TourenFührer - Route

Gipfel: Piz Terri, 3149 m

Rolf Steiger

Route: ab Camona da Terri SAC über Plaun la Greina - Val Canal - SW-Flanke

ab Camona da Terri SAC über Plaun la Greina - Val Canal - SW-Flanke
Alpine Wanderung
1085 m
4.5 Stunden
Die im Jahre 2007 nochmals ausgebaute  Camona da Terri des SAC erreicht man auf dem im oberen Teil steilen, im Bereich der Crest la Greina stellenweise auch kettengesicherten Hüttenweg ab Runcahez im Val Sumvitg
Schwierigkeit: T3, markiert
Zeitbedarf: etwa 3 Stunden

Ab Camona da Terri nimmt man den Wanderweg ostwärts zum Pass Diesrut, dem man bis zur Brücke über den Rein da Sumvitg bei der Engstelle Camona folgt.
Schwierigkeit: T3, markiert

Nach Überquerung des Baches folgt man an dessen Ostufer dem Bachverlauf etwa einen Kilometer südwärts. Deutlich sichtbare Wegspuren zu Beginn der Westflanke des Piz Zamuor führen nun auf dem Rücken direkt nördlich des Val Canal in den Geröllkessel Canal.
Schwierigkeit: T3, deutlicher, mehrheitlich durch Schafe begangener Pfad, nicht markiert, nur zu Beginn ein kleiner Steinmann

Deutliche Wegspuren führen nun erst im Rasen, dann im Geröll bis unter die Nordostwand des Piz Ner, wo man in kurzer, südöstlicher Querung den respektablen, auf 2586 Meter Höhe gelegenen See erreicht.
Schwierigkeit: T3, mehrheitlich deutlich sichtbare Pfadspuren, markiert mit Steinmännern

Dem Südwestufer des Sees folgend zum vom Piz Terri her kommenden Bach. Durch dessen eingefressene Schlucht in den Geröllkessel unterhalb der Nordwestwand des Piz Terri, wo man von Steinmännern geleitet über den Punkt 2748 im Verbindungsgrat Pizzo di Güida - Piz Terri auf die von der Capanna Motterascio des SAC heraufführenden, blau markierten Route trifft.
Schwierigkeit: T3, teilweise Pfadspuren, Steinmänner

Auf guten Pfadspuren steigt man in stetig steiler werdendem und zuletzt auch durchaus abschüssigem Gelände in einem Bogen ausholend Richtung P.2898 im Westgrat des Piz Terri an.
Schwierigkeit: T3, ausgeprägte Pfadspur, blau markiert

Der zu erreichende Punkt im Grat ist mit einer deutlich sichtbaren Stange markiert. Die an dieser Stelle nur wenige Meter hohe Felswand wird in einer schmalen, gut gestuften, steilen Rinne in leichter Kletterei zum Grat hoch durchstiegen. Zur Absicherung schwächerer Teilnehmer ist am Grat ein Metallpflock verankert, an diesem Fixpunkt lässt sich eine Seilsicherung aufbauen.
Schwierigkeit: T4, wenige Meter gestufte Kletterei, blau markiert, bei Schneelage oder Vereisung heikel.

Mehrheitlich deutlich sichtbare Steigspuren führen nun entlang des Westgrates in der nicht allzu steilen, aber brüchigen Südwestflanke über Schutt und leichte Schrofen zum Gipfelkreuz.
Schwierigkeit: T4, wenige blaue Markierungen

Zeitbedarf: ab Camona da Terri zum Gipfel etwa 4.5 Stunden
Steigt man gleichentags auf derselben Route wieder ins Tal ab, ist ein früher Start wichtig. Infolge der diversen zu bewältigenden Gegensteigungen ergibt sich nämlich ein richtig ausgefüllter Tourentag.
Bei wirklich guten Tourenbedingungen, wie man sie im Hochsommer normalerweise antrifft, ist nebst gutem Schuhwerk keine weitere Ausrüstung notwendig.

Bei erschwerten Verhältnissen, insbesondere bei schattseitig gefrorenem Boden, Schneelage oder Vereisung - was gerne, aber nicht ausschliesslich im Frühsommer oder ab Frühherbst auftritt - können infolge des exponierten Geländes beim Durchstieg durch die Wand zum Punkt 2898 im Westgrat des Piz Terri Steigeisen rasch zwingend notwendig werden. Diese Stelle lässt sich bei Mitnahme des entsprechenden Materials durch Aufbau einer Seilsicherung für schwächere Teilnehmer entschärfen.

Hinweis zum Glatscher dil Terri:
Der auch in neueren Karten noch aufgeführte Gletscher ist vollständig abgeschmolzen, nur unterhalb der Nordwestwand des Piz Terri sind noch Reste von Toteis auszumachen.

Betreffend Schwierigkeitsbewertung beachtet bitte die neue Berg- und Alpinwanderskala des Schweizerischen Alpenclubs (http://www.bergportal.ch/infos/SAC_Wanderskala.pdf).
Ergänze diese Route (ab Camona da Terri SAC über Plaun la Greina - Val Canal - SW-Flanke) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 5 vom 22.07.2010
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Hanspeter Willi, Rolf Steiger

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