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Gipfel: Breitlauihorn, 3655 m

Albrecht Gauss

Route: NW-Wand (Variante Niki-Alkibiades)

NW-Wand (Variante Niki-Alkibiades)
Nordwände
1000 m
6.0 Stunden
Vom Biwakplatz (ca. 2750 m) unter den Gletscherspitza den Loibinbachgletscher nach SW traversierend zum Einstieg bei ca. 2700 m. Durch das im Sinne (i.S.) des Aufstiegs linke (östliche) Couloir bis auf ca. 3400 m hinauf (50-55 Grad), wo es sich nach links (östlich) verliert. Dann leicht ansteigende Querung von ca. 40 m nach rechts (westlich) in kombiniertem Gelände (Sicherungsmöglichkeiten an Köpfchen und Sanduhren, kurze Stellen 60 Grad) in das direkt links (östlich) der NW-Rippe zum NO-Grat des Gipfels hinaufziehende Couloir. Weiter in diesem Couloir gerade in kombiniertem Gelände hinauf (z.T. abwärts geschichteter Fels, 55 Grad) bis in eine kleine Scharte im NO-Grat (ca. 25 m östlich des Gipfels). Über die letzten Meter des NO-Grates leicht auf den höchsten Punkt.

Statt von diesem Biwakplatz kann auch von einem Biwakplatz beim P. 2336.1 oder P. 2348 bzw. in einem Zug von Gletscherstafel aus der Einstieg erreicht werden.

Abstieg über die Südflanke des Breitlauihorns und die N-Flanke des Breitlauijochs nach Norden:
Über kurze Firnrinnen sukzessiv i. S. des Abstiegs nach rechts haltend hinab (ca. 50 m vom Gipfel hinab). Dann horizontal i. S. des Abstiegs nach rechts traversieren (ca. 30-40 m) und danach ca. 40 m gerade hinunter in z.T. brüchigem Fels (II) auf den Üssre Baltschiedergletscher absteigen. Diesen leicht nach Südwesten abwärts, definitiv bis unter die in der LKS 1268 eingezeichneten 2 Felsinseln bis auf ca. 3280 m. Unterhalb dieser Felsen nach NW hinauf ins Breitlauijoch (3301 m). Von der Ostseite des Jochs nach Nordosten absteigen bis auf den vom P. 2950 heraufziehenden Firngrat. Diesen bei ca. 3200 m traversieren und nordöstlich hinab und weiter nach rechts i. S. des Abstiegs zwischen Serakabbrüchen hindurch solange abwärts bis auf ca. 2800 m der NW-Grat nach rechts (NO) querend überschritten werden kann. So erreicht man den untersten Teil der Eisflanke der NW-Wand und kann nun leicht wieder rechts haltend zu der Querung in Höhe von ca. 2660 m absteigen, um zum Biwakplatz unter den Gletscherspitza zu gelangen oder weiter direkt hinab zur Fafleralp über den Loibinbachgletscher abzusteigen.

Bei der Querung zum Biwakplatz unter den Gletscherspitza am Nachmittag ist die Gefahr von Nassschneerutschen-, lawinen aus der gesamten NW- Flanke des Breitlauihorns / Tyfelsgrates zu beachten.

Zeitbedarf für die knapp 1000 m Wandhöhe am 25.04.2010 bei in den unteren zwei Dritteln der Wand z.T. sehr tiefem Trittschnee 6 h.

S

Begeher: C. N. und Albrecht Gauss (T.d.T.) Breitlauihorn

2 Eisbeile, Haken, Schlingen, Eisschrauben
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Nr. 9 vom 27.06.2015
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