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Gipfel: Lüsener Fernerkogel / Lisener Fernerkogl, 3299 m

Florian Zink

Route: Floig

Floig
Nordwände
1000 m
7.0 Stunden
Lisenser Fernerkogel 3299m (Tirol) Nordwestwand
Erstbegehung von „Floig“: S 4a einige Stellen 5a 1000Hm
Datum: 14.03.2015
Erstbegeher: Stephan Kapplmeier, Florian Zink
Zeit: 2h Zustieg, 7h Tour, 4h Abstieg
Beschreibung

Zustieg:
Vom Parkplatz in Lisens startet man mit Ski ins Fernau Längental. 600Hm.
Man quert bis unter den nordwest-seitigen Teil der Wand. Der Einstieg findet sich in der Rinne rechts des zentralen Couloirs in Falllinie des Gipfels. 100m unterhalb der Einstiegsrinne findet sich ein größerer Felsblock. Hier Skidepot.

Tour:
Man folgt der Schneerinne. Diese verengt sich in einem 5m 60° steilem Eisstück. Die Rinne öffnet sich wieder und nach etwa 100m quert man links auf die Felsen. Die Felsen sind meist fest und man trifft öfters auf Moos. Folgend klettert man hoch, linkshaltend auf den Pfeiler. Hier findet sich wunderbare Kletterei auf festem Fels in der wärmenden Sonne wieder. Diesem Grat folgt man. Dieser wird unterbrochen von einem Schneefeld (linkshaltend). Wieder kommt man auf den Pfeiler und folgt diesem länger.
Im unteren Teil findet man gutgriffige Felsen. Weiter oben Platten mit oder ohne Schneedeckel.
Man erkennt, dass dieser Grat komplett für ein größeres Stück abbricht (Dieser teilt den oberen vom unteren Teil der Wand). Vor dem letzten Gendarm hält man (Bild 2) und seilt 30m nach links ab. Dieser Punkt eignet sich hervorragend für einen Trinkpause oder ein kleines Frühstück. Auf dem Pfeiler bewegt man sich immer zwischen Sonnen und Schatten. Der kommende Teil ist mehr dem Schatten ausgesetzt, findet doch weiter oben wieder Sonne. Nach dem Abseilen quert man etwa 200m nach links. Der Untergrund bietet Schnee mit Platten darunter, was gutes Trittgefühl erfordert. Es folgt ein kurzes Stück hüfthoher Schnee.
Man erkennt eine Rinne mit Schnee, welche auf einen Grat führt. Es ist in diese Richtung zu klettern. Am Beginn dieser Schneerinne, quert man jedoch nach rechts, unter einem riesigen Felsblock vorbei. Anstrengende Spurarbeit für den Führenden.
Man folgt der logischen Linienführung Richtung Gipfel, diese bewegt sich schlangenförmig auf den Grat zu. Dabei ist ein schmales Band unter einem Felsüberhang zu queren, was durch den plattigen, vereisten Fels und dem Schnee die Crux der gesamten Tour darstellt. Weiter folgend Richtung Gipfel kommt man auf den Grat und bekommt einen Blick auf die schattige Nebenwand. Nun direkt dem Gipfel entgegen.

Abstieg:
Über das kurze Gratstück absteigen in das Joch und nun in Falllinie nach unten. Über den Abbruch kommt man mit einer Abalakov.
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Nr. 1 vom 20.03.2015
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Florian Zink

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