TourenFührer - Route

Gipfel: Verstanclahorn, 3298 m

Robert Kenner

Route: NO Grat von der Silvrettahütte

NO Grat von der Silvrettahütte
Berg-/Hochtour (Sommer)
1. Zugang
Ab Hütte dem Gletscherweg folgend bis zum Abzweig Rote Furka, Höhe ca. 2560 m Dann horizontal ca. 200m Wegspuren folgend auf den Gletscher hinüber. Über den Gletscher bis zum Chremersattel. Abstieg hinab, am Chammgletscher vorbei bis man am Hang des Gletscherchamm Aufschwunges, linkshaltend möglichst hoch, auf den Verstanklagletscher hinübertreten kann.
Etwas links des Couloirs zum Verstanklasattel befindet sich eine Felskanzel ca 50-70 m über dem Gletscher. Diese kann gut an deren rechten Begrenzung erstiegen werden. Idealer Rastplatz.
Zeitbedarf bis hierher bei normalen Verhältnissen 2 1/2 bis 3 Std
Variante: Von der Hütte direkt über das kleine Sätteli 2400 m im Süden. Weiter ostwärts durchs Rosställi bis hinüber zum Gletscherbach. Die Querung des Gletscherbaches ca auf Höhe 2300 m kann ein Problem sein. (Erforderlich wäre eine kleine Hangel Seilbahn) Absteigen bis an die Möräne und dem Rücken entlang bis etwa Höhe 2450 m bis man gut hinüber auf den Verstanklagletscher queren kann. Dem Gletscher eher ostseitig entlang bis man mit der Chremersattelroute zusammentrifft.
Zeitbedarf bis Felskanzel 1 3/4 bis 2 1/4 Std

2. Aufstieg
Von der Felskanzel eher linksseitig hochsteigen. Je nach Spalten und Verhältnissen wechselnd. Der Bergschrund lässt sich linkseitig in der Regel besser überwinden. Danach quert man nach rechts ins Couloir hinein. Je nach Verhältnissen mehr links mal mehr rechts erreicht man so den Verstanklasattel 3125 m
Zeitbedarf 1 bis 1 1/2 Std.
Variante: Ab der Felskanzel sofort links auf den ausgeprägten Gratpfeiler 3186 m Über diesen zum Teil in leichter Kletterei bis fast auf dessen Spitze. Diese liegt etwas höher als der Verstanklasattel. Kurz unterhalb kann rechts hinaus auf den Verbindungsgrat Torwache – Verstanklasattel gequert werden. Kurzer aber leichter Abstieg zum Sattel. Bei ausgeappertem Couloir, objektiv sicherer Aufstieg.
Zeitbedarf etwa eine viertel Stunde mehr.

Einstieg am Grataufschwung, ein bis zwei Meter rechts. Über den anfänglich steilen Grat in gutem, griffigem Fels in die geneigtere, blockige Zone hinauf. Gute Standplatzmöglichkeiten. Weiter dem sich nun bald wieder steiler aufschwingenden Grat folgend. Zwei bis drei Seillängen. Es folgt eine plattige Seillänge eher südostseitig. Weiter über Platten etwas steiler bis unter den Gendarm, guter Stand. Ab dem Sattel, in fünf langen oder sechs etwas kürzern
Seillängen, bis hierher. Gerade hoch zum Haken, auch ein Klemmkeil kann hier gut gelegt werden. Etwa ab Hakenhöhe eher rechts klettern, über die gestuftere Nordseite kann eine kleine Sims erreicht werden. Von hier weg nun leicht auf den Gendarm. Stand an grossem Felskopf. (In den letzten
Jahren muss der Blitz von Demselben einiges abgeschlagen haben) Weiter etwa 20m dem Grat folgen bis man linkseitig in die Schartenrinne abklettern kann. Vor dem eigentlichen Gipfelaufschwung zu Stand mit Haken. Nun eher rechts haltend dem Grat etwas ausweichend, etwa 30m hoch zu Stand nun wieder auf den Grat. Dem Grat entlang in schöner luftiger Kletterei bis unter einen letzten steilen Aufschwung, Stand. Etwas rechts am Aufschwung hoch und über einen letzten grossen Block zum Gipfel. Gipfelbuch!
Zeitbedarf ab Sattel: 2 bis 3 Std.

3. Abstieg
Westseitig dem Südgrat folgend bis an eine plattige Stelle, welche Einblick ins Westcouloir gibt. (Winteraufstieg) Hinab in eine kleine Scharte und nun dem Grat folgend, kletternd zuerst links, dann rechts, bis man zwischen den beiden kleinen Gratköpfen, welche gut sichtbar schon vom Gipfel her sind, ankommt. Von hier linkseitig durch einen Riss hinab auf Platten bis man nach rechts über die Kante in geneigteres Gelände gelangt. Stand. Weiter gerade hinab, in der Regel Wegspuren folgend, bis es wieder steiler wird. Etwa nach 50m sieht man rechts ein etwa Meter hohes Felsköpflein, direkt unter einem Felsaufschwung. (Bandschlingen) Dieses erreicht man über ein Felsband. Von hier weg wird etwa 20m abgeseilt. Am ende der Abseilstelle leichter Abstieg zum Vernelasattel. Nun in der Regel mit Steigeisen gerade hinunter zur Felsinsel, diese besser nördlich umgehend weiter hinab. Unten eher links
halten bis an den Schrund hinab. Den Gletscher absteigend erreicht man an dessen Ende schöne Platten um sich loszuseilen und Rast zu machen.
Zeitbedarf ab Gipfel: 1 1/2 bis 2 Std.
Zeitbedarf Vernelagletscher-Vereina 2 bis 2 1/2 Std

Quelle: www.silvrettahütte.ch
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Nr. 2 vom 19.06.2010
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