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Gipfel: Zugspitze, 2962 m

AndréTT

Route: Überschreitung (Hammersbach - Stangensteig – Höllentalangerhütte – Höllental-KS – Höllentalferner – Zugspitze – KS „Stopselzieher“ – Wiener Neustädter Hütte – Hohes Egg – Höhenweg Eibsee-Höllental – Hammersbach)

Überschreitung (Hammersbach - Stangensteig – Höllentalangerhütte – Höllental-KS – Höllentalferner – Zugspitze – KS „Stopselzieher“ – Wiener Neustädter Hütte – Hohes Egg – Höhenweg Eibsee-Höllental – Hammersbach)
Alpine Wanderung
2360 m
13.0 Stunden
Zufahrt:
Von Norden (München) über die Autobahn A 95 nach Oberau und weiter auf der B2 nach Garmisch-Partenkirchen, bzw. von Schongau über die B 23 dorthin. Von Westen kommt man über Reutte i.T. über die B 179 Richtung Lermoos und biegt davor nordwärts ab auf die B 187 nach Garmisch-Partenkirchen. Von Süden erreicht man über den Fernpass (1209 m) auf der B 179 Lermoos. In Garmisch-Partenkirchen fährt man zum westlichen Ortsende und biegt links ab in die Schmölzstraße nach Hammersbach. Man passiert an rechter Straßenseite den kostenpflichtigen Parkplatz 1 (750 m) und gelangt nach 700 m zum zweiten gleich kostenpflichtigen größeren Parkplatz 2 (753 m).
Zustieg:
Die Höllentalstraße vom P2 bis zum Kirchlein. Davor biegt man rechts ab zur nahen Hammersbacher Hütt’n. Nun benutzt man breiten Forstweg (Weg Nr. 831A) links vom Hammersbach in den Wald südwärts bequem zu einer Gabelung der Forstwege, wo man geradeaus bleibt. Weiter bergauf in 45 min. bis vor die Eingangshütte kostenpflichtiger Höllentalklamm (1054 m). 3 min. davor trifft man auf den Eibsee-Höllental-Höhenweg Nr. 831 von rechts kommend. Dort biegt man rechts ab und kurz danach nach links ab zum exponierten Stangensteig, der jedoch stets breit genug ist, um keine Höhenangst aufkommen zu lassen.
Route (T5-, WS, KS 2, K1):
Stangensteig (T3):
1845 wurde der Steig begonnen zu bauen, um abgebautes Erz ins Tal zu befördern. Anfangs läuft man auf breitem Schotterweg in Serpentinen durch den Wald ständig aufwärts bis man auf den Wanderweg trifft. Hier nun links an einer Schutthalde und an alten Erzabbau-Stollen vorbei gelangt zur ersten Seilsicherung. Danach gelangt im Zickzack über Stufen hinab zur 70 m Hohen Brücke aus Winkeleisen und Holzbrettern, welche 1899 gebaut wurde. Danach kommt man in Serpentinen etwas bergauf, um danach über hölzerne Treppenstufen zum Hammersbach hinab zu steigen. Nach dessen Überquerung auf einer Brücke läßt man das kleine, 1916 gebaute Wasserkraftwerk der DAV-Sektion München zur Stromversorgung der Höllentalangerhütte links liegen und steigt die wenigen Meter hoch zum Wanderweg durch die Klamm. Nach 2 Std. hat man eine kleine Kapelle und die im Jahr 2016 modernisierte Höllentalangerhütte erreicht (1387 m). Zuvor hat man einen imposanten Wasserfall an rechter Felsseite passiert.
Höllental-Klettersteig (KS 2+):
Nach links zweigt der Pfad zum Kreuzeck, bzw. Osterfelderkopf mit der Bergstation der Alpspitzbahn ab. Man überquert jedoch unmittelbar hinter der Hütte nach links über eine Brücke das flache Bachbett. Über den Höllentalanger gelangt man zum Brett-Leiter-Klettersteig. Vor der Felsbarriere zweigt nach rechts der Bergsteig zur Riffelscharte ab. Über eine senkrechte Eisenbügel-Parade, die „Leiter“ wird die Felsstufe überwunden. Danach quert man nach links durch Latschengewächse in kurzen Serpentinen zum „Brett“, einer schrägen Felsplatte mit einseitig eingedübelten dreieckigen Tritteisen. Nach 130 Hm gelangt man nach kurzer freien Kletterei (K1) durch eine Rinne in das grasige felsdurchsetzte Höllental-Kar, dem sich ein Geröllfeld anschließt. Auf deutlichem Pfad nun westwärts zum Gletscherrest des Höllentalferners (ca. 2450 m). Im großen Rechtsbogen wird dieser mittig um sichtbare Bruchzonen an rechter Seite ca. 20° steil überquert zur südlich ausgerichteten Felswand (1,5 Std.). Je nach Jahreszeit und Situation befindet sich dort eine Randkluft. Es gibt 2 Einstiegsseile und Eisenbügelreihen. Rechts etwas höher der ursprüngliche Einstieg. Ca. 20 m daneben tiefer hängendes Seil. Nach ca. 6 m Höhe wendet sich die Führe nach rechts. Durch einer Schotterterrasse kommt man zu einer kurzen Verschneidung, die man mittels Eisenstifte überwindet. Danach folgen wieder Eisenbügel in die Höhe. Inzwischen sieht man den Gipfelbereich rechts hoch über einen, falls