TourenFührer - Route

Gipfel: Ortler / Ortles, 3905 m

AndréTT

Route: Talst. Langenstein – Faulenzerweg – P 2386 – Tabaretta-Hütte – Bärenkopfscharte – Tabarettascharte – Payer-Hütte – Westgrat-Scharte – Tschirfekwandl – Bärenloch – Oberen Stückeln – Ortlerplatt – Kreuz – retour bis P 2386 – K2-Hütte (Bergst. Langenstein)

Talst. Langenstein – Faulenzerweg – P 2386 – Tabaretta-Hütte – Bärenkopfscharte – Tabarettascharte – Payer-Hütte – Westgrat-Scharte – Tschirfekwandl – Bärenloch – Oberen Stückeln – Ortlerplatt – Kreuz – retour bis P 2386 – K2-Hütte (Bergst. Langenstein)
Berg-/Hochtour (Sommer)
2100 m
15.0 Stunden
Anfahrt:
Von Norden nach dem Reschenpass (1507 m) fährt man auf der SS 40 nach Spondinig (Spondigna) hinter Schluderns. Wer von Süden (Bozen) anreist, kommt auf der SS 38 über Meran und Schlanders dorthin. Auf der SS38 fährt man dann südwärts über Prad am Stilfser Joch Richtung Trafoi, bzw. Stilfser Joch. In Gomagoi (1260 m) biegt man dann bei einer Festung aus dem Weltkrieg links in südliche Richtung ab. Wer von Süden anreist, fährt auf der SS 38 über das Stilfser Joch (Passo di Stelvio, 2757 m) nach Trafoi (1532 m) und weiter nach Gomagoi. Von dort fährt man fast 10 km auf der SS 622 entlang des Suldenbaches nach Sulden (1843 m). Bei erster Linkskurve nach dem Ortsanfang fährt man geradeaus auf kostenpflichtigen Parkplatz vor der Pfarrkirche St. Gertraut. Oder aber biegt nach der Linkskurve hinter der Brücke über den Suldenbach rechts ab und fährt zum kostenfreien Parkplatz an der Talstation des Langenstein-Sessellifts. Der Sessellift führt zur K2-Hütte (2330 m), von wo man alternativ zur Tabaretta-Hütte laufen kann. Zwar ist dann der Weg nicht wesentlich kürzer, jedoch hat man 350 Hm weniger.
Der kürzeste Aufstieg beginnt jedoch beim Ortlerhof (1826 m) ca. 1,5 km vor dem Ortseingang. An der Straße befindet sich links eine Parknische für 3 Autos. Kurz danach beginnt auf gegenüberliegender Bergseite (Schranke) ein Forstweg in westliche Richtung, der auf den Faulenzerweg (Nr. 8) trifft.
Route:(Schwierigkeit: WS+ / K2 / T6 / PD+):
Der bequeme Faulenzerweg (Wanderweg Nr. 8 beginnt an der Kirche (Panorama-Wegweiser) und führt horizontal in nordwestliche Richtung durch den Wald bis zur 1. Gabelung mit dem Julius Payer-Stein, wo man sich rechts hält. Am Roßboden mit dem Denkmal-Stein an Johann Stüdl beginnt man einen breiten Schutthang, den Schöpfgraben, zu queren. Dort biegt nach links der Panoramaweg 21 ab. Beim Stüdl-Stein davor trifft man auf die Schotterpiste, die oberhalb vom Ortlerhof an der Straße bei der Schranke beginnt. Den Schotterweg verläßt man nach einem Steg über den Bach in nördliche Richtung zum Waldrand oberhalb vom Wassereck. Auf der Seitenmoräne läuft man nun steiler auf rot-weiß markiertem Weg bergauf zu einer oberen Senke. Dort trifft man auf den von links kommenden Wanderweg (Nr. 4, ehem. 4A) von der Langensteinhütte. In einer Rechtskurve liegt ein Felsstein, auf dem einige Gedenktafeln für abgestürzte Bergsteiger angebracht sind (P 2386). Nun in Kehren bergauf hinauf zur sichtbaren Tabaretta-Hütte (2556 m) unterhalb der Tabarettascharte (2 ¼ Std.). Nach Nordwesten führt der Wanderweg Nr. 4 weiter zur Bärenkopfscharte. Nach links beginnt ein mit Steinmännchen signalisierter Pfad zum Tabaretta – Klettersteig. Nach 1 Std. überschreitet man die Bärenkopfscharte (2871 m) auf dem nördlichen Tabaretta-Grat. Stellenweise seilgesichert und über einen Holzsteg führt der Bergweg Nr. 4 südwärts an westlicher Seite unterhalb vom Felsgrat. Nach 2 /3 des Weges trifft man in der Tabarettascharte (2903 m) auf den Abzweig des Bergweges Nr. 19 nach Trafoi über ehemaliges Edelweiß-Biwak hinab. Danach klettert man anfangs links, dann rechts vom Tabaretta-Grat hinauf zur Payerhütte (Rif. Julius Payer). Dortige kleine Kapelle (3020 m) erreicht man nach 40 min. An der Hütte kann man sich nun für