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Gipfel: Hoch Ducan / Piz Ducan, 3063 m

j_sp

Route: "Bene Ries Memorial" (N-Gully)

"Bene Ries Memorial" (N-Gully)
Nordwände
220 m
8.0 Stunden
Schwierigkeit M5, WI 4 220m (5 SL)
Topo unter http://files.beneries.de/HochDucan_Nordgully_Topo.pdf

Die "Bene Ries Memorial" (Nordgully) ist die tiefe Schlucht, welche die nordexponierte Felsbastion des Hoch Ducans durchzieht. Nach drei anspruchsvollen Eis-Seillängen folgen nochmals zwei Längen in Schnee und leichtem Eis durch eine eindrückliche, teilweise nur 1-2 Meter breite Schlucht. Die Tour endet im Gipfelhang des Hoch Ducans.

Die Tour ist Bene Ries gewidmet, der nur gerade zwei Monate nach der Erstbegehung in den österreichischen Alpen tödlich verunglückt ist.

Zustieg: Von Sertig in etwa 3 bis 3,5 Stunden über schöne, offene Hänge (bis 35°) bis unter die Nordwand des Hoch Ducans. Zuletzt über einen steileren Hang bis zum Einstieg. Bei 'erheblich' am Limit. Der Einstieg befindet sich auf rund 2730m, etwa bei 784360/173850.

Seillängen:
1. 40m M5 R: Eine kurze Säule (8m 90°, M5) aus sehr schlechtem Eis, im Fels kann man aber Keile und Friends setzen. Danach nochmals 20 Meter 70° Glasuren auf Fels, kurze Schrauben und evtl. Schlaghaken. Stand an solidem Eis nach dem Schneefeld.
2. 50m Wi2+, 15m 75°, danach Schnee und kurze Stufen bis unter den Vorhang.
3. 30m Wi4, eine kurze Kerze (7m 90°, Wi4)Danach nochmals etwa 15 Meter bis 80° (WI 3) bis zum Stand vor dem Schneecouli.
4. 50m Schnee, Stand an solidem Eis.
5. 60m Schnee und kurzes Eis (bis etwa Wi2), Stand und Wandbuch vor der letzen kurzen Stufe.
6. 3m 85°, danach Schneehang mit vermutlich meist viel eingeblasenem Schnee der sich in ca. 120m zum Gipfelgrat hinzieht. Ab Gipfelgrat in wenigen Minuten weiter schräg links aufwärts zum höchsten Punkt. Abseilen zurück zum Wandbuch an Köpfle möglich (1x60m, 1x55m, Abseilschlingen hinterlassen)

Die Schwierigkeiten können natürlich je nach Eislage stark variieren.

Material: Neben der üblichen Eiskletterausrüstung empfehlen sich 10er Schrauben, ein Set Friends und Keile, und eventuell Schlaghaken. Die Erstbegeher haben kein fixes Material hinterlassen (bis auf einen Bolt fürs Wandbuch).
Die erste Länge ist oberhalb der Einstiegssäule bei sehr dünnem Eis schlecht abzusichern (Fels hier auch eher hakenfeindlich geschlossen)und erfordert gute Vorstiegsmoral in jedoch gut zu kletterndem M4-Gelände.

Abstieg: Abseilen an Abalakovs.

Eine eindrückliche Eiskletterei mit Hochtourencharakter.
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Nr. 9 vom 14.05.2013
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