TourenFührer - Route

Gipfel: Trettachspitze, 2595 m

Bruchpilot

Route: Alte Ostwand (Beindl)

Alte Ostwand (Beindl)
Klettertour
440 m
4.0 Stunden
Prinzipiell zwei Möglichkeiten:

a) vom Waltenberger Haus über den Steig Richtung Einödsbach, hoch in die Scharte rechts vom Wildengundkopf und durch Rinne hinab in die Ostflanke. Im steilen Schutt und Gras unterhalb der Abstürze zum Fuß der Wand.

b) Von Spielmannsau (hierher am besten mit dem Rad) auf dem Steig zur Kemptener Hütte bis zur Brücke über den Sperrbach. Anschließend noch ca. 50 Hm hinauf, dann entlang einer neuen, gut sichtbaren Wasser(?)leitung steil gut 50 Hm empor und unterhalb eines markanten hölzernen Lawinenbrechers nach rechts in die Trettachrinne (Steilgras, mehrere kleine Runsen). Es empfiehlt sich recht bald in den Rinnengrund abzusteigen, insbesondere wenn hier noch geschlossener Firn liegt. Lange durch die Rinne aufwärts bis man genau unter der Trettach-Ostwand steht. Hier ist die Steilflanke am niedrigsten und kann entlang eines kleinen Bachgrabens ganz gut überwunden werden (geröllbedeckte Platten, lehmige Schrofen, Gras - aber objektiv nicht schwerer als I). Oberhalb der Abbrüche problemlos durch die Grashänge zum Wandfuß. Von Oberstdorf (Renksteg) 3-4 h.
Die Route ist im alten Rother-Allgäuführer (Seibert/Groth) detailliert beschrieben, daher hier nur Stichpunkte:
Einstieg am pfeilerartigen Wandvorbau rechts der großen Schluchtrinne, die von der Scharte am Fuß des NO-Grates entspringt (ich bin etwas links des tiefsten Punktes los, dort aber wohl recht lange Lawinenschnee, was die Übersicht stark erschwert). Immer der Linie des geringsten Widerstandes folgend rund 120 m hinauf auf ein schrofig geneigtes, ultrabrüchiges "Band", dem man nach links in die Schlucht folgt (nicht zu hoch ansteigen => Sackgasse), am Ende 5 m abklettern. Im Schluchtgrund 20 m hinauf, dann linkshaltend über Platten und hoch zur "gelben Höhle". Links der Höhle 20 m empor, dann sehr ausgesetzt nach rechts um die Ecke zum Beginn einer kaminartigen Rampe. Dieser 50-60 m folgend bis in kleinen Kessel mit einer auffälligen, geneigten Plattenwand links. Hier an griffigen Rissen hoch in stark gegliedertes Gelände. Man folgt wieder dem Weg des geringsten Widerstandes durch Rinnen und kurze Kamine ca. 100 Hm, bis man logisch nach rechts auf den nahen Nordostgrat wechseln kann. Über diesen (schön fest und sauber geputzt) in den Blodigkessel, durch die linke Rissverschneidung wieder heraus und über den Vorkopf (Stange) zum Gipfel.
Ergänze diese Route (Alte Ostwand (Beindl)) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 1 vom 27.06.2017
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