TourenFührer - Route

Gipfel: Flüela Schwarzhorn, 3146 m

Pius Furger

Route: Flüela Schwarzhorn und Radüner Rothorn mit Steilabfahrt

Flüela Schwarzhorn und Radüner Rothorn mit Steilabfahrt
Skitour / Snowboardtour
1150 m
3.5 Stunden
ja
Sobald der Flüelapass geöffnet ist (ab anfangs Mai), kann mit dem PW etwa auf der Höhe 2300 südl. des Passes parkiert werden. Man achte darauf, dass das Fahrzeug wirklich jenseits des weissen Fahrbandrandes parkiert ist. Ansonsten wird die Tour teuer und der Staat reicher...
Den ersten kurzen Steilhang steigt man in zwei drei Kehren hoch, wobei im Frühjahr meist schon für diese Passage Harscheisen angenehm sind. Vom Beginn des breiten Tales, welches das Einzugsgebiet von der Fcla. Radönt bis zum Schwarzhorn bestimmt, kann man entweder dem Bach entlang oder etwa 100m links davon in hügeligem Gelände zur Höhe 2500 m gelangen. Um von hier auf die Schwarzhornfurgga zu gelangen, haben sich zwei Routen bewährt: Die kürzere, steilere, welche relativ direkt mit einigen Kehren (Harscheisen) südl. des Punktes 2679, dann mehr oder weniger dem Sommerweg an Höhe gewinnt oder aber die gemütlichere längere, welche zu Beginn mit der Rothorn-Route zusammenfällt. Etwa auf der Höhe 2700 verlässt man diese, um nördlich zwischen zwei markanten Felsbändern gegen den Sommerweg zu steigen, wo dann beide Routen wieder zusammenfinden. Der nun folgende Steilhang kann in seinem obersten Teil, welcher sehr eng und abschüssig ist, dem ungeübten Sktiourengeher das Losschnallen der Skier bewirken. Diese kurze Passage von ca. 20 Höhenmetern lohnt sich jedoch zu überwinden, da die nun folgende breite Gratschulter völlig problemlos zum Gipfel führt. Da das Schwarzhorn früh besonnt wird, ist eine frühe Ankunft auf dem Gipfel empfehlenswert. Die Abfahrt erfolgt mehr oder weniger der Aufstiegsroute entlang, wobei der einfühlsame Skitourengeher zu der Aufstiegsspur Sorge trägt (die Nachfolger verdanken es!).
Wenn man früh dran ist und über die nötige Kondition verfügt, kann man nach dem Schwarzhorn noch das Radüner Rothorn anhängen. Man fährt auf der Aufstiegsroute bis rund 2800 m ab und dann die Terrasse in südlicher Richtung queren in Richtung Seelein. Von dort über den felsigen NW-Rücken mit auf dem Rucksack aufgebundenen Ski zum Gipfel (falls man die Abfahrt über die Nordostflanke ins Auge fasst). Die Abfahrt über die steile (ganz oben gegen 45°)und z. T. felsendurchsetzte Nordostflanke darf nur bei sehr sicheren Verhältnissen gewagt werden.
Im Frühling Harscheisen.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
Rother Skitourenführer Engadin (3. Auflage 2011)
 
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Nr. 4 vom 11.06.2017
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