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Gipfel: La Luette, 3548 m

AndréTT

Route: Barrage de la Grande Dixence - Lac de Dix - Cab. des Dix - La Luette - retour über Glacier de Cheilon

Barrage de la Grande Dixence - Lac de Dix - Cab. des Dix - La Luette - retour über Glacier de Cheilon
Berg-/Hochtour (Sommer)
1500 m
14.0 Stunden
Zufahrt:
Auf der A 9 von Visp westwärts, oder von Martigny kommend nach Sion, Abfahrt Est. Dort die Autobahn südwärts verlassend ins Val d'Héremence. Auf der Straße taleinwärts gen Süden durch Vex, Mâche und Pralong bis zum Kreisel nach dem Felstunnel vorm Straßenende (2141 m) am 198 m breiten Fuß größter Gewichtsstaumauer der Welt. Entweder über den Kreisverkehr geradeaus bis zu den kostenfreien Parkplätzen direkt vorm Fuß massiver Staumauer. Oder im Kreisverkehr 1. Ausfahrt rechts zum 1. großen Parkplatz hoch, oder am 2. kleinen Parkplatz für Wohnmobile vorbei zu 3. kleinem Parkplatz. Der 4. kleine Parkplatz befindet sich neben dem Plattenbau-Hotel Ritz, einem Snack-Stand und vor der Talstation kurzer Luftseilbahn zur Staumauerkrone hinauf.
Aufstieg:
Hinterm Hotel Ritz geht man auf Wegtreppen zur Kapelle für den Schutzheiligen Jean Baptiste, welche für den Beginn der Bauarbeiten erster Staumauer ab dem Jahr 1931 errichtet wurde.
Auf bequemen Weg-Serpentinen rechts neben der Staumauer hoch. Für die Mauer war mehr Steinmaterial erforderlich als für die Cheops-Pyramide. Plus 6 Mio. m3 Beton. Nach 30 min. gelangt man zur 285 m hohen und 685 m langen Dammkrone, an deren rechter Felsseite.
Alternativ kann man sich auch tagsüber mit kleiner blauen Gondel der Luftseilbahn hochfahren lassen (für Material und Staumauer-Besichtiger).
Von der 15 m breiten Krone der Staumauer (Barrage de la Dixence; P 2365 m) oberhalb rechten (westlichen) See-Ufers südwärts durch Felstunnel. Der erste, längste ist beleuchtet. Der letzte auch, falls dessen (solarabhängige Steuerung ?) Stromzuführung wieder funktioniert. Der Alpenpässeweg (6) verbleibt bis zum See-Ende stets auf ca. 2400 m Höhe. Danach durch ein Metallgitter-Kuhhtor, an stabilem Info-Buch aus Aluminium "Au Bord du Lac" vorbei, kommt man nach 70 min. zum Abzweig (P 2390) beim Torrent de la Barma. Weiter auf dem vers les cabanes des Dix et de la Gentiane nach 2 Brücken beim Unterlauf des Torrent Des Pantalons am Wegekreuz (P 2390) links vorbei. Unterhalb der Hütte Le Liapey südwärts zur nächsten Brücke über den Bach des Schmelzwassers vom Gletscher Liapey, wo das Jagdbanngebiet beginnt. Am südlichen Ende des 3,65 km2 großen Stausees biegt der Weg um 90° herum nach links (ostwärts). Entlang des kurzen Südufers läuft man bis vor dem Sturzbach des Torrent de Cheilon (P 2372) am See-Ende. Nach 2 Std. beginnt nun der Bergaufstieg. Der Linksabzweig ehemaligen Alpenpässewegs ist durch eine rot-weiße Kunststoffkette gesperrt. Auf diesem Steig gelangt man zur neuen Gitterrost-Brücke über die Schlucht des Torrent de Cheilon zu steilen felsdurchsetzten Grashängen. Links zweigt ein unmarkierter Pfad ab und führt hinab zum Betriebshäuschen oberhalb des Wasserfalls .
