangt man gegenüber einer Diagonalen, die direkt zu einem gelbfarbigem Felsen führt. Dies ist der Weg nach „Plaza Cólera“ (5970m), eine weitere Alternative, um nach „Berlín“ (5930m) zu gelangen.
Camp Berlin > Indepedencia
Der Weg ist hier gut markiert und verläuft zwischen felsenartigen Formationen bis zu einem Gebiet mit Felsen eigenartiger und sehr reinen Formen, bekannt als „Piedras Blancas“ (6060m). Hier verläuft der Weg weiter an der Nordschneide, bis man kurz danach zum Nordwesthang des Berges gelangt. Von dort geht der Aufstieg weiter zu dem „Refugio Independencia“ (6380m).
Independencia > Gipfel
Man erreicht eine Schneide westlich der Unterkunft, bekannt unter „Portezuelo del Viento”. Ab hier beginnt das Abenteuer, ein längerer Weg mit wenig Höhenunterschied, der über den Gran Acarreo in Richtung Osten-Westen verläuft. Das Klima kann hier sehr wechselhaft sein. In diesem Gebiet gibt es hautsächlich Morgenwinde, die aus den Tälern kommen, die mit ihrer grossen Kraft dazu führen, dass die gefühlte Temperatur noch niedriger erscheint. In der Gegend kann man mitunter gefrorenen Schnee, Eis, vorfinden, weswegen man Steigeisen und Eispickel dabei haben sollte. Das Gefälle liegt bei 30 Grad, aber das Ausrutschen auf einer dieser Schneefelder könnte in dieser Höhe unangenehme Folgen haben. Der Weg geht weiter bis zu einer viel steileren Diagonalen, diese wiederum führt uns zum Fuss der „La Canaleta“, wo sich eine Felswand, bekannt als „La Cueva“(6650m) befindet. Man erreicht diese Rinne über steile Wege, die am äusseren Westen liegen, ganz in der Nähe der Felswand. Diese wird breiter bis sie sich verläuft. Hier geht es weiter nach rechts über ein steiniges und steiles Gebiet. Von dort aus wieder im Zickzack, wenn man direkt zur Schneide gehen will. Kurz davor gibt es einen Weg, der den „Filo de Guanaco“ einige Meter kreuzt, somit umgeht man die Südwand. Hier befindet man sich auf 6800m Höhe, östlich kann man den Gipfel erkennen, genau am Ende des Weges. Dieser Teil, der eigentlich recht kurz aussieht, dauert 45 Minuten oder eine Stunde bei ständigem Gehen. Es ist der Teil, wo sich unsere physische und die mentale Form zeigt, die Akklimatisierung, um sich der Herausforderung zu stellen. Zum Schluss geht man nach einigen Metern am „Filo de Guanaco“ einen steinigen Weg nach oben, der um den Gipfel geht in Richtung Norden, um letztendlich über die letzten Stufen des Felsen auf den Gipfel zu gelangen.
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Nr. 1 vom 01.03.2013
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Sebastian Geiger

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