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Gipfel: Grande Chenalette, 2889 m

AndréTT

Route: Ferret Grande Chenalette

Ferret Grande Chenalette
Klettersteig
leicht
450 m
4.0 Stunden
Zufahrt:
Von Norden (Martigny) aus dem Wallis südwärts auf der Nationalstraße 21 zum dritthöchsten befahrbaren Pass der Schweiz (2469 m), bzw. von Süden (Aosta) aus dem Aostatal nordwärts auf der SP27 dorthin. Entlang der Straße am Westufer des Lac du Gd. St-Bernard (2447 m) befindet sich an deren Ostseite ein bitumierter Parkstreifen hinter dem Zollhaus auf schweizer Seite. Darüber hinaus auf schweizer Seite südlich neben dem Hospice du Grand St-Bernard und auf italienischer Seite südöstlich neben dem Hotel Albergo Italia.
Zustieg:
Man orientiert sich zum Hospice auf schweizer Seite. Dort befindet sich vor der Hausbrücke ein Schilderpfahl mit vielen Wegweisern. Hier hält man sich an die Richtung Lacs de Fenêtre, bzw. Pte. de Drône. Man überquert die Straße nach Westen Richtung Terrasse Panoramique. Dabei läuft man links an einem Blechzaun vorbei, hinter dem die Zwinger sind mit den Bernhardiner-Hunden. In wenigen serpentine nun den felsigen Hang hinauf zu den Resten der Talstation ehemaligen Sessel-Lifts mit der Mini-Refuge La Chenalette und seiner roten Blechtür (5 min.). Von dort weiter auf dem rot-weiß signalisierten Bergpfad nordwestwärts um P 2610 links herum durch eine Geröllmulde hinauf zu den Resten ehemaliger brauner Bergstation auf dem Petite Chenalette (2789 m). Etwas darüber befindet sich eine Aussichtsplattform mit halbrunder Panoramatafel “La Chenalette” und einem Fahnenmast, an welcher die Flaggen vom Aostatal und des Wallis wehen (40 min.). Man folgt der Wegspur rechtshaltend zur Ostflanke des Südgrats vom Grande Chenalette. An einem der dortigen Felsen findet man die rote Aufschrift “FERRET” auf weißem Hintergrund.
Schwierigkeit: KS 1 (A):
Ein roter Pfeil weist nach rechts. Ein gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen signalisiert den Steigbeginn. Erst eine Kette, dann ein kurzes Stück mit Drahtseil gesichert helfen 2 Trittbügel eine Felsplatte hinauf zu einer alten, aber rustikalen Eisenleiter. Danach folgt seilgesichert noch eine links neben einer Kette. Schließlich gelangt man rechts haltend unschwierig zum Gipfel des Grande Chenalette (2890 m) in 20 min. Auf diesem Aussichtsberg flattern am Mast die bereits vom Pass sichtbaren Fahnen von Italien und der Schweiz. Es folgt nun ein kurzer Abstieg durch eine schräge Verschneidung nordwärts am locker liegenden Drahtseil hinab zum breiten Bergrücken, der die Ländergrenze darstellt. Dort wendet sich rot-weiß markierter Pfad über blockiges Geröll nach Nordwesten. Es folgt nun Gehgelände rechts vom unsteilen Felsgrat bis zu einer Felspassage, wo ein Drahtseil als Halteelement hilft. Über Schrofen an einem verfallenen Haus aus Felssteinen rechts vorbei nun teilweise drahtseilgesichert, an kleiner Gedenktafel an einen am 4.9.1982 Verunglückten vorbei zum Pointe de Drône in 55 min. Dort steht der nächste Fahnenmast, jedoch unbeflaggt.
Abstieg:
Über den Westgrat hinab zum Vorgipfel (2861 m), wo der Nordgrat endet. Hin und wieder Helfen Trittbügel und Eisenketten über die Felsblöcke. Rote Strichmarkierungen geben Orientierung. Danach trifft man auf eine Stück drahtseilgesicherte Passage. Weiter westwärts hinab in den flachen, schwarzerdigen Bergsattel Fenêtre d’en Haut (2724 m) in 20 min. Nach Norden führt ein unmarkierter Pfad zu den 3 Seen (Lacs de Fenêtre) hinab. Man folgt jedoch dem unmarkierten, aber deutlich sichtbaren Weg (Nr. 13A) nach Süden ins flache Kar auf italienischer Seite. Steinmandl geben zusätzlich Orientierungshilfe. Man hält sich dabei nach links zur Westflanke des Petite Chenalette. Nach der Überquerung eines Baches gabelt sich der Pfad. Während nach rechts (südwärts) ein Pfad hinab führt zum geschotterten Parkplatz an nördlichsten Kurve der Paß-Straße auf italienischer Seite vor oberster Galerie, führt der Steig ostwärts weiter zu ehemaligem Wasser-Hochbehälter, von welchem aus über Rohre das Wasser zur Verwendung geführt wurde beim Bau der Straße und Tunnel-Galerie. Dieser Seigabschnitt entstand durch die Verlegung eines DN40-bitumenumhüllten Stahlrohres bis zur Felsscharte etwas oberhalb östlichen Endes des begrünten Daches der Galerie. Dort trifft man auf alten, gepflasterten Pass-Weg (heute Wanderweg Nr. 103) südlich unterhalb der Galerie, welcher am Südostende der Galerie die neue Straße überquert. Von hier nun auf einem Felsweg unsteil hinauf zum großen Denkmal des heiligen Bernhard (2458 m) in 75 min. Südlich von diesem steht auf flacher Anhöhe graues steinernes Kreuz von 1816 mit der Inschrift „Deo Optimo Maximo“ neben der Infotafel über die Geschichte der Bebauung an der Paß-Straße (Lungo la via Francigena). Entweder wählt man die Fahrstraße am Haus der Administration de fédéral des douanes (AFD) vorbei. Oder läuft über den Wanderweg an östlicher Seeuferseite entlang zum Hospice. Nach erstem Drittel des Weges kommt man am Grenzstein von 1931 vorbei. Oberhalb vom Hospice steht eine kleine Kapelle und weißes steinernes Kreuz (15 min.).
KS-Set nicht unbedingt erforderlich. Keine steilen Passagen mit Steinschlaggefahr.
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Nr. 1 vom 31.08.2016
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