Nicht über diesen Steig, sondern vor der Absperrkette rechts über matschigen Wiesenabschnitt hoch zu den Fundament-Steinen, wo zwischen 1908 und 1928 die sehr kleine Dix-Hütte stand mit Blick auf das Val des Dix (heute der Stausee). Danach zweigt ein Weg ab zum Cheilon-Gletscher-Rest, von wo man über Steinschlag anfälligen Col de Riedmatten oder 200 m südlich von diesem über den Pas de Chevres zum Bergsteigderdorf Arolla gelangt. Auf dem Rückweg kommt man wieder hierher. Inzwischen hat man die Latschenkieferzone verlassen und läuft über die Endmoräne des Luette-Gletschers südwärts (P 2726). Diese wird bei P 2790 nach rechts verlassen. Oberhalb des Schmelzwasser-Deltas vom Torrent de Cheilon begegnet man ersten Eisenstangen mit den offenen Blechtonnen drauf. Es wird nun zum Sattel des Tete Noire hochgestiegen (P 2957, 3 Std. nach der Staumauer), auf dem ein Gußkreuz an einen verunglückten 33-Jährigen erinnert. Mit oder ohne Abstecher über den Ostgrat zu seinem kleinen Gipfelkreuz und Aussicht über die Gletscherwüste des Cheilon (Le Grand Désert). Am Sattel oberhalb sichtbarer Dix-Hütte wird weglos abgebogen nach Westen durch hügeliges Gelände bis man auf deutliche Pfadspuren und Steinmännchen trifft.
Nach diesen orientierend hinauf zu einem flachen Gletscher-Schmelzwassersee (P 3012), aus dem über 1 km lange schwarze PE-Rohrleitung das Wasser zu den sanitären Anlagen der Hütte geführt wird. Südwestwärts ohne Orientierungsprobleme nun zum Gletscherrand. Erst linkshaltend (südwärts), dann durch eine Gletscher-Senke (max. 20% ... 30% Hangneigung) gerade hoch (westwärts) über 2 schmale Spalten zum kurzen Südgrat (nördlich von P 3465). Auf diesem über Schutt und Schnee zum Gipfel (135 min. ab P 3012).
Abstieg:
Wie Aufstieg über den Glacier de la Luette zum kleinen See (45 min.). Von diesem jedoch rechtshaltend (ostwärts) in die vom Gletscher geformte Talmulde. Dort beginnt ein Pfad und führt über einen Brückensteg hinauf zum Felsbuckel, auf dem die Cabane des Dix (2928 m) der SAC Sektion Monte Rosa thront (45 min. ab kleinem See). Steiler Abstieg von der Hütte ostwärts auf den Gletscher de Cheilon, auf dem sich Unmengen Geröll, Steine und Sand befinden. Stangen mit Blechtonnen, viele rot angemalte Steine weisen den Weg nordostwärts zum westlichen Fuß der Monts Rouges (75 min. ab Hütte). Über diese von Nord nach Süd ziehende Bergkette führen 2 Steige aus dem Geröllfeld hinauf und an anderer Seite hinab nach Arolla: Der 2855 m hohe Ziegenpass (Pas de Chevres) mit der senkrechten Stahl-Leiter und 200 m nördlich der 2919 m hohe, sehr steile, schuttige Col de Riedmatten. Nordwärts durch und auf Steinblöcken führen rot-weiße Markierungen den Alpenpässeweg (6) nun zu einem Abzweig, von wo blau-weiß signalisiert ein extrem steiler Steig nordwärts zum Col des Ignes (3181 m) hochzieht. Danach führte der Höhenweg weiter entlang der Westflanken von Monts Rouges nach Le Gietret oberhalb des Stausee-Endes, um dort steil über Grasbänder nach 180°-Kehre oberhalb vom Südost-Ende des Lac des Dix mit breitem Wasserfall hinab zu führen, nach dem man die Schlucht des Torrent de Cheilon über eine Brücke überwand. Doch dieser Steig wird nicht mehr gepflegt, weil dieser sehr zerstörungsanfällig ist im Bereich der Bergflanken und bei steilen Sturzbach-Traversen. Seine Markierungen sind im Anfangs- und Endbereich grau übermalt worden. Zwischen drin sind sie allerdings nach wie vor sichtbar wie auch die Pfadspuren.
Der neue Weg führt links haltend aus dem Bergflankenbereich heraus. Links vor einem Felsrücken um diesen herum und hinab ins Gletschertal mit seinem mäandernden Schmelzwasser und flachen See. Hinter diesem westwärts herum überwindet man den Bach über kleine Gitterrost-Brücke. Anschließend führt der Pfad die Endmoräne hinauf zu dem Abzweig, den man bereits im Aufstieg zur Dix-Hütte passierte (165 min. ab Hütte). Nun hinab weiter wie im Aufstieg zum Parkplatz (3 Std.).
Steigeisen, Eispickel
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Nr. 2 vom 01.08.2014
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