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Gipfel: Tödi / Piz Russein, 3614 m

AndréTT

Route: Tierfehd - Pantenbrugg - Vorder Sand - Hinter Sand - Rietlen - Fridolinshütte - Schneerus - Biffertenfern - Piz Russein - retour über Tentiwang

Tierfehd - Pantenbrugg - Vorder Sand - Hinter Sand - Rietlen - Fridolinshütte - Schneerus - Biffertenfern - Piz Russein - retour über Tentiwang
Schneeschuhtour
2900 m
18.0 Stunden
Zufahrt: Im Winter ist der Klausenpass im Süden gesperrt. Von Norden kommend ab Autobahnabfahrt Niederurnen südwärts auf der N17 über Näfels und Glarus bis Linthal. Dort links abzweigen nach Tierfehd. Hier befindet sich bis zum Jahr 2015 derzeitig größte Wasserkraftwerk-Baustelle Mitteleuropas, das Pumpspeicherwerk (PSW) Limmen. Links am Camp, rechts an der Werkseinfahrt vorbei bis zum Straßenende. Links von der Brücke über die Linth befindet sich ein Schotterplatz mit Parkmöglichkeit vor dem Werksgelände.
Route:
An der Brücke über die Linth führt breiter Schotterweg zu historischer Pantenbrücke (988 m), einer bauwerklichen Superleistung in der Vergangenheit (20 min.).
Danach rechts herum dem Sandbach entlang an seinem linken Ufer hochwärts, dann abwärts zur Schlucht unterhalb der Felsen. Nach erster Brücke folgt zweite, um die Bachseite zu wechseln (25 min.) zum Sandwald (1080 m). Danach wechselt man über nächste Brücke in Lägerwäldli (1175 m) zur linken Seite des Sandbaches. Dort weiter im langen Tal bis Vorder Sand (1280 m, 1 Std.) und weiter zum kleinen Speichersee und den Hütten von Hinter Sand (1300 m).
Hoch durch Bäume und Büsche durch das Tal des Bifertenbaches nach Rietlen.
Im Steilhang nach P 1673 (max. 35°) westlich von Tentiwang zu den Fridolinshütten bereitet mit SS wenig Freude. Besser man zieht dort die Steigeisen an. Oben tauchen dann urplötzlich alte u. neue Fridolinshütten auf. (5 Std.)
Von der Hütte erst ca. 60 m abwärts, dann wieder 80 m hochwärts zu erstem Gletscherabbruch. Dort mittig beginnend, dann jedoch streng rechts haltend zum Gletscherrand und Richtung kleiner Grünhorn-Hütte.
Oder links hinab den Eisabbruch umkurvend zur linken Seite des Gletschers im Zickzack verschneiten Hang aufwärts. Anschließend zu rechter Gletscherseite kreuzen an imposanten Eisformationen vorbei unmittelbar zum zweiten Gletscherabbruch, unter dem seit Urzeiten die Eisbrocken liegen des sterbenden Gletschers.
Rechts neben dem Gletscher vereisungsanfälliges westliches Couloir (Schneerus) mit 40° Neigung hoch rechts von der gelben Wand, welche den Gletscher von dem Eis bisher abgehalten hat (2738 m).
In diesem engen Couloir rutschen einige Skitouris respekteinfößend wieder hinab. Allerdings sind danach die Abstiegsverhältnisse für Fußläufer vollkommen im Eimer. Darum bahnt man sich im Abstieg durch dieses Nadelöhr mit den Steigeisen und mit Pickel selbstsichernd wieder seinen Weg nach unten (30 min. im Aufstieg wie auch im Abstieg). Oberhalb der gelben Wand, auf deren Plateau (2807 m) kann man seine Ausrüstung (Steigeisen, Eishandgeräte) ablegen, kommt man dort wieder retour. Bis zum Gipfel benötigt man die Ausrüstung nicht mehr zwingend.
Nach dem Aufstieg durch dieses Schattenloch blenden einen die Weiten des Bifertenfirns in strahlender Sonne (sofern sie da ist). Man umkurvt linksherum die Eis- und Spaltenformationen des Gletschers erst zuhaltend zur Porta da Glims, dann zur Porta da Spescha bis sich schließlich die Porta da Russein in Steigrichtung vor einem befindet. Hier wird letzter großer Gletscherriß nach links umgangen. Nun weiter mehr rechts drehend zu breitem Gratsattel ("Klagemauer") über einem. Von dem führt es rechts weg nur noch wenige Höhenmeter zum Gipfelkreuz des Piz Russein. Die Klagemauer vor einem, die Skitürler zickzacken hoch, mit den SS geht's sogar direkt hoch, wenn die Schneeverhältnisse passen.
Abstieg: wie Aufstieg. Jedoch rechts unterhalb der Fridolinshütten auf dem Bifertenfirn in Abstiegsrichtung rechtshaltend und geradeaus Richtung Munggenplänggli.
Scheeschuhe, Teleskopstöcke (mit Reservestock), Eishandgerät, Steigeisen, windfeste Bekleidung
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Nr. 2 vom 19.03.2014
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