TourenFührer - Route

Gipfel: Grand Muveran, 3051 m

Hanspeter Willi

Route: Cabane Rambert CAS - Crête Moret - Südwand

Cabane Rambert CAS - Crête Moret - Südwand
Alpine Wanderung
469 m
1.5 Stunden
Ab Cabane Rambert des SAC steigt man deutlich sichtbaren Pfadspuren folgend erst über Buckel hinweg, dann im Schutt östlich der Crête Moret aufwärts zum Einstieg in den Grat.
Schwierigkeit: T3, meist gut sichtbare Pfadspur, Steinmännchen.
Zeitbedarf: 20 - 30 Minuten.

Eine steile, aber gut gestufte Rinne sowie die darüberliegende, plattige Flanke führen nun hinauf auf die Crête Moret zum mit einem Steinmann markierten Einstieg in die Südwandquerung.
Schwierigkeit: T5+, Kletterei bis Schwierigkeitsgrad II, rote Farbpunkte, Steinmännchen.
Zeitbedarf: 10 - 15 Minuten.

Ab hier quert man die Südwand auf abwärts geschichtetem, schuttbedecktem, steil abfallendem Kalkfels mit hie und da wenigen Metern plattiger Kletterei im Schwierigkeitsgrad I nur leicht ansteigend bis auf Höhe des Gipfelkreuzes. Die zurückzulegende Distanz der Wandquerung ist etwa 400 Meter.
Ansatzweise sichtbare Begehungsspuren, Steinmännchen und spärliche rote Farbmarkierungen helfen bei der Routenfindung. Zu Beginn ist eine zu passierende Wandstufe als schwierigste Stelle auf wenigen Metern mit einer soliden Kette versehen, sonst finden sich keinerlei Versicherungen.
Während grosser Teile der Querung besteht des ungünstigen Gesteins wegen eine erhebliche, zum Gipfel hin abnehmende Absturzgefahr. Die Querung verlangt stete Konzentration. Das Gelände ist derart steil, dass ein Stolperer, Rutscher oder Ausbruch eines Trittes vielerorts nicht mehr abgefangen werden kann und in einem Sturz in den Tod über Steilflanken und Wände endet.
Schwierigkeit: kurze Stellen T6, meist T5, exponierte Wandquerung mit kurzen Kletterstellen im Schwierigkeitsgrad I, Steinmännchen und rote Farbpunkte, kaum Begehungsspuren, stellenweise erhebliche Absturzgefahr.
Zeitbedarf: 40 - 45 Minuten.

Auf Höhe des Gipfelkreuzes setzt nach Überschreitung eines Sekundärgrates eine Pfadspur ein, die nun in wenig ausgesetztem Gelände in einem Rechts-Links-Bogen zu einem plattigen Rücken führt.
Schwierigkeit: T4, teilweise Pfadspur, Steinmännchen und rote Farbpunkte.

Über diesen klettert man im I. Schwierigkeitsgrad in solidem Gestein wenig ausgesetzt aufwärts und steigt dann oberhalb durch eine breite Einbuchtung auf den Gipfelgrat, den man unweit östlich des höchsten Punktes erreicht.
Der Grat führt nun mit etwas Tiefblick ohne Kletterei in wenigen Schritten zum Gipfelkreuz.
Schwierigkeit: T5, Kletterei bis Schwierigkeitsgrad I, Steinmännchen und rote Farbpunkte.
Zeitbedarf: 20 Minuten.

Zeitbedarf insgesamt: 1½ - 2 Stunden für den Aufstieg, 1 Stunde für den Abstieg.
Bei guten Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Herbst normalerweise antrifft, ist für trittsichere und schwindelfreie Berggänger nebst gutem Schuhwerk und einem Helm gegen Steinschlag keine weitere Ausrüstung notwendig.

Bei erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder Reif mit gefrorenen Böden wird die Route für Normalverbraucher rasch zu einem nicht mehr kalkulierbaren Risiko.

zur besonderen Beachtung:
Bei diesem Anstieg handelt es sich um eine technisch einfache Route alter Schule, die unbedingt Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und absolut sicheres Gehen in ausgesetztem Gelände erfordert. Über weite Strecken der Wandquerung besteht akute Absturzgefahr.
Eine Seilsicherung ist auf Grund der ungünstigen Schichtung und fehlender Sicherungsmöglichkeiten kaum praktizierbar.
Es empfiehlt sich vor allem im Herbst tageszeitlich nicht zu früh in die Route einzusteigen, da die schwierigsten Stellen der Wandquerung morgens im Schatten liegen.
Ergänze diese Route (Cabane Rambert CAS - Crête Moret - Südwand) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 3 vom 06.12.2014
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Hanspeter Willi

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