folgende Route ausrüsten. Über den Tabaretta-Grat muss man frei klettern (K 2) und sich orientieren können. Anfangs sieht man verblichene kleine grüne Punkte und hin und wieder ein Steinmännchen. Von der Hütte quert man den Nordwest-Hang der Tabarettaspitze hin zum Westgrat mit einer Scharte, welche man auf südlicher Seite kurz abklettert. Dann quert man den Südwesthang weiter hinab in eine Rinne. Zuvor gabelt sich der Pfad (Trittspuren) bei einem kleinen Steinmann. Nach geradeaus führt der Steig zur Tabarettaspitze hoch. Man hält sich etwas rechts und steigt tiefer hinab in die geröllige Westflanke der Tabarettaspitze. Danach erreicht man links drehend eine Felsscharte mit einem Sandhügel. 2 Gedenktafeln von 1962 und 1978 hängen dort am Fels. Man klettert von hier über ersten Gratkopf hinauf zu den Felsen vom Tschirfeck. Dort hängt eine lange senkrechte Kette am Wandl. Ohne diese wäre die Kletterschwierigkeit K 3+. Es folgt dann nächster Felsturm, wo man geeignete Routenführung suchen muss. Diverse Bohrhaken findet man vor. Hier klettert (K 2+) man zu einem ausgesetzten Felsgrat. Bei einem Holzpfahl mit Querstange steckt ein Gedenktafel von 1964. Über diesen in rechtem Bogen zu einer schrägen Felswand. Diese traversiert man, wo früher der Gletscher war. Inzwischen hat man dort horizontal Ketten installiert und Trittbügel in den Fels gebohrt. Letztes Stück im ehemaligen Felssturzbereich vorm Gletscher ist das kritischste Felskletterstück, wo Bergführer 2 Textilseile gespannt haben. Dort tritt man auf oberes Ende vom über 40° steilen Eishang. Hier sichert man sich ggfs. mit Seil zusätzlich gegeneinander. Dann hat man den Gletscher erreicht. Über diesen anfangs halb rechts an linken Spalten und Seracs vorbei (Bärenloch), dann links drehend hinauf zu den schrägen Felsplatten, die wenig Griffe bieten und zudem bröselig sind. Darum steigt man rechts von ihnen über 40° schrägen Eishang ca. 35 m hinauf. Ein zweites Eishandgerät ist hier von Vorteil. Ggfs. sichert man dort mit Eisschrauben, ehe man nach links zu den flacher gewordenen Felsblöcken wechselt. Im Abstieg seilt man hier möglichst ab. Der letzte muss dann die große Bandschlinge um oberen Felsblock mit herunternehmen, wobei er ggfs. von unten gesichert wird. Auf dem Felsplateau aus schwarzem Kalk steht das Lombardi-Biwak (3316 m). Man setzt die Tour dann nahe der Nordabbrüche auf dem 35° schrägen Gletscher über die Oberen Stückeln fort nach rechts querend zu einer großen Felsspalte, in der eine Alu-Leiter steckt. In der Querung stecken ggfs. mit Hammer eingeschlagene Stahlstifte mit Flachkopf im Eis, um das Seil in der Traverse zu halten und im Sturzfall wie eine Umlenkrolle zu wirken. Danach lehnt sich der Gletscher zurück und es beginnt das Ortlerplatt, auf dem es auch noch schmale Spalten gibt. An östlicher Seite ragt ein kleiner Felskamm heraus, auf dem das Gipfelkreuz steht. Man steigt nicht direkt dorthin auf, sondert läuft in großem Linksbogen zum Felssattel südlich vom Kreuz (rechts) und dann über kurzen Grat unschwierig zum Kreuz (4 Std.). Das 2014 errichtete neue Kreuz steht östlich unterhalb vom höchsten Punkt.
Abstieg:
Zurück wie aufgestiegen (2 Std. bis Gletscherausstieg, 2 Std. bis Payerhütte, 1¾ Std bis P 2386), jedoch ab dem Abzweig P 2386 unterhalb der Tabaretta-Hütte dann den Traversalweg Nr. 4 und 4A zur K2-Hütte (2330 m) mit der Bergstation vom 2er Sessellift (50 min.). Mit diesem dann in 20 min. hinab zum Parkplatz.
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Füge dieser Route (Talst. Langenstein – Faulenzerweg – P 2386 – Tabaretta-Hütte – Bärenkopfscharte – Tabarettascharte – Payer-Hütte – Westgrat-Scharte – Tschirfekwandl – Bärenloch – Oberen Stückeln – Ortlerplatt – Kreuz – retour bis P 2386 – K2-Hütte (Bergst. Langenstein)) deine eigenen Fotos hinzu.
Nr. 2 vom 31.08.2019
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