TourenFührer - Route

Gipfel: Blüemlisalphorn / Blümlisalphorn, 3661 m

robik

Route: SW-Grat ab der Fründenhütte via Oeschinenhorn

SW-Grat ab der Fründenhütte via Oeschinenhorn
Berg-/Hochtour (Sommer)
6.0 Stunden
Von der Fründenhütte via Zürcherschnyde-Weg an den Fuss des Un. Oeschinengletscher: Die mit Drahtseilen bestens abgesicherte Querung des Gratausläufers des Fründenhorns sieht von weitem gfürchich aus, ist dann aber auch mit Stirnlampe problemlos machbar. Zwei grosse rote Punkte zeigen den Einstieg.

Nach dem Aufstieg über die Seitenmoräne, erreicht man ein Firnfeld (Steigeisen an), kurz darauf den Gletscher und folgt diesem auf der rechten Seite (Aufstiegsrichtung) bis oberhalb der markanten Spaltenzone. Auf ca. 2'800m quert man auf einem flachen Plateau den Gletscher um auf der Gegenseite eine (kleine) Felsbarriere zu überwinden, die man direkt erklettern (II-) kann, bzw. nach li über ein schmales Band verlässt (Steigeisen ab).
Nun geht man einige Meter oberhalb der Felswand über Schutt und Felsbänder ca 200m nach li (Norden) und erreicht ein grosses Schuttfeld; dort aufsteigend sind (wie fast überall auf der Route) Wegspuren zu erkennen.
Beim Erreichen eines hellen Felswändchens stiegen wir darunter entlang nach re, um es dann nach ca 50m in leichter Kletterei (II-) nach li zu überwinden. Nun sieht man direkt über sich markante Felstürme, zu denen man über Bänder und Schutt kraxelt. Dort Weg nach re zu "Quelle" (Schmelzwasserbächlein?) und gleich darauf in Kehre nach li weiter hoch, wo man dann die Schulter unterhalb des eigentlichen Grats erreicht.
Der Grat ist häufig ein Schuttrücken, meist auf zwei Füssen, ab und zu die Hände gebrauchend zu erklimmen. Unterhalb einer nächsten Felsstufe, auf der Höhe der Seraczone kann man je nach Schneelage den Grat gegen li verlassen und den Ob. Oeschinengletscher erreichen, häufig wohl besser über Felsen weiter nach oben bis auf das Firnfeld und dann erst unterhalb des Gipfelaufbaus des Oeschinenhorns (je nach Lust "mitnehmen"; über die Gipfelfelsen, kurze Stellen III). Sonst nach li auf den Gletscher und zum Joch am Fuss des Blüemli SW-Grates. Dem Grat folgend (einige Stellen II + III) zum Gipfel der Blümlisalp aufsteigen. Bei der schwierigsten Stelle (Kamin ca. 3c) hat es unterhalb und oberhalb einen BH-Stand.

Allgemein befindet man sich auf der ganzen Tour hauptsächlich in brüchigem Fels. Die Kletterschwierigkeiten sind zwar nicht sehr fordernd, die Sicherungsmöglichkeiten sind aber auf der ganzen Route sehr bescheiden bis unmöglich.
2-3 Friends und einige Keile...aber gute Sicherungsmöglichkeiten sind sehr rar.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Berner Alpen (2020)
Rother Hochtouren Westalpen (2013)
 
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Nr. 3 vom 18.07.2019
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Markus Wittwer, robik

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