TourenFührer - Route

Gipfel: Zugspitze, 2962 m

AndréTT

Route: Jubiläumsgrat (Zugspitze – Höllentalspitzen – Vollkarspitze - Grieskarscharte – Alpspitze – Osterfelderkopf)

Jubiläumsgrat (Zugspitze – Höllentalspitzen – Vollkarspitze - Grieskarscharte – Alpspitze – Osterfelderkopf)
Alpine Wanderung
1680 m
11.0 Stunden
Zufahrt:
Von Norden (München) über die Autobahn A 95 nach Oberau und weiter auf der B2 nach Garmisch-Partenkirchen, bzw. von Schongau über die B 23 dorthin. Von Westen kommt man über Reutte i.T. über die B 179 Richtung Lermoos und biegt davor nordwärts ab auf die B 187 nach Garmisch-Partenkirchen. Von Süden erreicht man über den Fernpass (1209 m) auf der B 179 Lermoos. In Garmisch-Partenkirchen fährt man Richtung Bahnhof, bzw. Eisstadion an der Olympiastraße. An der Westseite vom Stadion befindet sich ein größerer geteerter, kostenfreier Parkplatz „Am Eisstadion“ (708 m).
Mit der Zugspitzbahn fährt man vom Bahnhof in 15 min. nach Greinau (758 m). Dort steigt man um in die seit 1930 im Betrieb befindliche Zahnradbahn und fährt in 1 Std. mit dieser hinauf zum Zugspitzplatt (2576 m). Von hier fährt man weiter in der Kabine mit der 1992 gebauten 1000 m langen Zugspitz-Gletscherbahn hinauf zum Münchner Haus auf der Zugspitze.

