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Gipfel: Watzmann (Südspitze), 2712 m

AndréTT

Route: Wimbachbrücke - Watzmannhaus - Hocheck - Mittelspitze - Südspitze - Wimbachtal

Wimbachbrücke - Watzmannhaus - Hocheck - Mittelspitze - Südspitze - Wimbachtal
Klettersteig
leicht
2200 m
13.0 Stunden
Zufahrt:
Von der A8 kommend aus München ab Ausfahrt Siegsdorf auf der B306 südwärts nach Schneizlreuth. Von dort südostwärts auf der B305 nach Taubensee und Ramsau Richtung Berchtesgaden. Aus Salzburg kommend fährt man über die Autobahnabfahrt Salzburg-Süd südwestwärts auf der B305 nach Berchtesgaden. Von Ramsau aus ca. 1 km nach Taubensee passiert man kostenenpflichtigen Groß-Parkplatz an der Wimbach-Brücke (630 m) auf linker Seite.
Zustieg zum Watzmannhaus:
Über rot-weiß markierten Weg Nr. 441 an der Stubenalm vorbei und weiter zur Mitterkaser-Diensthütte bis zur Sommer-Wirtschaft der Mitterkaser-Alm (1644 m). Nach der Klima-Station schlängelt sich der helle Kiesweg hinauf zur Falzalm und weiter zum Falzkopf, auf welchem das Watzmannhaus (1928 m) thront, das in 3 Stunden erreicht wird.
Aus der Route gibt es keine Ausstiegsmöglichkeit, sondern nur Umkehren bei Wetterumschlag. Ab dem Watzmannhaus steigt man in 2 Std. anfangs über Geröllfelder serpentinenartig durch die Westflanke, dann über Felspassagen linkshaltend auf dem Nordgrat (Hochecksteig) mit einigen Seilversicherungen hinauf zum Hocheck (2651 m). Dort steht ein Gipfelkreuz und die Bergwachthütte (Notunterkunft). Danach beginnt der wohl schönste Teil der Tour: die Überquerung des Fels-spitzenreichen Grats, teilweise an dessen Westseite bis zu einer breiten Felsplatte. Über diese aufwärts ungesichert zum nächsten Gratstück rechts an einem Felsenfenster vorbei. Über mehrere Felsrampen dann zur Mittelspitze (2713 m) hinauf (1 Std.). Anfangs leicht ausgesetzt mit Seilgeländer, dann auf dem Grat meist ungesichert. Der Gratweg zur Südspitze (2712 m) ist etwas schwieriger und weitaus länger. Er führt erst westlich, dann südlich auf luftigem Grat hinab zu einer Rinne. Diese hinab zu flachem Geländebereich. Über ungesichertes Felsband hinab zu einer Scharte vor gelbem Zackengrat. Diesen umgeht man rechts. Weiter auf und ab über kleinere Felstürme zu einem markanten Gipfelblock mit Funkantenne. An diesem westlich (rechts) vorbei, um nun südwärts die Südspitze zu erklimmen. Während der 2 Std. bieten sich einem enorme Tiefblicke in die Ostwand mit der orangen Biwak-Schachtel, hinab zum smaragdgrünen Königsee mit der Landzunge, auf welche die kleine Siedlung um die Wallfahrtskapelle von St. Bartholomä steht, und auf den weiter im Osten anschließenden Obersee.
Abstieg:
Der Abstieg (1400 Hm) von der Südspitze zuerst auf dem Grat, dann in eine Scharte und durch kleine Schlucht südwärts zum Schönfeld auf steilem Schuttfeld hinab ist der schwerste Teil (Steig Nr. 441). Stolper- und Ausrutschgefahr ist möglich, so daß Konzentration und Trittsicherheit erforderlich sind. An wenigen Stellen sind Seilsicherungen vorhanden. Bei Nebel im Geröll des oberen Schönfeldes (1850 m) kann sich die Orientierung schwierig gestalten. Bei Schnee heikel, hilfreich sind dann Sommersteigeisen. Im unteren Drittel wendet sich der Weg links (südwärts) zu einer Felsrinne. Durch diese hinab, dann links querend, wobei die rot-weißen Farbmarkierungen weiß überpinselt wurden. Durch eine weiße steile Sand- und Kiesrinne zwischen Latschenkiefern führt eine lange Eisenkette hinab. Die steile Passage ist unangenehm sandig und rutschig. Schließlich gelangt man zum breiten Schuttfeld, den Wimbachgries. Nach 2 Stunden Abstieg erreicht man am westlichen Rand dieses ebenen Kies- und Schuttfeldes die Wimbachgrieshütte (1327 m). Durch die weiße Stein- und Kies-Wüste läuft man auf bequemen breiten Wanderweg (Nrn. 421, 411) durch das nur leicht abfallende, aber lange Wimbachtal zum bewirteten Wimbachschloß (937 m) und bis zum Parkplatz (2,5 Std.).
Teleskopstöcke, ggfs. Klettersteigset, Helm, Stirnlampe, Sommersteigeisen
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Nr. 1 vom 06.10.2013
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