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Gipfel: Gross Sättelistock, 2637 m

robik

Route: Fakir 6b+ (6b obli)

Fakir 6b+ (6b obli)
Klettertour
Von der Brunnihütte (Seil- und Sesselbahn) rund 40 Min. "Spaziergang" auf gut ausgebautem, leicht auf und ab führendem Wanderweg Richtung Rugghubelhütte. Vor Tüfelsstein zuerst in Grasmatten, dann am linken Rand der grossen Geröllhalde und schliesslich in felsdurchsetzten Schrofen (Aufstieg ok, Abstieg nicht zu empfehlen) zum Band mit den Einstiegen. Der erste (gut sichtbare) Stand gehört zur (westlichen) Abseilpiste, welche dort endet.
SL1 2-3b, 50m (gestreckt!) zu einzelnem BH am Fuss der Wand
SL2 5a, 45m: Schöne Kletterei, einzelne (wenige) BH, gut zusätzlich abzusichern
SL3 6a, 25m: "Jetzt geht's loohos", bzw wäre schön gewesen, denn hier beginnt das steile Gelände... nur liegt vor uns eine grosse ausgebrochene Schuppe, welche das Erreichen des 2. BH wohl im Grad 6a ermöglicht hätte. Ich versuche es trotzdem, steige prompt falsch ein und stürze im Bereich des Ausbruchs unerwartet und lande zum Glück nicht auf dem Band - für einen zünftigen Schlag ins Kreuz reichts trotzdem und mit dem Hexenschuss ist es an diesem Tag schon etwas mühsam zu klettern... Nach einigen Minuten physischer und mentaler "Sammlung" probiere ich es nochmals und mit ca 6b ist der Haken dann von li her recht gut zu erreichen - Groundergefahr inklusive. Danach sehr schöne Kletterei Richtung Dach und Nische, dort re hinaus ans Licht zum unbequemen Stand (in der Folge immer an zwei BH)
SL4 6b+, 35m: Fantastische Kletterei, die Crux gleich auf den ersten Metern in anspruchsvoller technischer Kletterei, die ihren Höhepunkt in seichten Löchern findet; danach reiner Genuss an guten Griffen zuerst gerade hinauf, dann horizontal nach re zum Stand
SL5 6a, 30m: ... und es kommt noch besser, ab jetzt li hoch Richtung grosses Dach, steil und scharf, Querschlitze a go go, dann auf richtigen "Möcken" von Silex und ...
SL6 6a, 25m: ... das Gleiche nochmals in Variation links ums Eck herum - vor lauter Begeisterung nicht vergessen, ab und zu einen Friend zu (ver-) stecken
SL7 6a+, 40m: Ähnliches dann in ausgedehnterer Weise bis zur linken Ecke des Dachs, die Crux dann direkt vor Stand, bereits mit etwas Seilzug (Exen verlängern)
SL8 6a+, 50m: Eindruck erweckend geht's direkt ab Stand durch den SChlitz gerade hoch in Piaz'scher Manier, henklig und tatsächlich nur ein paar Züge lang, dann ist die Pracht der Hauptwand vorbei und man gelangt über stufiges Gelände mit einigen Aufschwüngen im 5ten Grad aufs grosse Band
SL9 4a, 35m: Eine Stelle in Kaminkletterei, sonst Schrofen, Stand am Fuss der letzten Wand
SL10 6b+, 20m: Um auf den Grat zu gelangen, muss man nochmals die Hände aus den Hosensäcken nehmen. Zuerst technisch und interessant an splittrigem, nicht 100% sicherem Fels die ersten Meter, dann etwas einfacher zu Dächlein und "Hopp dä Bäsä" athletisch (ja, es hat die nötigen Griffe!) darüberhinweg
SL11 5c, 30m: Über ein paar steilere Stufen auf den Grat, Stand etwas nach hinten versetzt, bereits mit Aussicht ins Mittelland ;-)
Abstieg: Nachdem wir es uns nicht nehmen liessen noch den Gipfel zu besuchen, folgt nun nochmals die etwas ernsthaftere Aufgabe, den richtigen Weg ins Tal zu finden: Zuerst einige Meter auf dem Grat Richtung Westen hinuntersteigen bis zur Abseilstelle mit vielen Schlingen. Danach braucht es viel Übersicht, um durch das von Bändern durchzogene Gelände - immer tendenziell am linken Rand/Grat entlang hinunterzusteigen und ab und zu etwas abzuklettern. Schliesslich gelangt man zu einem Sattel, wo ein Fixseil den Weg li hinunter zum 1. Abseilstand der "Piste" (immer Ketten mit Maillot) zeigt. Hier ca 30m übers Gras hinunter, dann noch einige Meter im Fels. Ab hier ca 45m (senkrecht, bzw. etwas westlich haltend) zu Stand unterhalb eines Dächleins (etwas versteckt!), dann ca 40m zu Stand oberhalb eines Dächleins, nun bis an den Wandfuss mit Stand an Felsplatte im Gras und mE sinnvoll nochmals bis zum Stand welchen man beim Aufstieg passiert hat.
Wir wählten dann das weitere Abseilen vom Fuss des Südost-Pfeilers, welchen man problemlos erreicht. Zuerst über Gras zu Stand an Wändchen (etwas versteckt, tendenziell re im Sinne des Abstiegs), dann über felsiges Schrofengelände zu Stand an sicherem Plätzchen (li im Sinne des Abstiegs) und schliesslich frei hängend über einen gelben Wandausbruch in die Halde darunter - ab dort eigenartige pinke (Riesen-) Markierungen (Grenzverlauf?)
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Filidor extrem OST (2013)
 
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Nr. 3 vom 01.09.2015
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