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Gipfel: Dossen (Nordgipfel) / Tossen, 3138 m

AndréTT

Route: Rosenlaui Gletscherschlucht – P 1673 – Rosenlaui-Biwak – Dossenhütte – Dossengrat – Dossensattel – Bänderweg – namenloser Sattel zw. N-u. S-Gipfel – Nordgipfel - retour

Rosenlaui Gletscherschlucht – P 1673 – Rosenlaui-Biwak – Dossenhütte – Dossengrat – Dossensattel – Bänderweg – namenloser Sattel zw. N-u. S-Gipfel – Nordgipfel - retour
Alpine Wanderung
1780 m
11.0 Stunden
Von Westen (Interlaken) auf der Autobahn A8 nach Willingen (668 m). Wer von Norden (Luzern) anreist, kommt auf der A8 über Brünigpass (1008 m) dorthin. Weiter fährt man ostwärts auf der Nationalstraße 6/11 Richtung Inertkirchen, biegt jedoch nach dem Reichenbach-Wasserfall südwärts ab Richtung Gr. Scheidegg. Von Osten (Wassen) kommt man auf der Nationalstraße 11 über den Sustenpass (2224 m) dorthin. Oder von Süden (Gletsch) über den Grimselpass (2165 m). Nach dem Gasthaus Zwirgi ist die Weiterfahrt auf der Scheideggstraße mautpflichtig (Parkscheinautomat ohne Schranke, 1091 m). 200 m nach dem Hotel Rosenlaui (1328 m) parkiert man vor dem Kiosk an der Gletscherschlucht (1360 m).
Route:
(Schwierigkeit: T 5- / K1 / KS 2-):
Vom Parkplatz wandert man rechts von der Gletscherschlucht auf breitem Kiesweg (gelber Wegweiser Engelhornhütte, blauer Wegweiser Dossenhütte) durch den Kiefernwald hinauf zu einer Waldlichtung mit unzählig vielen Steinpyramiden, wo der kostenpflichtige Gletscherschluchtweg ankommt (nur tagsüber geöffnet). Nach 20 min. überquert man eine Brücke (1485 m) über den Rosenlauibach. Ab dann beginnt rot-weiß signalisierter Bergweg steiler zu werden. In östliche Richtung zickzackt man in 20 min. hinauf durch einen Maschendrahtzaun zur Gabelung beim Hindrem Gletscherhubel (P 1673). Nach links geht’s zur Engelhornhütte. Man schlägt jedoch rechts ein (blauer Wegweiser Dossenhütte). Der anspruchsvolle Dossenweg (T4 / KS1) führt nun in südliche Richtung zur nächsten Weggabelung (7 min.), wo rechts ein Pfad abzweigt zum Gletscherhubel (Holzschild: Gletscher). Man bleibt jedoch geradeaus. Nach mäßigem Auf und Ab beginnt man leicht linksdrehend über einen Geröllhang zu den Felswänden hinauf zusteigen, dann gelangt man rechts herum auf die sandige Seitenmoräne ehemaligen Gletschers. Viele blauweiße Markierungen geben dabei Orientierung (1 Std.). Auf deren Grat wandert man nun hinauf zur Felswand an linker Seite. An dieser entlang kommt man an einer kleinen Gedenktafel an einen am 3.6.1983 verunglückten 19-Jährigen vorbei zu nassen Kalkstein-Stufen und teilweise bewachsene schräge Felsplatten (25 min.). Hier helfen in Fels gehauene Stufen, Stahlseile, Eisenstifte und 2 Eisenleitern stellenweise durch das Couloir „Chragen“ südwärts hinauf zur Geröll-Terrasse „Tossenpletschen“ (2294 m) unterhalb des Urbachsattels. Dort kehrt sich die Wegrichtung um nach Nordosten und man läuft horizontal zum braunen Rosenlaui-Biwak (2330 m) hin (25 min.), welches unter einem Felsvorsprung geschützt am Felsen lehnend aufgestelzt wurde und man rechts liegen läßt. Im Sommer ist das aus Trapezblech gebaute Schutzhäusel der SAC-Sektion Oberaargau verschlossen, und sind die Leitern abgebaut. Über eine Felsrippe hinweg helfen stellenweise Drahtseile in südöstliche Richtung hinauf zu einem Felssporn kurz vor dem U-förmigen Grat Urbachsattel (2488 m), welcher vom Gestellihorn zum Dossengrat südwärts hinüberzieht und den man links liegen läßt. Auf dem unteren Dossengrat entlang klettert man mit Seilunterstützung hinauf zur Dossenhütte (2669 m) der SAC-Sektion Oberaargau (50 min.). Die erste Hütte wurde dort schon 1899 gebaut, dann 1930 erweitert. Daneben steht etwas unterhalb von ihr noch kleines Hüttchen als Übernachtungsmöglichkeit. Zur Schmelzwasser-Befüllung von den beiden blauen Wassertanks oberhalb der Hütte wurde eine am Tragseil befestigte dünne Kunststoff-Rohrleitung zum südlichen Firnfeld gezogen. Auf der Hütte gibt es kein fließendes Trinkwasser.
Der Aufstieg zum obersten Punkt des Dossengrats beginnt von der östlichen Terrasse der Hütte zu einem Firnfeld links unterhalb der Wassertanks. Danach folgt man den Trittspuren rechts hoch zum Grat (P 2694). Es beginnt nun frei unschwierige Kraxelei (K1) direkt über den Grat, jedoch meist links von ihm. Hin und wieder findet man zur Orientierung Steinmandl vor, oder weiße Strichmarkierung. An schwierigen Kletterstellen wurden Drahtseile fixiert, an denen man klettersteigähnlich schnell vorwärts kommt (KS 2-), was sich im Abstieg vorteilhaft erweisen kann (kein Abseilen erforderlich). Nach 20 min. gelangt man zum ersten Seil. Während Trittspuren und wenige Steinmandl am oberen Dossengrat danach halb links direkt zum Sattel führen, steigt man rechtshaltend hinauf in 50 min. zur Steinpyramide auf höchstem Punkt des Dossengrats (3032 m). Von dort kraxelt man unschwierig über Blockgestein hinab zum Dossensattel (3009 m). Deutlichen Trittspuren folgt man nun nach rechts in die Nordwestflanke des nördlichen Gipfels vom Dossen. Das kurze, fast horizontale Sandband führt anfangs rechtsdrehend zur Stelle, wo es nach oben geht zu einem Steinmann, den man schon vom P 3032 sah. Dort umrundet man luftig eine Felskante zu einem westseitigen Felsband (T 5-). Diesem folgt man südwärts ziemlich horizontal zu nächstem Steinmann. Ab dort wird ein Firnfeld zu einem Geröllhang gequert unterhalb des Gratsattels zwischen Südgipfel (3144 m) und dem Nordgipfel (3138 m). Südostwärts hält man unschwierig auf den Sattel zu. Anschließend erfolgt auf diesem eine Kehre nordwärts zum Nordgipfel. Direkt, oder links von ihm kraxelt man nun weiter unschwierig zum Steinmann auf dem Nordgipfel (40 min. ab P 3032). Dort befindet sich eine Alu-Gamelle für das Gipfelbuch.
Abstieg:
Auf gleichem Weg retour wie aufgestiegen (3¼ Std.).
ggfs. Helm u. KS-Set, 30 m Halbseil
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Nr. 2 vom 21.08.2019
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