Route: (Schwierigkeit: T 6-, K 2+, KS 4-(C/D)):
Von der Bergstation der Gletscherbahn läuft man wenige Meter zur neuen Bergstation der Eibsee-Gondelbahn und dann hinab in die Scharte mit der alten Eisenleiter hinauf zum Ostgipfel mit dem goldenen Kreuz. Links unterhalb von diesem läuft man kurz auf breitem Gratweg bis zum Linksabzweig des Klettersteiges ins Höllental. Man folgt dem alten weißen Blechschild „Jubiläumsgrat“ in östliche Richtung zur Inneren Höllentalspitze. Alte rot-weiße Markierungen und verbleichende rote Striche markieren die 8 km lange Route (5 km Luftlinie). Der Grat wird zunehmend ausgesetzter, der Fels anspuchsvoller. Wohl fast 100 Jahre alte Seilanker ohne Drahtseil sieht man hier vor der Inneren Höllentalspitze. Vorbei an einer Gedenktafel an einen am 31.8.2013 verunglückten Belgier. Danach muss man jedoch von einem vorgelagerten Felsturm einen glatten südostseitigen Riß hinabklettern, in dem 2 Stahlstifte stecken. Oben gibt es einen Abseilring, so dass man diese erste schwere freie Kletterstelle (II+) auch abseilen kann. Auf gegenüberliegender Seite muss man wieder hinaufkraxeln. Danach steigt man rechts durch eine Geröllrinne in eine tiefe Scharte hinab (2625 m). Danach klettert man stellenweise mit Drahtseilhilfe steil wieder hinauf. Es folgend dann einige Passagen leichterer Kraxelei mit kurzem Stahlseil dazwischen als Zug- und Sicherungsmittel bis man ersten Gipfel (2741 m) der Höllentalspitzen auf rechter Seite erklommen hat. Über den ausgesetzten Grat klettert man weiter an kleinem Felsenfenster vorbei und einer weiteren Gedenktafel zur Mittleren Höllentalspitze (2743 m). Dabei trifft man immer wieder mal auf einige Drahtseilsicherungen bei schwierigen, oder sehr ausgesetzten Passagen. Rechts unten erblickt man die Knorr-Hütte am Fuß des Brunntalkopfes. Dazwischen stößt man nach knapp 4 Std. auf einen Rechtsabzweig (gelber Wegweiser), wo ein alpiner Grat-Steig (Notabstiegsmöglichkeit) über den Brunntalkopf zur Knorrhütte (2051 m) führt. Die Zeitangabe auf dem Wegweiser von hier zur Zugspitze (also in gekehrter Richtung) mit nur 3 Std. ist recht sportlich. Nach der Mittleren Hölltalspitze überklettert man einen Zwischengipfel mit einem Vermessungsstein (30 min.) bevor man dann das 2011 neu errichtete rote Biwak „Höllentalgrathütte“ (2684 m) mit 12 Matratzen erreicht. Früher (ab 1915) gab es dort lediglich einen Unterstand, bzw. ab 1962 eine Wellblech-Schachtel. Man setzt ostwärts die Tour fort über die Äußere Höllentalspitze (2720 m), einen Felszacken rauf und runter sowie eine Wandstufe bis man zur Felsscharte vor der Vollkarspitze kommt. An linker Flanke der Vollkarspitze sieht man hellbraune Abbruchstellen, wo das Gestein vor 17 Jahren herausbrach und ins Höllental donnerte. Rechts davor führt nun ein neu verlegtes dickes Stahlseil über den senkrechten Grat hinauf zum Gipfel. Dies ist die schwerste Stelle mit Klettersteigcharakter (Schwierigkeit KS 4-). Hierfür ist auch ein Klettersteig-Set angebracht. Danach klettert man weiter stets ausgesetzt auf dem Grat hinab in eine Scharte. Die alten Strichmarken sind nach dem Biwak rar geworden. Bei Nebel ist Orientierung dann schwierig. Im Zweifelsfall hält man sich rechts. Vor nächstem Gratfuss sieht man kaum noch erkennbar verblassende rote Schrift: mit Pfeil geradeaus zum Hochblassen (2703 m), dem östlichen Ende des Jubiläumsgrats. Und mit Pfeil nach links zur Grieskarscharte (2463 m), die man nach 1,5 Std. erreicht. Auf letzterem Steig umgeht man den Hochblassen nordwestseitig. Man steigt steil Trittspuren folgend nordseitig ca. 60 m hinab, wo man auf Seilsicherungen trifft. Dann steigt man durch eine linke schräge Verschneidung hinauf zu einem Felskopf. Hier erreicht man oberes Ende vom Grieskar (rote Schrift: „KTD was here“) und traversiert dieses rechtsdrehend zur gleichnamigen Scharte. Von der Grieskarscharte führt nach rechts hinab ein sichtbarer Pfad (roter Pfeil und „G.K“. an rechter Felswand) ins östliche Grieskar zur Stuibenhütte (1835 m), oder zum Bernadeinsteig, über den man zum Kreuzeckhaus kommt. Nach links führen Drahtseilsicherungen hinab zum alpinen Steig durch schrofiges Mattheisenkar zur Höllentalangerhütte (1387 m). Gradeaus klettert man in 1 Std. auf rechter Flanke hinauf zur pyramidenförmigen Alpspitze (2628 m), dem Wahrzeichen von Garmisch-Patenkirchen. Auf dieser steht großes Holzkreuz mit einem Holzpodest davor.
Abstieg:
Entweder über den alpinen Steig ostwärts hinab zum Bergsattel vor dem Bernadeinkopf und weiter in nordwestliche Richtung über die „Schönen Gänge“ zum Felsspalt „Höllentor“, oder diesen erheblich abkürzend direkt über den Alpspitz-Klettersteig in nördliche Richtung steil hinab über viele Eisenbügel mit fast durchgehender Seilsicherung (1,5 Std.). Nach dem Höllentor kürzt man den rechts drehenden Weg ab, indem man weglos grasige Kuppe überschreitet und direkt auf die Bergstation der Alpspitzbahn mit dem Bergrestaurant auf dem Osterfelderkopf (2060 m) zuhält (30 min.). Links befindet sich das Aussichtspodest AlpspiX.
Rückfahrt:
Mit der Gondelbahn fährt man hinab zur Talstation der Alpspitzbahn (10 min.). Beim großen Parkplatz hinter Hammersbach hält auch die Zugspitzbahn (Bahnstation Kreuzeck). Mit der Zugspitzbahn fährt man dann 2 Station nach Garmisch-Patenkirchen (10 min.). Wer die letzte Alpspitzbahn verpasst, muss in 2 Stunden den rot-weiß signalisierten Bergweg hinunter laufen und wogar noch bis nach Patenkirchen (50 min.).
Helm, KS-Set, ggfs. 30 m Halbseil, Biwakausrüstung
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
Rother 3000er Ostalpen (2. Auflage 2014)
 
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Nr. 2 vom 10.08.2018
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