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Gipfel: Kellenspitze / Köllenspitze, 2238 m

AndréTT

Route: Südwand Klettersteig Kellenspitze

Südwand Klettersteig Kellenspitze
Klettersteig
schwer
1100 m
7.0 Stunden
Zufahrt:
Von Osten (Sonthofen), oder Norden (Oy-Mittelberg) auf der der Deutschen Alpenstraße (B 308) nach Oberjoch im Allgäu. Von dort westwärts über den Oberjoch-Pass (1178 m) ins Tannheimer Tal (Tirol) bis nach Nesselwängle (1136 m). Am westlichen Ortseingang (Schmitte) befindet sich an linker Straßenseite der kostenpflichtige Parkplatz „Gimpelhaus“.
Zustieg:
Vom Parkplatz läuft man entweder den Teerweg, oder Trampelpfad durch den Wald zum unbefestigten Fahrweg und auf diesem rechts herum, dann auf einer Brücke über einen eingefassten Bachtobel und unter den Seilen der Materialseilbahn zum Gimpelhaus bis zum Linksabzweig in den Wald (Wegweiser). Hier beginnt rot-weiß markierter gut befestigter Waldweg (Nr. 415) hinauf in 70 min. zum Gimpelhaus (1650 m). Von hier folgt man kurz dem Wegweiser Rote Flüh bis zur nahen Gimpelalpe mit kleinem Wasserbrunnen (Weg-Nr. 415). Dort gabelt sich der Weg. Von der Gimpelalpe rechts weg führt der Weg (Nr. 415a) zur Tannheimer Hütte. Man umrundet die Alpe jedoch hintenrum und steigt bergauf durch den Wald bis zur nächsten Gabelung nach dem Waldende. Nach Norden biegt der Weg Nr. 417 ab zur Judenscharte und Roten Flüh. Man biegt jedoch nach rechts ab und bleibt auf Pfad Nr. 415 in westlicher Richtung zur Nesselwängler Scharte (50 min.). Kurz unterhalb von dieser verläßt man diesen und folgt dem gelben Wegweiser „Klettersteig Kellenspitze“ am Felsfuß und läuft einen gefächerten Schotterpfad (Weg-Nr. 419 zum Sabajoch und weiter zum Hahnenkamm) etwas unangenehm hinab zum untersten Fuß der Südwand (10 min.). Kurz hinter der Felskante befindet sich der Einstieg (ca. 1910 m).
(Schwierigkeit: KS4+ / D)
Das untere Seilende beginnt rechts neben 3 Schildchen zum Klettersteig. Die Enden der Sicherungsseile des Steigs zeichnen sich dadurch aus, daß sie einerseits in den Fels einbetoniert wurden, um keine Verletzungsgefahren hervorzurufen. Andererseits sind sie farblich mit roter Farbe gestrichen worden, um sich dort nicht einzuklinken zwecks Sicherung. Der alpine Sportklettersteig des TVB Tannheim wurde im Sommer 2011 gebaut und führt in der ersten Hälfte durch eine ehemalige MSL-Kletterroute in der kompakten und griffigen südlich ausgerichteten Kalksteinwand. Er hat seine schwierigsten Stellen am Anfang und am Ende. Nach steilem Wandstück ohne künstliche Tritthilfen quert man nach links zur nächsten Wandstufe. Danach geht’s mit einigen Eisenbügeln über die gelbe Wand aufwärts nach links zu einer Felsrampe mit schönem Aussichtspunkt. Nach kurzem Gehgelände klettert man über Felsstufen zu einem Felsband, auf dem man links zu einem Gratköpfl kommt. Dieses umkurvt man nach rechts. Dann beginnt kurzer Gratabschnitt schräg hinauf zu einem breiten bewachsen Felsband, welches man übersteigt. Dann gelangt man nach leichteren Felsstufen zu kurzer Steilstufe. Danach biegt man rechts herum zu kleiner Felsscharte. Dann umrundet man unschwierig die Nopsenspitze zu einem Grasband.
Auf diesem nach links zur nächsten Felswandstufe. In dieser befindet sich die innovative zu einem Schreibpult aufklappbare VA-Schatulle für das Wandbuch (geniale Konstruktion !). Über die Wandstufe nun hinauf leicht rechts drehend zu schmalem Felssims. Hier knickt das Seil nach links und teilt sich dann. Senkrecht über einen kleinen Grashang hinauf zu einer (regensicheren) Grotte („Rastplatz“). Nach links quert man auf Reibung über schräge Platte weiter zur steilen Gipfelwand, von der das Seil über mehrere Stufen hinauf zickzackt zum Ausstieg auf höchsten Gipfel der Tannheimer Berge, den ein Holzkreuz ziert. (2 Std.)
Abstieg:
In nördliche Richtung beginnt der alpine Abstieg (rot-weiß markierter Normalweg) durch eine rustikale Felsrinne mit wenigen Kletterstellen (K1) und einer Seilversicherung und Eisenbügel (KS2) an einer Felsstufe. Nach weiterer, etwas brüchiger Rinne quert man einen Schrofenhang, in welchem sich lange Altschneefelder halten. Danach klettert man kurzer Stück Richtung Osten aufwärts zu einem kleinen Felssattel. Danach folgt man den Wegspuren durch nächstes schräge Schrofengelände zur Nordseite der Nesselwängler Scharte (2007 m). Nach ca. 30 hm bergab auf der Südseite trifft man auf den Zustiegsweg (1 Std.). Weiter wie aufgestiegen zum Gimpelhaus (35 min.) und hinab zum Parkplatz (55 min.).
Empfehlenswert an heißen Tagen nach der Tour: ein frisches Bad und kostenfreie Liegewiese bei Haller am Haldensee
KS-Set, Helm, im Frühsommer ggfs.Sommersteigeisen
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Nr. 2 vom 12.06.2017
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