TourenFührer - Route

Gipfel: Punta Clogstafel, 2967 m

Hanspeter Willi

Route: Rifugio Margaroli CAI – Südwestflanke

Rifugio Margaroli CAI – Südwestflanke
Alpine Wanderung
773 m
2.5 Stunden
Das am Nordende des Lago Vannino stehende Rifugio Margaroli des CAI erreicht man auf einem Wanderweg von Valdo (Wald) im Val Formazza aus in dreistündigem Anstieg. Gehfaule verkürzen ihn durch Benützung des Sesselliftes zum Sagersboden und benötigen dann nur noch die halbe Zeit.

Der etwas abseits stehende Gipfel lässt sich aber auch gut an eine Überschreitung von der oder zur Binntalhütte des SAC über die Scatta Minoia anhängen.

Ab Rifugio Margaroli wandert man auf einem der beiden Uferwege des Lago Vannino zur Alpe Cortenova. Von hier folgt man dem Pfad zum Passo Busin bis zum Punkt 2412 der LKS.
Schwierigkeit: T2, markiert

Punkt 2412 lässt sich auch ab Staumauer direkt auf einem im unteren Teil im steilen Gras der Westflanke des Clogstafel-Nordwestgrates verlaufenden Pfad erreichen. Kurze Teilstücke des Pfades sind abgerutscht und müssen weglos im steilen Gras überwunden werden.
Schwierigkeit: T4, nur für erfahrene, schwindelfreie Berggänger bei trockenen Verhältnissen

Punkt 2412 lässt sich auch von der Scatta Minoia her in wegloser Querung der teilweise steilen Grashänge ereichen.
Schwierigkeit: T3, weglos

Die Südwestflanke der Punta Clogstafel wird im unteren Teil von einem markanten Schrofenband durchzogen. Ab Punkt 2412 des Pfades zum Passo Busin steigt man langsam aufwärts haltend weglos über Gras und Schutt ostwärts zum besagten Schrofenband an. Dieses weist etwa 400 Meter westseitig des höchsten Punktes der Punta Clogstafel eine verdeckte Unterbrechung in Form eines ostwärts gerichteten Schuttabschnitts auf, der erst im letzten Moment des Anstiegs sichtbar wird. Er liegt dort, wo im Gipfelbereich der Punta Clogstafel der markante Gesteinswechsel von dunkel auf hell verläuft.
Schwierigkeit: T3, weglos, teilweise Schafspuren

Über diesen Unterbruch aus Schutt überwindet man die Schrofenstufe und steigt den wenigen vorhandenen Begehungsspuren und Steinmännchen folgend über den darüberliegenden, steilen, südwestseitig gerichteten Schutthang zum Nordwestgrat empor. Über den flachen, breiten, aus Schutt gebauten Nordwestgrat erreicht man nun einfach den höchsten Punkt.

Schwierigkeit: T3, steiler Schutt, wenige Steinmännchen, kaum Begehungsspuren
Zeitbedarf: ab Rifugio Margaroli zum Gipfel 2.5 Stunden
Bei guten Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Herbst normalerweise antrifft, ist nebst gutem Schuhwerk keine weitere Ausrüstung notwendig.

Bei erschwerten Verhältnissen, insbesondere bei schattseitig gefrorenem Boden, Schneelage oder Vereisung - was gerne, aber nicht ausschliesslich im Frühsommer oder ab Spätherbst auftritt - führt der vernünftige Berggänger mindestens Grödel oder Steigeisen mit sich und passt sein Verhalten am Berg den aktuell herrschenden Verhältnissen an.

Hinweis zur LKS 1:25000 – Binntal:
Die Punta Clogstafel ist felsiger als in der hier auf mangelhaften italienischen Kartenwerken basierenden LKS dargestellt.

Betreffend Schwierigkeitsbewertung beachtet bitte die neue Berg- und Alpinwanderskala des Schweizerischen Alpenclubs (http://www.bergportal.ch/infos/SAC_Wanderskala.pdf).
Ergänze diese Route (Rifugio Margaroli CAI – Südwestflanke) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 1 vom 19.10.2009
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Hanspeter Willi

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