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Gipfel: Rheinwaldhorn / Adula, 3402 m

AndréTT

Route: Zerfreila – Canalbrücke – Oksastafel - Lampertschalp – Läntahütte – Läntagletscher – Rheinwaldhorn - retour

Zerfreila – Canalbrücke – Oksastafel - Lampertschalp – Läntahütte – Läntagletscher – Rheinwaldhorn - retour
Schneeschuhtour
1700 m
14.0 Stunden
Auf der Autobahn A 13 von Norden (Chur, Sarganser Dreieck), oder von Süden (San Bernardino-Paßtunnel bis Abfahrt Reichenau / Bonaduz. Auf der Fernstraße 19 westwärts über Flims und Laax bis Ilanz. Von Westen her ist die Fernstraße 19 am Oberalp-Paß im Winter gesperrt. Wenn der Lukmanier-Pass geräumt ist, kann man aus dem Süden kommend auch über diesen fahren bis Disentis und von dort weiter ostwärts nach Ilanz. Ab Ilanz südwärts auf meist gut ausgebauter Landstraße ins Valser Tal bis Vals (1252 m). Von dort auf schmales Teersträßchen entlang der Ostseite der Schlucht des Valser Rheins durch einen 800 m langen Tunnel (Ampelregelung) bis zum öffentlichen Parkplatz der KWZ beim Gasthaus Zerfreila (1850 m). Ab dem Gasthaus ist die Weiterfahrt über kurzes Teersträßchen bis zur Staumauer für den allgemeinen Verkehr verboten.
Im Winter ist die Straße nur mit Schneeketten befahrbar, da dieser auch als Schlittelweg benutzt wird (!).
Route (Schwierigkeit WT 4+):
Ab dem Parkplatz westwärts, rechts an einer Hütte (1864 m) vorbei, zur Krone der 140 m hohen und 504 m langen Bogengewichtsstaumauer der KWZ (1868 m) in 5 min. In dem Speicherbecken werden im Sommerhalbjahr anfallende Zuflüsse des Valser Rheins, Canalbachs und Horabachs zurückgehalten. An bronzener Berg-Plastik von R. Ratnowsky vorbei auf einem unbefestigtem Weg geradeaus aufwärts zur Kapelle Zerfreila (1984 m) hinter dem Finsterbach, wo sich ein kleiner Schotterplatz befindet. Die Kapelle erinnert an gleichnamiges Dorf, welches 1957 unterging, als der See aufgestaut wurde. Bei der Kapelle endet der Winterwanderweg. Links zweigt dort der Sommerpfad ab zum Guraletschsee hinauf. Geradeaus läuft man nun auf rot-weiß (früher gelb-rot) signalisierten Schotterweg weiter westwärts wieder etwas Höhe verlassend bis zur Brochahütte (1976 m) links des Weges. Von hier dreht der Weg nach Südwest (links) zum Linksabzweig P 1900 stets an Höhe verlierend. Weiter auf dem Güterweg bleibend nun im Linksbogen hinab zur Canal-Brücke (1805 m), wo links der Sommerpfad zur Canalalp abzweigt an linker Uferseite des Canalbachs. Hinter der Brücke dreht der Weg nach Nordwest (rechts). Über die kleine befahrbare Brücke über den Horabach geht’s westwärts weiter ohne Höhengewinn bis Oksastafel (1886 m). Im Winter gibt es für Skitourenfahrer 2 Möglichkeiten zur Lampertschalp zu gelangen. Entweder weiter auf dem Güterweg hinab zur Brücke über den Valser Rhein und auf dessen nördlichen Uferseite entlang, oder ständig steilen Hang traversierend im linken Bogen auf südlicher Seite des Valser Rheins. Letzteres stellt sich für Geher mit breiten SS als zu ungeeignet heraus. In beiden Wegvarianten gibt es im Winter verschiedene Risiken. Rot-weiß markierter Güterweg kann von Naßschneelawinen von Schroten hinunter bei Wärme getroffen werden, oder von Pulverlawinen nach viel Schneefall (insofern ist diese Route an kalten Tagen wohl besser geeignet). Die südliche Route ist anfällig für Schneebretter und Triebschneeansammlungen bei Neuschnee i.V.m. Wind und Altschneedecken können nicht immer tragend sein. Der Güterweg (im Sommer einfache MTB-Route) führt südlich an alter Hängebrücke vorbei und über kleine Brücke über den Novabach zur Lampertschalp (1992 m). Im nun breiten Tal südwärts rechts des Rheins überquert man den Garenstockbach unterhalb der Schäferhütte (P 2103) und nach insgesamt 8 km (ab Parkplatz) gelangt man zur kleinen Läntalhütte der SAC Sektion Bodan (3 ¼ Std. ab Parkplatz), welche es seit 1913 dort gibt. Ab hier sieht man das Ziel im Süden, so daß es keine Orientierungsschwierigkeiten geben kann. Man überquert nun den von rechts herunterkommenden Piz Jut-Bach und gelangt (auf blau-weiß markierten Sommerweg zum Gletscher) erst nach 1,5 Std. zum Ende des breiten, flachen Hochtals (ca. 2550 m) am Fuße des Grauhorns. Bei den nicht besonders hohen Felsbarrieren sucht man sich auf deren rechten Seite die kürzeste nach rechts hoch ziehende Lücke. Hier schnallt man seine Laufgeräte ab und stapft zu Fuß die 40° steile Schneerinne hinauf. Danach hält man auf dem etwa 30° schrägen Gletscher nach rechts (westlich) hoch und dreht mit Abstand vor den Felswänden nach links (südwestwärts) zur Gletschermitte stets steigend. Die Steilheit nimmt etwas ab inzwischen. Man hält auf sichtbaren Felskamm an linker Seite zu, wo sich eine große Steinpyramide befindet. Von hier orientiert man sich nach rechts zum mit Felstürmen durchsetzten Adulajoch (3290 m). Nicht bis dorthin, sondern schon vorher biegt man links hoch zum Nordwest-Rücken des Bergs. Auf diesem hoch zum Gipfelkreuz, welches aus L-Eisen zusammengeschraubt wurde (2,5 Std. ab Gletscher oberhalb der Felslücke).
Abstieg:
Wie Aufstieg (7 Std.)
Steigeisen, Eishandgerät, Teleskopstöcke, Schneeschuhe, Schneeschaufel
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Nr. 3 vom 21.04.2015
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