TourenFührer - Route

Gipfel: Monte Latu, 742 m

AndréTT

Route: Via Ferrata de Tolla

Via Ferrata de Tolla
Klettersteig
leicht
310 m
2.5 Stunden
Zufahrt / Zustieg:
Von Norden (Corte) über die Schnellstraße T20 bis Tavera und dort südostwärts über den Col de Scalella (1193 m) auf kurvenreicher D 27 nach Bastelica (764 m). Von dort südwestwärts über den Col de Menta (756 m) Richtung Col de Cricheto. Vor diesem biegt man jedoch rechts ab und fährt auf schmaler D 3 nach Tolla (650 m) am gleichnamigen Stausee. Von Tolla fährt man weiter in südwestliche Richtung Ocana. Auf dem Col de Mercujo (Bocca di Mercughju, 715 m) verläßt man die Pass-Straße beim dortigen Restaurant „L’Epica“ an nördlicher Straßenseite vor folgender Haarnadelkurve, und fährt auf gegenüberliegender Straßenseite beim modernen weinroten Mehrfachwegweiser Richtung „Belvédere, Via Ferrata, Site d’escalade“ und fährt dort eine Schotterstraße südwärts rechts an einem Mobilfunkmast vorbei zum Belvédere (Puntu di Vista). Wer von Süden (Ajaccio) anreist, kommt auf der D3 von Bastelicaccia nordostwärts dorthin. Zwischendurch ist die kurze Sackgasse zum Belvédere geteert. Dabei kommt man an einem verlassenen Holzhüttchen rechts vorbei, wo früher kostenpflichtiger KS-Materialverleih war. Links gegenüber befindet sich an einem Felsblock noch ein Stück Sicherungsseil zwischen 2 Seilanker, wo man einst das KS-Set erklärt und gezeigt bekam. Die Fahrstraße endet an einer mit Geländer versehenen Aussichtskanzel, dem Belvédere (702 m), von wo man auf die Staumauer, Lac de Tolla und hinab in die Prunelli-Schlucht schaut. Rechts davor gibt es eine sandige Bucht neben einem gemauerten Trafo-Turm, wo ca. 12 PKW parkieren können. Rechts vom Belvédere sieht man die nahen, wenig hohen Felsen vom Monte Lintu, über die man zurückkehrt.
Route: (Schwierigkeit: KS 2+ (B), franz. PD):
In dem 2004 gebauten Klettersteig wurden 1000 m Sicherungsseil verlegt und sehr viele Eisenbügel und Trittbleche in die südlichen Konglomeratfelsen des Monte Latu gebohrt. Der Steig besteht aus 3 Teilen: 1. den unschwierigen Abstieg vom Belvédere in die Prunelli-Bachschlucht, 2. ab der 3-Seilbrücke der Aufstieg durch die südliche Felswand, 3. vom Ausstieg freies Geh- u. einfaches Kraxelgelände über den Felsgrat zum Belvédere zurück. Man kann sich beim Belvédere schon anseilen Der Einstieg in den teilweise seilgesicherten Abstieg beginnt an rechter Seite von der betonierten Kanzel (brauner Linkspfeil “Via Ferrata” am rechten Felsblock). Auf Trittblechen, über sandige Felsbänder und durch einen Felsriss gelangt man meist seilgesichert hinab in die tiefe Schlucht des Prunelli-Baches. Dabei hat man stets den Blick auf die nahe östliche Staumauer der Èlectricité de France (EDF). Im unteren Teil beginnt der dann durchweg seilgesicherte Abschnitt “U Teghi” entlang der schräg geschliffenen Felsplatten, dann eine abgerundete Felsrippe hinab zur 3-Seilbrücke. Davor trifft man in einer grasigen Felsrinne auf ein abgerissenenes Postkabel, welches zum Belvedere hinauf liegt. Bei folgender Querung einer schrägen Felsplatte sind die Eisenbügel durch hinabrutschendes Material schon vor einiger Zeit “geplättet” worden. Hier traversiert man also auf Reibung. Das Sicherungsseil ist jedoch voll intakt. Von nun an führt der Steig wieder aufwärts. Es folgt eine ca. 30 m lange 3-Seil-Brücke zu einem Felsüberhang hin. Von da ab wird es erheblich luftiger und mental anspruchsvoller, jedoch klettertechnisch nicht wesentlich schwieriger. Der Felsüberhang wird nicht überklettert, sondern nach links umgangen, indem man sich “kleinmacht” und die Felskante umklettert. Im Abschnitt “ U Tetu” klettert man auf Eisenbügeln eine Felsverschneidung senkrecht hinauf. Anschließend quert man nach rechts hinauf zur nächsten Verschneidung. In dieser stecken einige Trittbleche. Danach visiert man nächsten Felsüberhang an, welcher rechts umklettert wird. Durch breite Verschneidung gewinnt man weiter an Höhe. Danach kommt die Schlüsselstelle: eine senkrechte Eisenbügelparade mit Rechtsquerung unter nächstem Felsdach mit anschließender Linksquerung unter weiterem Felsdach mit einer “Sanduhr”, um welche das Sicherungsseil führt. Beide Felsdächer werden zwar nicht überklettert, aber dafür recht luftig umgangen. Zwar technisch nicht besonders schwer, nur mental sehr fordernd, wer es nicht gewohnt ist. Danach beginnt der Abschnitt “A Via” erst zu einer bewachsenen, kurzen Verschneidung hin, dann auf Trittblechen nach links traversierend zum Seilabzweig. Nach rechts hoch kann man direkt zum Gipfel aussteigen (Notausstieg). Nach links (westwärts) führt das Seil zu einer weiteren abgerundeten Felsverschneidung. Danach beginnt im Abschnitt “I Trafoni” der steile Aufstieg durch senkrechte Wand zu den witterungszerfressenen Felslöchern hin im oberen Teil des Felsberges. Nach rechts umklettert man einen überhängenden Felszapfen, der an einen Geierkopf erinnert, anschließend führt das Seil nach links hoch zu einer zerklüfteten Verschneidung. Durch ein halbes Felsloch gelangt man dem Seil folgend nach rechts zum Ausstieg (2 Std.).
Abstieg:
Über den Felsgrat folgt man den Trittspuren und vielen verbleichenden blauen Punkten nordwärts in Richtung Belvédere. Nach 5 min. trifft man auf das obere Seilende vom Notausstieg. Anschließend läuft man zum nördlichen Felskopf und von dort auf einem unschwierigen Weg hinab zum Belédere (10 min.).
KS-Set, Helm
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Nr. 1 vom 15.07.2019
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