TourenFührer - Route

Gipfel: Nadelgrat, 4327 m

Thömel

Route: Vollständiger Nadelgrat ab Bordierhütte

Vollständiger Nadelgrat ab Bordierhütte
Berg-/Hochtour (Sommer)
1853 m
10.0 Stunden
Galenhoch 3303m:
Von der Bordierhütte auf dem Hüttenweg zurück auf den Riedgletscher, auf dem Gletscher den Markierungen folgen (wenn Hütte bewartet) bis ca. 2750m. Im Wegknick rechtshaltend hoch zu einem Felsband. Zum und durch das Felsband weisen Katzenaugen und Wegspuren den Weg. Nun ca. 200m schärg (NW) aufsteigen bis bis zu einem Felsrücken auf 2820m. Hier dreht der Weg nach SW ab. man folgt den Spuren bis zur Abflachung auf 2900m. Nach der Abflachung (Wegspuren - 200m) dreht man nach SO Richtung Gletscherrestfeld und weiter bis zu der markanten Rippe (100m südlich Pt. 3027). Ab hier Wegspuren zuerst steil hoch, ab 3070m linkshaltend haltend an die nächste Begrenzungsrippe. Dieser entlang bis zu den Felsbändern. Im Zick-Zack überwindet man diese Stelle. Danach zunächst SW bis 3240m dann südlich auf den Grat, den man etwas rechts (NW) vom Galenjoch P.3303 erreicht. "2 1/4 Std."

Chli Dirruhorn 3890m:
Vom Galenjoch P.3303 möglichst nahe am Grat bleiben. (Flanken teils sehr brüchig) Schutt und grosse Blöcke (Fels 2b) wechseln sich ab. Der Aufschwung P.3816 wird überklettert oder rechts (westlich) umgangen. Anschliessend weniger steil zum Gipfel P.3890. "2 Std."

Dirruhorn 4035m:
Vom Chli Dirruhorn P.3890 dem Grat folgend (Fels 2a) in die Sella absteigen. Vom Schneesattel/Selle P.3859 folgt man dem Grat. (Fels 2a-2c) Am Grat sind die Felsen besser als in den Flanken. Eine isoliert stehend, markante Felsspitze überklettern und von dieser ca. 6m abseilen. Oder: rechts, nahe dem Höchsten Punkt über eine Platte mit Rissen (Fels 3b) umgehen. Dem nun etwas steiler werdenden Grat auf das Dirruhorn P.4035 folgen. "1 1/2 Std.)

Hohbärghorn 4219m:
Vom Dirruhorn P.4035 rechts (W) etwas unterhalb des Grates oder direkt auf dem Grat, in wenig schwierigem Fels zum Dirrujoch P.3912 absteigen. Welche Variante man wählt hängt sehr stark von den Verhältnissen ab. "Am Grat fester und guter Fels, in der Flanke teils brüchig. Diese lohnt sich nur bei noch genügend Firn.
Vom Dirrujoch P.3912 folgt man nun dem NW-Grat des Hobärghorn. Dieser besteht zuerst aus leichten, teils plattigen Felsen (hier möglichst immer direkt am Grat bleiben), geht ungefähr in der hälfte in Firn über der immer steiler wird. Ab ca. 4120m besteht er wieder aus steilem und losem Fels (2b). Diese Felsstufe wird links von der Gratkante (NNW) erklettert. Schliesslich erreicht man über den sich zurück legenden Grat das Hohbärhorn P.4219 "2 Std."

Stecknadelhorn 4241m:
Vom Hohbärghorn führt ein kurzer, leicht geneigter auf beide Seiten aber steil abfallender Schneegrat hinunter zum Hohbärgjoch P.4144. (Vorsicht bei Blankeis)
Vom Hohbärgjoch folgt man dem NW-Grat des Stecknadelhorn. Direkt auf dem Grat oder unmittelbar darunter in den Bänder südlich (re.) des Grates.
Achtung: Nicht zu weit in die Flanke abdrängen lassen. Da wird es ungemütlich (sehr brüchig). So erreicht man den Gipfel des Stecknadelhorns P.4220. "1 Std.)

Abstieg via Mischabelhütte:
Ein kurzer, horizontaler Grat führt nun über Felsen und Firn ins Stecknadeljoch (ca. 4220) Von hier bestehen zwei Varianten.

Variante 1:
Vom Stecknadeljoch dem NW-Grat des Nadelhorns folgen. Dieser besteht zuerst als Firn und Schnee und führt an den Fuss eines Gendarmen. Dieser wird überklettert (Fels 3b). Von einer Lücke hinter dem Gendarmen quert man nach links aufsteigend zum NE-Grat und erreicht schliesslich diesem folgend über plattige Felsen das Nadelhorn P.4327. Nun auf der Nadelhorn Normalroute zur Mischabelhütte.

Variante 2: (nur bei guten Firnverhältnissen)
Vom Stecknadeljoch quert man den N-Hang des Nadelhorns unterhalb der oberen Querspalte zum NE-Grat des Nadelhorns. Nun folgt man dem NE-Grat der im oberen Teil durch Felsen unterbrochen wird, meist aber aus Firn und Schnee besteht. Die Felsen werden überklettert oder links, westlich umgangen. (Vorsicht bei Vereisung). So erreicht man das Windjoch P.3845. "1 1/2 Std.)
Vom Windjoch über den Hang (im Sommer oft vereist, blank) unterhalb, südlich des Ulrichshorns, auf den Hohbalmgletscher hinunter. Nun im halbrund über den Gletscher zur Felsrippe, die man schliesslich auf ca. Höhe Schwarzhorn erreicht. Auf der Rippe zurück zur Hütte oder bei genügendem Firn auf dem Gletscher, links (nördlich) der Felsrippe, bis ca. 3660m absteigen. Von hier SE wärts zur Mischabelhütte. "1/2 Std." (Stechnadelhorn-Mischabelhütte Total 2 Std.)

Nun auf dem Hüttenweg hinunter nach Saas Fee "3 Std."

Bei blanken Verhältnissen zwei Eisgeräte
30m Seil, Gletscherausrüstung
Schlingen
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topo.verlag Hochtouren Topoführer Walliser Alpen (2019)
 
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Nr. 4 vom 20.07.2017
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