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Gipfel: Finsteraarhornhütte SAC, 3048 m

AndréTT

Route: Oberaarsee-Staumauer - Oberaarjoch - Galmigletscher - Fieschergletscher - Finsteraarhornhütte

Oberaarsee-Staumauer - Oberaarjoch - Galmigletscher - Fieschergletscher - Finsteraarhornhütte
Berg-/Hochtour (Sommer)
1400 m
9.0 Stunden
Zufahrt:
Entweder von Norden durchs Haslital auf der Grimselstraße (Nationalstraße 6) durch Guttannen hinauf zum Grimselpass (2165 m). Oder von Walliser Seite auf der Furkastraße (Nationalstraße 19) durch Gletsch nordwärts. Am Grimselpass zweigt westwärts die Oberaarstraße (Privatstraße der Kraftwerke Oberhasli) ab. Auf dieser in ca. 15 min. bis zum Berggasthaus Oberaar und hinab zu großem Parkplatz vor gewinkelter Staumauer.
Route (1. Tag: Zustieg):
Vom Parkplatz (2305 m) vor der Staumauer der KWO am Oberaarsee. Nach 15 min. passiert man auf rot-weiß signalisiertem Nordufer-Weg links vierkantigen Felsblock (P 2317). Nach 70 min. ist das See-Ende erreicht mit breitem Gletscherwasser-Delta (2306 m). Nach dem blauen Linkspfeil Richtung Oberaarjochhütte folgt man geradeaus auf rechter Endmoräne des Oberaargletschers anfangs einigen Steinmännchen und Trittspuren. Diese verlieren sich jedoch sehr bald. Nun muß man selber seine Aufstiegsmöglichkeiten suchen. Anfangs westwärts unsteil über den Geröllrücken, bis man sich leicht linkshaltend dem Gletscherrand nähert. Nicht zu früh beginnen, auf diesem zu laufen. Denn er ist unten recht zerklüftet. Auf dem Oberaargletscher läuft man stetig aufwärts, anfangs mittig bis man erste schmale Spalten überquert. Bei nächst größerer hält man sich rechts. Nächster breiten Spalte folgt man links (südwärts), bis sich schmalere Stelle findet zum Übersteigen. Nun wieder etwas rechts haltend aufwärts an einigen schmalen Spalten links vorbei. Im letzten Teil befinden sich keine Spalten mehr. Man läuft nun mittig direkt auf das Oberaarjoch über ca. 25° steilen Gletscherhang zu. Nach 4,5 Std. steht man auf dem Oberaarjoch (3223 m). Wie ein Schwalbennest ist kleine Oberaarjochhütte in linkem Fels oben gebaut worden, zu der man erst über kurzen Felsschuttrücken aufsteigt, dann mit Kettenhilfe und die letzten Meter auf senkrechter Eisenleiter am braunem Fels zur kurzen Galerie, die vor Steinschlag schützt.
Abstieg zu Galmigletscher:
Südwestwärts die 30° steile Mulde hinab zum Studergletscher. Am Ende der Mulde nach links (südwärts) schwenken Richtung Fuß (P 3060) des Südwest-Rückens vom Oberaar-Rothorn. Ab hier beginnt man über den Galmigletscher abzusteigen, in dessen Mitte im unteren Bereich eine flache Felsrippe (P 2983) herausragt. Nun zum Fuß des Nordwestgrats vom Vorderen Galmihorns halten, wo inzwischen Spalten beginnen auf rechter Gletscherseite. An diesen links vorbei streng am linken Gletscherrand haltend. Über einige schmale Spalten südhaltend konsequent links bleibend entlang unterhalb der Westflanke vom Vorderen Galmihorn bis man auf mehrere breite Spalten trifft. Diese sind dann nach rechts haltend zur Gletschermitte zu umgehen. Danach an linker Talmulde unterhalb des Wasenhorns vorbei wieder an linker Gletscherseite südwärts hinab zum Fieschergletscher. Zwischen den Felskuppen von Hinderi Wase (links) und kleinem Vorgipfel Rotloch mittig über den Gletscher zur Endmoräne, welche den Fieschergletscher in seinem rechten Bereich bei ca. 2700 m von Ost nach West quert.
Anschl. Aufstieg über Fieschergletscher:
Über diese Stein- u. Sandaufschüttungen hinweg nun anfangs mittig nordostwärts durch ein Spalten-Labyrinth. Nach ca. 300 m nun links schwenken zu rechter Endmoräne auf linker Seite des Gletschers. Diese zieht sich als sichtbarer Strich im großen Linksbogen über den Fieschergletscher. Man folgt ihr nun entweder links- oder rechtsseitig, je nachdem, wo die Spalten schmaler sind. Nach 1,5 Std. sieht man oben rechts auf schräger braun-weißer Felsplatte thronend die Finsteraarhornhütte. Davor an rechter Felsflanke einen Wasserfall. Inzwischen läuft man westwärts Richtung Ostausläufer (P 3128) des Wyssnollens, hinter dem sich links der flache Firnhang zur Grünhornlücke westwärts hochzieht. Nun wird der Fieschergletscher nordwärts Richtung Hütte schräg gequert. Dabei hält man sich auch wieder links vom rechten Spaltenbereich fern.
Den Steig durch den braunen Fels zur Hütte hinauf sieht man nicht gleich. Er beginnt ca. 150 m westlich der Falllinie zwischen Hütte und Gletscher. Links von schräger braun-weißer Felswand steigt man in eine rechts hochziehende Schuttrinne ein, die man dann rechts zum Fels haltend verläßt, wo blaue Markierungstriche, bzw. Pfeil zu sehen sind. Teilweise an Ketten und auf Trittstiften steigt man zur Hütte hinauf. Vorbei an kleiner ursprünglicher, dann zur modernen geräumigen (4 Std. ab Oberaarjoch).
Abstieg (2. Tag): wie Aufstieg in 7 Std.
Steigeisen, Eispickel, Teleskopstöcke, Seil
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Nr. 4 vom 21.08.2014
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