TourenFührer - Route

Gipfel: Mont Vélan, 3727 m

Kolkrabe

Route: Arête de la Gouille

Arête de la Gouille
Berg-/Hochtour (Sommer)
1100 m
4.5 Stunden
Lohnende Alternative zum Normalweg. Zwar etwas schwieriger als dieser, aber auch für Durchschnittsalpinisten gut zu bewältigen. Mit dem Normalweg im Abstieg ergibt sich eine ideale Überschreitung des Berges.

Vom hinteren Ende der Hüttenterrasse folgt man erst dem horizontal zur Moränenkrone führenden Weg, danach den mit Steinmännern markierten Steigspuren über die Moräne zum Gletscher, den man etwa auf 2700 m betritt. Bis hierhin teilweise etwas mühsam und nicht immer eindeutig zu finden. Den Gletscher quert man leicht ansteigend in östlicher Richtung zum Fuss des Mont de la Gouille. Auf rund 2900 m wendet man sich südostwärts - entweder im den Gletscher östlich begrenzenden Geröll (mühsam) oder über das Eis, das allerdings teilweise etwas steiler wird. Im obersten östlichen Winkel erreicht man die Felsen am Fuss des Col de la Gouille. Nach wenigen Metern über loses, vom Gletscherschwund zurückgelassenes Geröll kommt man zur ersten Leiter. Durchgehend gut versichert ist anschließend schnell der Col de la Gouille erreicht.

Vom Col folgt man durchgehend dem Grat, der nur an wenigen Stellen und für wenige Meter in die Flanken verlassen wird. Gelegentlich haben sich an den leichteren Stellen Steigspuren herausgebildet. Die Kletterei im eher weniger festen Fels übersteigt nirgends den II. Grad nach UIAA. Nur bei einem Felskopf im mittleren Teil des Grates wird die Kletterei teilweise etwas ausgesetzter, beim senkrechten Abstieg in die letzte Scharte vor dem Schlussaufschwung hilft eine Kette. Der Aufschwung nach der Kette wird vorteilhaft rechts am Grat über plattigen Fels angegangen und nicht - wie wir es gemacht haben - in der unglaublich brüchigen Flanke links davon. Dort finden sich auch einzelne Haken. Der Weiterweg über den Felsgrat ist danach leicht. Bei etwa 3580 m taucht der Felsgrat im Gipfeleisfeld unter, über das man sorglos (jedenfalls bei guter Sicht ...) den Gipfel erreicht. Dieser stellt sich als fussballfeldgroßes Eis- und neuerdings Geröllplateau dar, dessen exakt höchsten Punkt zu finden eine Fleissaufgabe für Pedanten ist.
Seil, Steigeisen, Pickel, Helm, 2 Bandschlingen, 2 Expressen, und natürlich alles Nötige für Spaltenbergung - beim Abstieg am Normalweg warten beachtliche Spalten!
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topo.verlag Hochtouren Topoführer Walliser Alpen (2016)
Rother Hochtouren Westalpen (2013)
 
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Nr. 4 vom 14.08.2012
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Michael, Kolkrabe

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