TourenFührer - Route

Gipfel: Zářečí , 400 m

AndréTT

Route: Bechyňska Via ferrata

Bechyňska Via ferrata
Klettersteig
sehr schwer
50 m
2.0 Stunden
Zufahrt:
Bechyně (Bechin) liegt an der Lužnice (Lainsitz) im Jihočeský Kraj im Bezirk Tabor. Man fährt dorthin entweder von Osten (Sudoměříce, Jihlava) oder von Westen (Bernartice, Pisek, Passau) auf der Nationalstraße 135, von Norden (Opařany, Tabor) her kommend, oder von Süden (Týn nad Vltavou, Česke Budějovice, Linz) auf der Nationalstraße 122. Im Ortskern befinden sich auf dem Marktplatz neben imposantem Schloß viele Parkplätze. Doch von dort hinab zum Fluß läuft man ca. 30 min., zum KS noch mal eine halbe Stunde. Je nachdem, aus welcher Richtung man anreist, fährt man entweder von Bechyně in südlicher Richtung den Schloßberg links umrundend zum Fluß Lužnice zur Siedlung Zářečí hinab (340 m), welchen man über blaue Eisenbrücke überquert. Oder man gelangt über die Straße von Osten kommend direkt dorthin. Parkmöglichkeiten gibt es dort allerdings kaum. Entweder beim Imbiss „Hospoda na Kovárně“, wenn man dort einkehrt und fragt. Oder in der Sackgasse links neben dem Keramik-Geschäft.
Alternativ fährt man nordostwärts aus der Siedlung hinaus bergauf rechts am Hof Kamený Dvúr vorbei bis man auf die T-Mündung der Nationalstraße 122 trifft. Dort rechts herum und südwärts bis nächste Straßengabelung. Rechtshaltend kommt man an einem kurzen Feldweg zu einem Anwesen mit einer Hausruine vorbei (linke Straßenseite). Kurz dahinter biegt an einer schwachen Linkskurve der 122 rechts ein unbefestigter Fahrweg westwärts über den Acker ab, der zum Anwesen Kopaniny führt. Noch davor jedoch, ca. 150 m ab der Straße, befindet sich ein Wegweiser an einem der beiden markanten Bäume: Kopniny – U Křížku. Dort ist Platz für gerade mal 2 Autos.
Zustieg:
Von Zářečí südwärts an einem „Baumbarometer“ vorbei zum hölzernen Wegweiser. Von dort dem Richtungspfeil Židova Strouha zu einem unbefestigten Güterweg hin. Auf diesem links von einem mit Maschendraht umzäunten Garten vorbei zu einer Trafostation mit Satteldach, wo der Fahrstreifen neben östlichen Flußufer endet. Gelb-weißem Linkspfeil am Betonmast der Trafostation folgend in beginnendes Wäldchen ca. 40 m aufwärts aus endendem Tobel rechtsdrehend hinaus bis man zu hochflächigem Acker kommt.
Dort steht eine markante Kiefer mit gelb-weißer Markierung und der Aufschrift „Rovně“ (geradeaus) und darunter kleiner weißer Hinweispfeil „Via ferrata“ nach rechts zeigend. Geradeaus über den Acker führt ein Güterweg unter eine Stromleitung durch zu den beiden markanten Bäumen von Kopniny / U Křížku (700 m Entfernung) und weiter nach Židova Strouha. Von der Kiefer führt unmarkierter Trampelpfad am Rand von Wald und Acker westwärts zu einem rostigen Gittermast ehemaliger Stromleitung. Dort knickt der Pfad um 90° nach links (südwärts) ab. Nach ca. 200 m führt deutlich erkennbarer Weg rechts an einem zerstörten Holzbungalow vorbei (400 m Höhe) und hinab zu kleinem Tobel, der am Fluß endet. Rechts haltend gelangt man zu ersten oberen Felskopf der Felsschlucht. An einer Birke hängt ein in Folie steckendes Papier mit Info zum KS. (25 min. ab Zářečí, bzw. 15 min. ab Kopniny – U Křížku).
(Schwierigkeit: KS 6 ; tschechisch: D/E; österr.: E; französ. u. italien.: ED):
Im 2013 gebauten und am 8.5.2014 eröffneten Klettersteig am Fuße nach Westen ausgerichteter Felswände steigt man nicht hoch, sondern quert immer über dem Wasser des abwärts fließenden Flusses Lužnice an dessen linken Ostufer. Seine Besonderheit ist dabei, daß es dort keinen Ausstieg gibt. Sondern man muß diesen Steig auf Trittbügeln komplett wieder zurück klettern, fast immer leicht überhängend. Die Kontinuität dieser Kletterpositionen macht die Schwierigkeit der Route aus und fordert in ungewohnter Weise fast ausschließlich nur Armkraft. Im Orthogneis muß man kaum Tritte suchen, sondern stets sich am Seil entlang hangeln. Manchmal nur 30 cm überm Wasser (im Frühjahr).
Der Einstieg beginnt an dem Felskopf vor dem Tobel über eine Leiter mit oberem Handgriff wie in einen Schacht und dann mit einer Eisenbügelparade hinab zum Flußufer. Die Absicherung besteht aus ungewöhnlich dickem Stahlseil (20 mm Dmr.) und ist durchweg bombastisch mit Ausnahme eines kurzen Stückes (12 mm Seil) in kurzer Passage (meist matschigen) Gehgelände am Anfang. Für die Hangelei stellt sich dieses dicke, ehemalige Seilbahn-Seil aber gerade gut für die Hände heraus. Immer flußabwärts zieht sich die Route von Felsbucht zu Felsbucht meist knapp über der Wasseroberfläche des Flusses Lužnice. Abwechslungsreich und dankbar nimmt man die Dreiseilbrücke an, welche eine Felsbucht abkürzt. Alternativ zu ihr führt das Seil auch um die kleine Bucht weiter, wer von der Hangelei noch nicht genug hat, oder um einen Stau auf der Drahtbrücke zu umgehen. Über der Brücke ist ein viertes Seil gespannt zur Sicherung. Darin hängt eine Doppelseilrolle von Petzl mit Karabiner Diebstahl gesichert. Es folgen nun Passagen, in denen manche Buchten mit Buchenhölzern aufwarten als Trittgelegenheiten zwischen den Eisenbügeln. In einer engen Felsnische liegen 2 Hölzer. Hier muß man zur Innenseite turnen. Am Ende steigt man auf auf einen Felsabsatz ca. 5 m übers Wasser hinauf. Dort befindet sich eine Bank, das kleine Wandbuch in der Kupferkassette, eine kleine Spendenbox, an welcher eine 50-Pfennig-Münze am Draht baumelt. Der KS endet hier mit der „Krönung“ der Schwierigkeiten: Ein übler 10 m Überhang. Stets auf Eisen-Bügeln ohne Felskontakt. Das Seil endet oben rechts neben einer kleinen Glocke (50 min.).
Rückweg:
Auf gleichem Weg retour.
KS-Set, 30 m Halbseil ggfs. für den Felsüberhang, 2 Expresschlingen zum Ausruhen
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Nr. 3 vom 29.04.2015
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