TourenFührer - Route

Gipfel: Corno Baitone, 3331 m

Hanspeter Willi

Route: Ponte del Guat - Rifugio Tonolini CAI - Südflanke

Ponte del Guat - Rifugio Tonolini CAI - Südflanke
Alpine Wanderung
1781 m
6.5 Stunden
Ausgangspunkt für eine Besteigung ist Ponte del Guat (ca. 1550 m) im Val Malga. Ponte del Guat erreicht man mit dem Auto auf stellenweise sehr schmaler Strasse ab Sónico oder Malonno im Val Camonica.

Man folgt zu Fuss der ab hier mit einem Fahrverbot belegten Strasse etwa 500 Meter zu den Hütten der Malga Premassone.
Schwierigkeit: T1, Strasse

Hier überquert man den Torrente Remulo und steigt auf einem guten Wanderweg erst durch Wald, dann durch stellenweise steile Grasflanken zum Stausee Lago Baitone auf. Entlang der Westseite des Stausees erreicht man nach einem kurzen Steilanstieg das auf 2467 Meter am kleinen Lago Rotondo gelegene Rifugio Franco Tonolini des CAI.
Schwierigkeit: T2, Pfad, Markierung 13, bis hierher 2 1/2 – 3 Stunden

Vom Rifugio Tonolini führen Pfadspuren und gut sichtbare Markierungen nordwärts über den Lago Lungo zu den Lagi Gelati und weiter – sich in den Weg stellende Schwierigkeiten in Form von Felsbänken in weiten Schlaufen umgehend - bis unter die steile Südflanke des Corno Baitone, wo das feste Gestein in Geröll übergeht.
Schwierigkeit: T3, Pfad oder gute Markierung 50, etwa 2 1/2 – 3 Stunden ab Rifugio Tonolini

Man quert im Geröll aufsteigend in den östlichen Teil der Südflanke, wo die kompakte Wand von Rinnen und Schrofen durchsetzt ist. Hierbei ist unbedingt der trügerischen Spaltengefahr Rechnung zu tragen, da sich unter dem Geröll nach wie vor die Überreste der ehemaligen Vergletscherung befinden!
Schwierigkeit: T4, Begehungsspuren, Markierungen, Vorsicht: kleinere Spalten!

Die Markierungen leiten nun in überwiegend leichter Kletterei die letzten 200 Höhenmeter durch die etwas brüchige Flanke zum Gipfel, wobei im unteren Teil des Aufstiegs die Markierungen nicht unbedingt die leichteste Route darstellen. Mit etwas Gespür für Routen und Gelände lässt sich hier manche Schwierigkeit umgehen.
Schlüsselstelle des Aufstiegs bildet ein kurzer, fast senkrechter, mit dubiosen Blöcken bespickter Kamin im Schwierigkeitsgrad II, über den man den wieder flacheren, oberen Teil der Flanke erreicht.
Schwierigkeit: T5, kurz T6, Kletterei bis Schwierigkeitsgrad II in stellenweise brüchigem Gelände, bei Anwesenheit mehrerer Partien Steinschlaggefahr beachten
Zeitbedarf: etwa 45 Minuten
Bei guten Tourenbedingungen, wie man sie im Hochsommer und Frühherbst normalerweise antrifft, ist für dieses Terrain gewohnte, etwas klettergewandte Berggänger nebst gutem Schuhwerk und einem Helm gegen allfällig zu erwartenden Steinschlag keine weitere Ausrüstung notwendig.

Bei erschwerten Verhältnissen wie Nässe, schattseitig gefrorenem Boden, Schneelage oder Vereisung - was gerne, aber nicht ausschliesslich im Frühsommer oder Herbst auftritt - führt der vernünftige Berggänger mindestens Grödel oder Steigeisen mit sich und passt sein Verhalten am Berg den aktuell herrschenden Verhältnissen an.

Betreffend Schwierigkeitsbewertung beachtet bitte die neue Berg- und Alpinwanderskala des Schweizerischen Alpenclubs (http://www.bergportal.ch/infos/SAC_Wanderskala.pdf).
Ergänze diese Route (Ponte del Guat - Rifugio Tonolini CAI - Südflanke) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 2 vom 10.07.2010
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Hanspeter Willi

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