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Gipfel: Wichelplanggstock, 2974 m

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Route: überschreitung murmets- trotzig- wichelplanggstock

überschreitung murmets- trotzig- wichelplanggstock
Klettertour
1400 m
6.0 Stunden
vom sustenbrüggli (1907m) über den "leiternweg" zur sustlihütte (2257m). T3, ½h
zunächst weiter auf dem weg zum grassen bis ~2320m. nun nordwärts über wenig steile schrofen zum ausläufer des murmetsplanggstock-SSW-grates. der erste steile turm wird links umgangen, könnte aber sicherlich auch in schönem gneis erklettert werden. T3, ½h
nun verfolgt man alles den hie und da ein wenig ausgesetzten grat. leider ist auch hier die unsägliche "plaisirisierung" der schweizer alpen angekommen, eine gutmeinende seele hat die steileren partien mit stricken ausgerüstet. allerdings hat es daneben erstklassige griffe und tritte in allerbestem gneis. die seile hingegen erweisen sich des öftern als arg malträtiert und abgewetzt - also eine trügerische und gefährliche "hilfe", die zudem absolut unnötig ist. T4, ½h
der abstieg vom murmetsplanggstock (2865m) über den N-grat in die scharte ist der anspruchsvollste und gefährlichste teil der tour: der fels erweist sich als sehr brüchig und mürb. eine kurze unangenehm schuttige rampe führt in der N-flanke zum N-grat. am grat angekommen hält man sich am besten eher auf der ostseite, wo das gestein doch ein klein wenig vertrauenswürdiger erscheint. so erreicht man einen steil aufragenden gendarm. vor diesem muss nach links in die W-flanke abgeklettert werden, man erreicht so eine sehr fragwürdige abseilsschlinge an einem losen block. ich liess diese unbeachtet und querte unterhalb der schlinge wieder zurück zum grat unterhalb des gendarms. nun heisst es zweimal an guten zacken abseilen (nicht eingerichtet, ~15 und ~20m), um so in die scharte zu gelangen, wo die schöne klettertour über den S-grat des trotzigplanggstockes beginnt. III, 1h
eine vielzahl von besten inox-bohrhaken, teilweise gleich neben schönsten zacken, weisen einem ständig den weg. es handelt sich um sehr schöne kletterei in allerbestem, festen gneis. so gelangt man zum trotzigplanggstock (2954m), wo sich auch ein gipfelbuch befindet. meist II, wenige stellen III, ½h (zeit für seilfreie kletterei)
für den abstieg in die nächste scharte klettert man wenig nach westen ab und gelangt über ein schwach ausgeprägtes band zurück zum grat. alles dem grat entlang in anregender kletterei zum abseilstand vor der scharte (~20m). meist II, wenige stellen III, ¼h (zeit für seilfreie kletterei)
nun wird noch der wichelplanggstock (2974m) erklettert; wiederum mit (zu-) vielen bohrhaken ausgerüstet ist die wegfindung einfach. der gneis ist wieder bombenfest, aber etwas weniger kletterfreundlich geschichtet. vom letzten turm vor dem gipfel wird abgeseilt (knapp 25m). meist III, wenige stellen IV, ¾h (zeit für seilfreie kletterei)

abstieg:
zunächst wird zurück in die scharte abgeseilt (gut 25m), zwei weitere abseilstellen (25m) führen nach westen zum gehgelände, wo steinmänner den weg zur nächsten abseilstelle weisen. nochmals zweimal abseilen (15m und 25m) und nunn auf wegspuren runter zum grassenweg. je nach schneelage kann an der engstelle nochmals an einer grossen schwarzen bandschlinge abgeseilt werden (20m). auf dem gut markierten weg zurück zur hütte. 1¼h
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Nr. 1 vom 01.07.2018
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