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Gipfel: Gran Paradiso, 4061 m

AndréTT

Route: Pont – La Chanté – Rif. V.Emanuele II – Gletscher Lavediau – Eselsrücken – Becca di Moncorvé – Gran Paradiso – Eselsrücken – Gletscher Gran Paradiso – Rif. V.Emanuele II – La Chanté - Pont

Pont – La Chanté – Rif. V.Emanuele II – Gletscher Lavediau – Eselsrücken – Becca di Moncorvé – Gran Paradiso – Eselsrücken – Gletscher Gran Paradiso – Rif. V.Emanuele II – La Chanté - Pont
Berg-/Hochtour (Sommer)
2105 m
12.0 Stunden
Zufahrt:
Von Osten (Turin) her kommend auf mautpflichtiger Autobahn A5, von Norden (Martigny) über die E 27 und durch mautpflichtigen Tunnel du Grd. St. Bernard, oder von Westen (Chamonix) auf der E25 / A5 durch mautpflichtigen 11 km langen Tunnel du Mt. Blanc nach Aosta (583 m). Von dort westwärts auf der SP26 Richtung Courmayeur / Mont Blanc. Im Ort Villeneuve biegt man links ab Richtung Rhêmes / Valsavarenche. Im Bergdorf Introd gabelt sich die Straße. Hier hält man sich links und fährt die Straße hinauf anfangs in Serpentinen dann 17 km direkt südwärts entlang des Torrenta Sàvara, erst an westlicher, dann an östlicher Uferseite. Danach wechselt man noch zweimal die Bachseite. Beim Campingplatz A. Terre wechselt man über eine Brücke letztmalig die Uferseite und fährt 1,5 km weiter nach Pont (Valsavarenche), wo die Straße beim sehr großen Parkplatz endet (1960 m).
Zustieg zur Hütte:
Bei dem Informationsholzhäuschen mit großer Info-Tafel am Parkplatz läuft man ostwärts zur Holzbrücke über den Bach Torrente Seiva und biegt dort rechts ab auf breiten Schotterweg, der südwärts ins Vallone di Seiva führt. Nach ca. 15 min. kommt man rechts vom Refugio Tetras Lyre vorbei, wonach rot-weiß markierter Steig in den Wald nach links hoch beginnt (Hinweisschild „Rifugio Vittorio Emanuele“). Der Weg Nr. 1 ist sehr gut ausgebaut und führt in vielen Serpentinen im Wald hinauf zur Alpe Chanté nördlich gleichnamiger Bachschlucht. Nach dem sich der Wald lichtet, kommt man am Wasserfall vorbei. Oberhalb von einem Geröllfeld erreicht man nach 2 Std. die Rifugio Vittorio Emanuele II mit dem halbrunden Blechdach (2735 m) neben kleiner Kapelle mit dem Pultdach oberhalb nahen kleinen Schmelzwassersees.
Route: (Schwierigkeit: WS, K I+):
Nördlich der Hütte überquert man ein kleines Feld aus Gneis- und Granitsteinen zu einer kleinen Senke hin, wo sich sichtbare Steige bei einer Steinpyramide kreuzen. Von links kommt ein Steig von der Rifugio F. Chabod an. Nach rechts führen Trittspuren anfangs flach weiter in ein Tal mit dem Gletscherbach (Normalweg). Auf diesem kommt man über den Gran Paradiso-Gletscher zurück. Geradeaus orientiert man sich zu einem linken Hangrücken, der die Endmoräne darstellt ehemaligen Gran-Paradiso-Gletschers. An der Kreuzung entscheidet man sich, welche Gletscher-Variante man aufsteigen will. Der Normalweg rechts weg führt über spaltenfreien, aber sehr aperen Ghiacciaio del Gran Paradiso. Geradeaus über den Moränenrücken folgt man deutlichen Wegspuren zu einer Felsbarriere, welche nach links hinauf überwunden wird (Steinmännchen). Danach gelangt man in kleines, gerölliges Hochtal (ca. 2910 m). Nach rechts käme man hinab zum Rest des unteren Gran Paradiso-Gletschers. Nach links traversiert man flaches Firnfeld und klettert an dessem Ende hinab zum Gletscher Lavediau. Von dessen rechten (Aufstiges)seite läuft man ostwärts anfangs unsteil zu seiner Mitte, wo man auf die Gletscherroute von der Rif. F.Chabod ankommend trifft. Danach wendet sich die Route mehr zur rechten Hälfte des Gletschers und zickzackt an Spalten vorbei. Bis unterhalb des verfirnten Eselsgrates (Schiena d’Asio), wo beide Gletscher Gran Paradiso und Lavediau zusammenkommen, sind 2 größere und 7 schmale Spalten zu überwinden über geeignete Schneebrücken. Nun weiter ostwärts unsteil und über flachen Eisrücken zu den Felstürmchen Becco di Moncorvé. Erstmals sieht man nun links oben die Felsformation des Gran Paradiso, deren Silhouette an eine Lokomotive erinnert. Man kurvt nun weit ausholend um linken Gletscherabbruch darunter im Linksbogen bis kurz vor Becco di Moncorvé (3875 m). Dann im Linksbogen steiler werdend über den Gletscher mit 2 schmalen Spalten. Unterhalb der Gipfelfelsen ist eine Randkluft des Gletschers zu überwinden. In einer Scharte rechts der Felsen und links vom südlicheren Fenétre de Roc (3994 m) deponiert man seine Utensilien und klettert besser ohne Steigeisen über die großformatigen Blöcke des zweigeteilten kurzen Gratstücks (Hauptgipfel und Gipfel mit der Madonna). In einfacher Kletterei (K1) traversiert man einen Felsblock an dessen rechten Seite, wo 2 Borhaken stecken zum ggfs. Sichern. Dann noch letzten Felsblock hinauf. Nach 4 Std. ab der Hütte steht man neben der weißen Madonnenstatue.
Abstieg:
Bis Schiena d’Asio wie aufgestiegen (30 min.). Von dort nun links haltend (im Aufstieg kam man rechts hoch dorthin). Flach herab zum unsteilen Ghiacciaio del Gran Paradiso. An dessen (in Abstiegsrichtung) linken Seite ist dieser spaltenfrei. Im unteren Drittel ist dieser von einer Geröllschwelle unterbrochen. Danach folgt der Schlußabstieg über ein aperen und ggfs. Wasserreichen Gleterrest. Man orientiert sich zu dessen (in Abstiegsrichtung) rechten Felsbegrenzung, wo man auf Steinmännchen und Trittspuren trifft und sich seiner Steigeisen entledigen kann (75 min.). Nun über geschliffene Felsen und entlang des Gletscherbaches hinab sich an den Steinmandl und wenigen roten Dreiecken orientierend zu P 2986 und links von der Endmoräne, welche man hinauf lief zum kleinen Hochtal, links drehend zu sichtbar gewordener Hütte und weiter hinab zu der Wegkreuzung in der Senke östlich von der Hütte und dem Geröllfeld (1 Std.). Weiter zur Hütte und hinab wie im Aufstieg (1,5 Std.).
Steigeisen, Pickel, Teleskopstöcke, ggfs. 2. Eishandgerät.
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Nr. 3 vom 04.09.2016
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