TourenFührer - Route

Gipfel: Gross Fusshorn / Fusshorn I, 3627 m

Michael Wyss

Route: NO-Grat

NO-Grat
Berg-/Hochtour (Sommer)
847 m
5.0 Stunden
Sehr lohnende, anspruchsvolle Hochalpine-Gratkletterei in überwiegend gutem Fels.

Vom Fusshornbiwak 643800|140800 über Moränenschutt und den Driestgletscher zur Scharte an Gratbeginn. Über den Blockgrat, argen Schwierigkeiten dabei tendenziell leicht rechts-aber ja nicht zu weit-von der Gratkante ausweichend (trotzdem je nach genauer Routenwahl einige kurze Stellen so ca. IV) zum Beginn des sehr scharfen horizontalen Gratabschnitts der mit einem kleinen Türmchen versehen ist von dem kurz abgeseilt wird (Haken). Weiter zum imposanten Gratturm der Lokomotive genannt wird (wer diesen Gratturm schon mal aus westlicher Richtung vom Oberaletschgletscher her betrachtet hat weiss weshalb er so bennant wurde). Die direkte Erkletterung des Schiffsbug ähnlichen, äusserst abschreckenden Aufschwungs an dessem Fuss man sich nun befindet ist wohl unmöglich! In einer sehr exponierten, leicht ansteigenden Querung von ca. 40 Metern über schuttige, abschüssige Bänder in der schattigen und ungastlichen NW-Flanke wird eine kurze Verschneidung erreicht-sie befindet sich einige Meter vor der Stelle an der sich die Bänder zu einer Art Podest weiten bevor sie sich allmählich zu verlieren beginnen. Einige Schritte darin hoch spreizen, dann nach links über feine Risse auf eine Art Pfeiler (Schlüsselstelle V, auf ca. 10m ziemlich anhaltend und anstrengend) der einige Meter an seiner bauchigen Kante erklettert wird. Man gelangt an ein von unten gut sichtbares Gesimse das nach rechts zurück leitet bis genau senkrecht über der kleinen Verschneidung eine gute Möglichkeit zur Einrichtung eines bequemen Standplatzes erreicht wird die auch genutzt werden sollte (Diese kurze Seillänge wird durch starken Zug, hervorgerufen durch die Seilreibung an den Karabinern wegen der Quergänge zusätzlich erschwert)! Nun deutlich leichter zum Gipfel der Lokomotive. An gutem Felsköpfchen 20m in die Gratscharte vor dem Gipfelaufschwung abseilen (Von hier bestünde theoretisch die Möglichkeit einer Flucht per Abseilen zum Driestgletscher hinunter, jedoch sind dazu mindestens zwei 50m Seile notwendig-20 Meter Abseilstrecke wie im SAC-Führer beschrieben reichen längst nicht mehr aus). Weiter in schöner Gratkletterei zum Gipfel.
Für etwaige Flucht zum Driestgletscher zwei 50m Seile mitnehmen! Diverse Klemmkeile und Klemmgeräte. Es stecken einige wenige alte Normalhaken.
Ergänze diese Route (NO-Grat) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 12 vom 14.11.2009
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Michael Wyss, Reto Baur

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