TourenFührer - Route

Gipfel: Piz Gannaretsch, 3040 m

Hanspeter Willi

Route: Lukmanierpass - Lai Blau - Punkt 2757 - Lai Verd - Fuorcla Gannaretsch - Westgrat

Lukmanierpass - Lai Blau - Punkt 2757 - Lai Verd - Fuorcla Gannaretsch - Westgrat
Alpine Wanderung
1245 m
5.0 Stunden
Ausgangspunkt ist die Passhöhe des Lukmanierpasses.

Man folgt auf einer mit einem Fahrverbot belegten Strasse dem Südufer des Stausees Richtung Westen, bis auf Höhe des Val Termine die Pfade Richtung Capanna Cadagno SAT, Capanna Cadlimo SAC und Lai Blau verzweigen.
Schwierigkeit: T1, Strasse, markiert.
Zeitbedarf: 15 Minuten

Auf dem Pfad zum Lai Blau folgt man dem Westufer des Stausees bis ins Val Rondadura. Hier quert man auf einer Brücke den Bach, anschliessend nimmt man den Pfad, der in nordwestlicher Richtung über die Weiden der Alp Rondadura empor zum auf 2409 Meter Höhe gelegenen Lai Blau führt.
Hinweis: Der Lai Blau mit dem Scopi darüber bietet im Nachmittagslicht ein herrliches Fotomotiv.
Schwierigkeit: T2, markierter Pfad.
Zeitbedarf: 1¾ Stunden

In der Mulde nördlich des Sees steigt man über stellenweise steile, mit plattigem Fels durchsetzte Grashalden Richtung Punkt 2757.
Das Gelände ist gut gestuft und nicht so steil, wie es auf den ersten Blick scheint. Der Zustieg erfolgt vom Westufer des Lai Blaus über eine Trümmerhalde, vom Ostufer über karges Gras und Feinschutt. Den Aufstieg vollzieht man idealerweise in Flankenmitte, zuoberst weicht man der abschliessenden Felsstufe rechtshaltend durch eine gut gangbare Querung aus, worauf man über eine kleine, erst im letzten Moment sichtbar werdende Geröllmulde direkt westlich des Punktes 2757 die Gratkante erreicht.
Schwierigkeit: T4, keine Begehungsspuren, wenige Steinmännchen
Zeitbedarf: 1¼ Stunden

Über Schutt und Felsstufen im Vorfeld des Glatscher dil Lai Blau steigt man oben links haltend jenseits wenig steil etwa 120 Höhenmeter ab zur Mulde unterhalb des Lai Verd.
Schwierigkeit: T4, keine Begehungsspuren
Zeitbedarf: 30 Minuten

Dem Abfluss des Lai Verd folgend erreicht man diesen herrlich unterhalb des Piz Vatgira gelegenen Hochgebirgssee. Östlich des Abflusses findet man für den Aufstieg gut gangbares, mit Felsstüfchen durchsetztes Gras vor, am Abfluss selbst von kargem Gras überzogenen Feinschutt.
Schwierigkeit: T4, keine Begehungsspuren
Zeitbedarf: 15 Minuten

Man folgt dem Gratrücken am Ostufer des Lai Verd und quert anschliessend nordwärts zum darüber liegenden kleinen Seeauge auf 2750 Meter Höhe. Wenig steiler Schutt führt dann empor zur nördlich darüber gelegenen Fuorcla Gannaretsch, der tiefsten Stelle im Gratverlauf vom Piz Gannaretsch zum Piz Vatgira (2983 m).
Schwierigkeit: T4, keine Begehungsspuren

Zum höchsten Punkt mit von weit her sichtbarer Wetterstation am Piz Gannaretsch folgt man etwas in der Südseite versetzt dem Westgrat. Der Aufstieg vollzieht sich ohne Kletterei in einigermassen gesetztem Geröll und gegen oben hin gut gangbaren Felsstüfchen. Hie und da haben sich schwache Begehungsspuren ausgebildet.
Schwierigkeit: T4, schwache Begehungsspuren.
Zeitbedarf: 1 Stunde
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie vom Frühsommer bis Herbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.
Ergänze diese Route (Lukmanierpass - Lai Blau - Punkt 2757 - Lai Verd - Fuorcla Gannaretsch - Westgrat) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 5 vom 04.09.2013
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Hanspeter Willi

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