TourenFührer - Route

Gipfel: Dent Blanche, 4357 m

b&s

Route: Vier-Esels-Grat

Vier-Esels-Grat
Berg-/Hochtour (Sommer)
1800 m
10.0 Stunden
zustieg:
von der cabane mountet (2886m) gut 200 hm auf den stark zurückgeschmolzenen glacier del obergabelhorn absteigen, über zwei moränenzüge südwestlich auf den glacier durand wechseln und entlang der route auf den col durand aufsteigen.
für den originaleinstieg des vier-esels-grates wendet man sich auf dem oberen gletscherplateau (~3230m) richtung NW, um über das auffällige linke couloir den eigentlichen grat zu erreichen. (2h)
will man den grat via den SE-arm (martinsgrat) erreichen, startet man im col de zinal (3488m). diesen erreicht man entweder via col durand (3436m), steigt auf der gletscherschulter richtung pointe de zinal an, um oberhalb der abbrüche (~3600m) nach westen zum grat zu queren und den pass absteigend zu erreichen. oder direkter: man erklettert direkt vom gletscherplateau des glacier durand die steile firn- und eiswand, die zum col hochzieht (45°, gegen schluss 50°). vom eis zieht ein feiner eisschlauch hoch, den man circa 20m unter dem grat über eine schwach ausgeprägte rampe nach rechts verlässt, um an deren ende den grat zu erreichen. (3h)

route(n):
beide routen verfolgen bis zum vereinigungspunkt (~4040m) mehrheitlich die gratschneide. beim viereselsgrat werden die schwierigkeiten eher auf der plattigen nordseite angegangen, während man am martinsgrat zwei steile türme auf der südseite umgeht. nach dem vereinigungspunkt drängt einem ein steiler turm auf die nordseite ab. die im silbernagel-führer angegebene direkte variante über den turm haben wir nicht gefunden (ausser man ist bereit, eine unabsicherbare, überhängende wandstelle im sechsten grad in unzuverlässigem, brüchigem fels zu klettern). dafür kann man sich nach dem ersten aufschwung entlang eines schönen risses von einem rechts der kante angebrachten schlaghaken in die nordflanke ablassen. während sich die umgehung des turmes relativ einfach gestaltet, ist zumindest bei frisch verschneiten felsen das zurückklettern zum grat eine recht delikate angelegenheit. anschliessend bleibt man wieder alles auf dem grat, ein kleiner turm wird nochmals auf der nordseite angegangen. zum schluss kommt der berüchtigte, stellenweise unvorstellbar scharfe firngrat, der nochmals volle vorsicht erheischt. (7h)
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Walliser Alpen (2019)
Rother Hochtouren Westalpen (2013)
 
Nr. 4 vom 07.08.2015
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