Sicht herrscht. Nun klettert man unschwierig durch 2 Felsrinnen bis zum Grat. Aus einer braunen Felsscharte heraus führt nach links eine Rinne hoch das Sicherungsseil zum Jubiläumsgrat (verblichenes Blechschild). Eine Gedenktafel erinnert an 3 durch Blitzschlag tödlich Getroffene am 17.7.1982. Auf dem berühmten Ostgrat nun nach rechts (westwärts) ca. 80 m zu sichtbarem goldenen Gipfelkreuz (2,5 Std.). Von hier nun einige Eisenbügel hinab zur Plattform der Bergstation der Eibsee-Gondelbahn. Von dort weiter westwärts am daneben gebauten Münchner Haus der DAV Sektion München vorbei über die bayerisch-tiroler Landesgrenze zur Plattform der Bergstation der Ehrwald-Gondelseilbahn. Links nun die Eisentreppen hinab zum Funkgittermast.
Abstieg:
Westgrat-Steig „Stopselzieher“ (KS 1+):
Auf dem Südwestgrat läuft man bis zum Wegabzweig. Geradeaus kommt man hinab zum Zugspitzplatt, bzw. zur Knorrhütte und Reintalangerhütte (Wegweiser). Man verläßt jedoch nach rechts hinab den Grat (Wegweiser abgebrochen) und folgt den rot-weißen Markierungen zum Sicherungsseil. Westwärts kommt man zur Ruine ehemaliger Bergstation früherer Tiroler Zugspitzbahn. Dort wendet sich der Steig nach links und man gelangt über eine Rippe hinab zu einer Felsrinne. Nach zweiter Rinne kommt man an einer Gedenktafel von 2009 vorbei zu einem schrägen Kamin, dem Stopselzieher“ mit Felshöhle im unteren Bereich, durch die das Seil führt. Nun folgt man den rot-weißen Farbpunkten durch das Schneekar etwas rechts haltend unterhalb der Seile der Ehrwalder Gondelseilbahn zur schon lange sichtbaren Wiener Neustädter Hütte (WNH) des Österreichischen Touristenklubs (2213 m, 1 ¾ Std.). Höhenweg Eibsee-Höllental (T 2):
Nun weiter westwärts auf dem Pfad Nr. 801 (zum Georg-Jäger-Steig Richtung Ehrwald) Richtung Zwischenstütze der Tiroler Zugspitzbahn. Auf einem Bergrücken zweigt nach rechts ein Steig Nr. 821 ab, welchen man nun benutzt (Wegweiser Mittelstation Zugspitzbahn). Anfangs weiter westwärts, dann rechtsherum und nordostwärts bergab rechts an einer Steinhütte hinter einer Felsrippe vorbei durch den Wald bis zum Wegabzweig vor dem Hohen Egg. Nach rechts bis zum nächsten Abzweig, wo man ebenfalls wieder rechts bleibt. An der Landesgrenze kreuzt man den Steig, der von rechts von der Riffelhütte und der Haltestation „Riffelriß“ der Zahnradbahn hinab kommt und nach links entlang der Grenze zum Aussichtspunkt Eibseeblick führt (1 ¼ Std.). Man läuft geradeaus grasige Skipiste Richtung Norden zur Seealpe, der Diensthütte des Forstamtes im Hinteren Zugwald, die sich rechts des Wegs befindet (10 min.). Links kann man sich an einem wasserdurchfließenden Baumstamm erfrischen. Unmittelbar danach trifft man auf die Forststraße zum Eibsee. Entweder auf dieser rechts entlang bis zu deren Linkskehre (kein Wegweiser), wo der Wanderweg nordostwärts in den Rifflwald abzweigt, um zum Höhenweg Eibsee-Höllental (Nr. 831) zu gelangen. Oder man überquert die Forststraße (Wegweiser) und läuft den Wanderweg Nr. 821 weiter hinab durch Vorderen Zugwald zum Eibsee mit der Talstation der Eibsee-Gondelseilbahn und der Gaststätte Eibseealm. Dort hält man sich rechts (ostwärts), überquert an rechter Bahnhofseite die Gleise der Zugspitzbahn und gelangt zum Weg Nr. 831. Auf diesem nun unterhalb der Waxensteine ostwärts Richtung Neuneralm. Vor dieser zweigt in einer Linkskurve jener Weg jedoch nach rechts ab durchs Kuhwaldl bis man den Wanderweg von der Waxensteinhütte rechtskommend kreuzt. Während der Höhenweg Nr. 831 geradeaus weiter bis zum Stangensteig führt, wo man aufstieg, biegt man jedoch nach links ab hinunter zur Schotterpiste, die man kreuzt, um auf den Sagenweg (Nr. 832) zu kommen. Auf diesem nun ostwärts zur Hammersbacher Hütt‘n. Von dort auf dem Teersträßchen zurück zum Parkplatz P2 (2 Std.).
Teleskopstöcke, Sommersteigeisen, ggfs. KS-Set und Helm
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
Rother 3000er Ostalpen (2. Auflage 2014)
 
Ergänze diese Route (Überschreitung (Hammersbach - Stangensteig – Höllentalangerhütte – Höllental-KS – Höllentalferner – Zugspitze – KS „Stopselzieher“ – Wiener Neustädter Hütte – Hohes Egg – Höhenweg Eibsee-Höllental – Hammersbach)) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
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Nr. 2 vom 11.08.2016
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